{"id":10587,"date":"2022-07-22T14:32:52","date_gmt":"2022-07-22T14:32:52","guid":{"rendered":"http:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=10587"},"modified":"2022-07-22T14:32:52","modified_gmt":"2022-07-22T14:32:52","slug":"gebet-des-heiligen-vaters-pius-xii-zu-maria-himmelfahrt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=10587","title":{"rendered":"Gebet des Heiligen Vaters Pius XII. zu Maria Himmelfahrt"},"content":{"rendered":"\n<p><br><br>Unbefleckte Jungfrau, Mutter Gottes und Mutter der Menschen!<br>Wir glauben mit aller Glut unseres Glaubens, dass Du mit Seele und Leib glorreich in den Himmel aufgenommen worden bist,<br>wo Du von allen Ch\u00f6ren der Engel und allen Scharen der Heiligen feierlich zur K\u00f6nigin ausgerufen wurdest.<br>Und wir vereinigen uns mit ihnen, um den Herrn zu loben und zu preisen, der Dich \u00fcber alle andern blo\u00dfen Gesch\u00f6pfe erhob,<br>und um Dir unsere Hingabe und Liebe darzubieten.<br>Wir wissen, dass Dein Blick, der in m\u00fctterlicher Zartheit die dem\u00fctige und leidende Menschheit Christi auf Erden umsorgte,<br>im Himmel sich s\u00e4ttigt in der Schau der verkl\u00e4rten Menschheit der unerschaffenen Weisheit,<br>und dass Dein Herz in der Freude Deines Geistes \u00fcber die Schau der hochheiligen Dreieinigkeit von Angesicht zu Angesicht<br>vor beseligender Z\u00e4rtlichkeit erzittert.<br>Und wir arme S\u00fcnder, deren Leib den Flug der Seele beschwert,<br>bitten Dich, unsere Sinne zu l\u00e4utern, damit auch wir nach diesem Leben Gott, nur Gott im Entz\u00fccken der Gesch\u00f6pfe verkosten lernen.<br>Wir vertrauen darauf, dass Deine barmherzigen Augen auf unser Elend und unsere \u00c4ngste,<br>auf unsere K\u00e4mpfe und unsere Schw\u00e4chen niederschauen,<br>dass Deine Lippen unserer Freude und unseren Siegen zul\u00e4cheln werden<br>und dass Du f\u00fcr jeden von uns Jesu Worte h\u00f6ren wirst, die Er einst dem Liebesj\u00fcnger anrief:<br>Siehe deinen Sohn!<br>Und wir, die wir Dich als unsere Mutter anrufen, erw\u00e4hlen Dich wie Johannes als F\u00fchrerin,<br>als Kraft und Trost unseres sterblichen Daseins.<br>Wir haben die belebende Sicherheit, dass Deine Augen, die geweint haben \u00fcber die mit Jesu Blut getr\u00e4nkte Erde,<br>sich auch dieser Welt zuwenden, die Kriegen, Verfolgungen und Bedr\u00fcckungen der Gerechten und Schwachen ausgeliefert ist.<br>Und wir erwarten in der Dunkelheit dieses Tr\u00e4nentales von Deinem himmlischen Lichte und von Deinem milden Erbarmen Trost<br>f\u00fcr alle Herzens\u00e4ngste und die leidgepr\u00fcfte Kirche und Heimat.<br>Wir glauben endlich, dass Du in der Herrlichkeit, wo Du mit der Sonne gewandet<br>und mit Sternen gekr\u00f6nt herrschest, nach Jesus die Freude und Seligkeit aller Engel und aller Heiligen bist.<br>Und wir schauen in der Kraft des Glaubens an die k\u00fcnftige Auferstehung von dieser Erde,<br>die wir als Wanderer durchschreiten, auf zu Dir, unserem Leben, unserer S\u00fc\u00dfigkeit, unserer Hoffnung.<br>Ziehe uns an mit Deiner milden Stimme, um uns einst nach dieser Verbanung Jesus zu zeigen,<br>die gebenedeite Frucht Deines Leibes, o g\u00fctige, o milde, o s\u00fc\u00dfe Jungfrau Maria.<br>Papst Pius XII<br><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Sei gegr\u00fc\u00dft, du auserw\u00e4hlte Tochter Gottes des Vaters!<br>Sei gegr\u00fc\u00dft du allerw\u00fcrdigste Mutter des Sohnes!<br>Sei gegr\u00fc\u00dft du allers\u00fc\u00dfeste Braut des Heiligen Geistes, heilige Maria!<br>Ich armer Erdenwurm gr\u00fc\u00dfe dich an dem heutigen Tage, und aus dem innersten Herzensgrunde w\u00fcnsche ich dir Gl\u00fcck zu deinem gl\u00fcckseligen Eintritt in das himmlische Jerusalem.<br>Die Herrlichkeit und Majest\u00e4t deines glorreichen Einzuges \u00fcbersteigt meinen Verstand so sehr, dass ich von deiner Glorie in einen Abgrund von Gedanken versenkt werde.<br>O unaussprechliche Ehren, o unergr\u00fcndliche Gnaden, o unvergleichliche Freuden! Sage o Maria, was empfandest du damals? O wie war dein Geist mit Jubel erf\u00fcllt!<br>Wie war dein Herz mit S\u00fc\u00dfigkeit erf\u00fcllt! Wie fr\u00f6hlich, wie freudig war deine ganze Natur und mit welcher Wonne wurden alle deine Sinne und Kr\u00e4fte \u00fcbergossen!<br>O g\u00e4be Gott, dass nur ein Tr\u00f6pflein von dieser S\u00fc\u00dfigkeit auf die Erde herabtaute, wie \u00fcberflie\u00dfend w\u00fcrden alle betr\u00fcbten Herzen davon erquickt werden!<br>Von ganzem Herzen freue ich mich mit dir, o Maria und mit aller Freundlichkeit w\u00fcnsche ich dir abermals Gl\u00fcck. Gedenke,<br>o Maria, was f\u00fcr unaussprechliche Freuden du hattest, als du das erste Mal das Licht der allerheiligsten Dreifaltigkeit anschautest<br>und in demselben wie in einem klaren Spiegel erkanntest, wie sie dich vor allen Kreaturen zur Tochter, Mutter und Braut auserw\u00e4hlt hatte.<br>Gedenke o Maria, der unbegreiflichen Freuden, die du bei dem s\u00fc\u00dfesten Gru\u00dfe der allerheiligsten Dreifaltigkeit empfandest, als sie dich nach der Gr\u00f6\u00dfe ihrer Allmacht,<br>Weisheit und G\u00fcte auf das liebreichste empfing, gr\u00fc\u00dfte und dir Gl\u00fcck w\u00fcnschte. Gedenke, o Maria, der unergr\u00fcndlichen Freuden,<br>die du hattest, als die allerheiligste Dreifaltigkeit dir den s\u00fc\u00dfesten Kuss gab und zugleich mit demselben dir so \u00fcberflie\u00dfend den Geschmack ihrer Gottheit eingo\u00df,<br>dass dein Leib und deine Seele vor Wonne in einem \u2013Freudenmeere schwammen.<br>Gedenke, o Maria, der unvergleichlichen Freuden, die du empfandest, als die allerheiligste Dreifaltigkeit die ganze F\u00fclle ihrer Liebe so reichlich \u00fcber dich ausgo\u00df,<br>dass dein Herz von der S\u00fc\u00dfigkeit des g\u00f6ttlichen Herzens ganz zerschmolz und von deiner Liebesglut die Menge der Heiligen mit einem neuen Feuer der Liebe entz\u00fcndet wurde.<br>Gedenke, o Maria, was f\u00fcr unglaubliche Freuden du bekamst, als die allerheiligste Dreifaltigkeit mit der F\u00fclle ihrer ganzen Gottheit in dich flo\u00df und all deine Glieder also durchdrang,<br>dass du Gottes voll wurdest und von da an Gott alles in dir tat, All dieser Freuden, Ehren und W\u00fcrden erinnere ich dich, o Maria und durch dieselben bitte ich dich,<br>dass du mir ein Tr\u00f6pflein davon jetzt in meinem Leben und hernach in meinem Tode mitteilen wollest, damit meine Seele desto mehr in der Liebe Gottes entz\u00fcndet<br>und desto eifriger zu seinem heiligen Dienste angetrieben werde. Du wei\u00dft, o Maria, wie d\u00fcrr und trocken meine Seele ist und wie sie in der g\u00f6ttlichen Liebe gar so lau und kalt bleibt.<br>Wohlan, so schicke mir von dem hohen Himmel nur ein F\u00fcnklein von deinem heiligen Feuer herab und durch dasselbe entz\u00fcnde mein Herz vollkommen in der g\u00f6ttlichen Liebe. Amen.<br>Q: Leben und Leiden Jesu Christi v. Martin v. Cochem<\/td><\/tr><tr><td><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Unbefleckte Jungfrau, Mutter Gottes und Mutter der Menschen!<br>Wir glauben mit aller Glut unseres Glaubens, dass Du mit Seele und Leib glorreich in den Himmel aufgenommen worden bist,<br>wo Du von allen Ch\u00f6ren der Engel und allen Scharen der Heiligen feierlich zur K\u00f6nigin ausgerufen wurdest.<br>Und wir vereinigen uns mit ihnen, um den Herrn zu loben und zu preisen, der Dich \u00fcber alle andern blo\u00dfen Gesch\u00f6pfe erhob,<br>und um Dir unsere Hingabe und Liebe darzubieten.<br>Wir wissen, dass Dein Blick, der in m\u00fctterlicher Zartheit die dem\u00fctige und leidende Menschheit Christi auf Erden umsorgte,<br>im Himmel sich s\u00e4ttigt in der Schau der verkl\u00e4rten Menschheit der unerschaffenen Weisheit,<br>und dass Dein Herz in der Freude Deines Geistes \u00fcber die Schau der hochheiligen Dreieinigkeit von Angesicht zu Angesicht vor beseligender Z\u00e4rtlichkeit erzittert.<br><br>Und wir arme S\u00fcnder, deren Leib den Flug der Seele beschwert, bitten Dich, unsere Sinne zu l\u00e4utern,<br>damit auch wir nach diesem Leben Gott, nur Gott im Entz\u00fccken der Gesch\u00f6pfe verkosten lernen.<br>Wir vertrauen darauf, dass Deine barmherzigen Augen auf unser Elend und unsere \u00c4ngste, auf unsere K\u00e4mpfe und unsere Schw\u00e4chen niederschauen,<br>dass Deine Lippen unserer Freude und unseren Siegen zul\u00e4cheln werden und dass Du f\u00fcr jeden von uns Jesu Worte h\u00f6ren wirst,<br>die Er einst dem Liebesj\u00fcnger anrief: Siehe deinen Sohn!<br>Und wir, die wir Dich als unsere Mutter anrufen, erw\u00e4hlen Dich wie Johannes als F\u00fchrerin, als Kraft und Trost unseres sterblichen Daseins.<br>Wir haben die belebende Sicherheit, dass Deine Augen, die geweint haben \u00fcber die mit Jesu Blut getr\u00e4nkte Erde,<br>sich auch dieser Welt zuwenden, die Kriegen, Verfolgungen und Bedr\u00fcckungen der Gerechten und Schwachen ausgeliefert ist.<br>Und wir erwarten in der Dunkelheit dieses Tr\u00e4nentales von Deinem himmlischen Lichte<br>und von Deinem milden Erbarmen Trost f\u00fcr alle Herzens\u00e4ngste und die leidgepr\u00fcfte Kirche und Heimat.<br>Wir glauben endlich, dass Du in der Herrlichkeit, wo Du mit der Sonne gewandet und mit Sternen gekr\u00f6nt herrschest,<br>nach Jesus die Freude und Seligkeit aller Engel und aller Heiligen bist.<br>Und wir schauen in der Kraft des Glaubens an die k\u00fcnftige Auferstehung von dieser Erde, die wir als Wanderer durchschreiten, auf zu Dir,<br>unserem Leben, unserer S\u00fc\u00dfigkeit, unserer Hoffnung.<br>Ziehe uns an mit Deiner milden Stimme, um uns einst nach dieser Verbanung Jesus zu zeigen, die gebenedeite Frucht Deines Leibes,<br>o g\u00fctige, o milde, o s\u00fc\u00dfe Jungfrau Maria.<br>Papst Pius XII.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unbefleckte Jungfrau, Mutter Gottes und Mutter der Menschen!Wir glauben mit aller Glut unseres Glaubens, dass Du mit Seele und Leib glorreich in den Himmel aufgenommen worden bist,wo Du von allen Ch\u00f6ren der Engel und allen Scharen der Heiligen feierlich zur &hellip; <a href=\"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=10587\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":10583,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-10587","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/10587","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10587"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/10587\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10588,"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/10587\/revisions\/10588"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/10583"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10587"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}