{"id":10758,"date":"2022-07-25T08:36:54","date_gmt":"2022-07-25T08:36:54","guid":{"rendered":"http:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=10758"},"modified":"2022-07-25T08:36:54","modified_gmt":"2022-07-25T08:36:54","slug":"oelbergandacht-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=10758","title":{"rendered":"Oelbergandacht (2)"},"content":{"rendered":"\n<p>Vorbereitungsgebet:<br>O liebevollster Erl\u00f6ser!<br>Ich komme zu Dir, um diese Heilige Stunde, die Du einst von Deiner treuen Braut, der hl. Margareta Maria, erbeten hast, &nbsp;<br>in Vereinigung mit Deinem Todesangst leidenden Herzen zuzubringen. Verleihe mir eine innige Teilnahme an Deinen unermesslichen Schmerzen &nbsp;<br>und an dem tiefen Mitleid, das die Seele Deiner Heiligsten Mutter in jener Nacht Deiner bitteren Todesangst erf\u00fcllte. &nbsp;<br>Lass mich w\u00e4hrend dieser Stunde mit Dir wachen und beten, um den Zorn Deines himmlischen Vaters zu bes\u00e4nftigen, &nbsp;<br>um Barmherzigkeit f\u00fcr die S\u00fcnder zu erlangen und um Dich zu tr\u00f6sten f\u00fcr den Schmerz, den Du \u00fcber die Teilnahmslosigkeit Deiner Apostel empfunden hast.<br>In der Erkenntnis meines Unverm\u00f6gens opfere ich Dir auf die Gef\u00fchle Deiner heiligen Mutter, der heiligen Margareta Maria und aller jener frommen Seelen, &nbsp;<br>die Dir jemals den gr\u00f6\u00dften Trost bereitet haben und noch bereiten in diesem Geheimnis der Schmerzen und der Liebe. Amen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erste Ursache<\/strong><br>Ein ersch\u00fctterndes Schauspiel bietet sich mir im Garten Gethsemani dar.<br>Ich sehe Dich, o Jesus, den eingeborenen Sohn Gottes, dem Sturm und Wellen gehorchen,<br>der Wohltaten spendend auf Erden einherging, tief gebeugt im Staube liegen<br>und laut seufzend mit dem Tode ringen. Warum?.. Unserer S\u00fcnden wegen!<br><br>Unsere S\u00fcnden sind die Ursache Deiner Tr\u00e4nen, Deiner Seufzer, Deiner Todesangst!<br>Jetzt, da Du im Begriff stehst, f\u00fcr uns in den Tod zu gehen, stellt sich die endlose Reihe der S\u00fcnden<br>und die Freveltaten aller Menschen und aller Zeiten in erschreckender Weise vor Deine Augen.<br>Vor Dir liegt aufgeschlagen das Schuldbuch aller V\u00f6lker, die im offenen Hass sich von Dir,<br>ihrem Sch\u00f6pfer, abwenden, die w\u00e4hnen, ohne Gott auszukommen<br>und Ihm den Krieg erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen; das Schuldbuch aller Familien, St\u00e4nde, Geschlechter und Alter,<br>sowie jeder einzelnen Seele! In ihrer ganzen Schreckensgestalt stehen vor Dir die S\u00fcnden der Gottlosigkeit<br>und Sittenlosigkeit unserer Zeit die grauenvollen Gottesraube und teuflischen Entweihungen<br>der heiligen Sakramente, besonders des anbetungsw\u00fcrdigen Geheimnisses unserer Alt\u00e4re,<br>in dem Du, o guter Heiland, Dein ganzes g\u00f6ttliches Herz niedergelegt hast.<br>All diese Freveltaten lasten auf Dir schwer und schmerzlich und fl\u00f6\u00dfen Dir ein solches Entsetzen ein,<br>dass sie blutigen Schwei\u00df aus allen Poren Deines gebenedeiten Leibes pressen<br>und Deinem Herzen die flehentlichsten Seufzer und Angstrufe entlocken. &#8211;<br>Was muss es doch Schreckliches sein um die S\u00fcnde!<br>Auch meine S\u00fcnden und Verfehlungen, meine Untreuen und Nachl\u00e4ssigkeiten,<br>die ich so leichtsinnig zu begehen wage, sind Dir o g\u00f6ttlicher Heiland,<br>gegenw\u00e4rtig und verwunden tief Dein heiligstes Herz.<br>Auch ich habe beigetragen zu Deiner bitteren Todesangst,<br>auch ich war ein Gegenstand des Schmerzes f\u00fcr Dich!<br>O Jesus, Barmherzigkeit! Vergib mir und allen armen S\u00fcndern!<br>Diese zahllosen S\u00fcnden und Frevel werden jetzt Deine S\u00fcnden, o g\u00f6ttliches Opferlamm.<br>Der himmlische Vater legt sie auf Deine Schultern;<br>denn Du hast mit freiem Willen die B\u00fcrgschaft f\u00fcr das ganze Menschengeschlecht \u00fcbernommen.<br>Du bist der B\u00fcrge, der Stellvertreter f\u00fcr alle Schuldigen, gleich als w\u00e4rest Du der Urheber aller Schandtaten,<br>die je begangen worden sind. Darum sagt der Prophet Isaias von Dir:<br>&#8222;Unser aller Missetat hat der Herr auf ihn gelegt.&#8220;<br>Du erscheinst vor dem reinsten Auge Deines himmlischen Vaters gleichsam ganz in S\u00fcnden geh\u00fcllt,<br>gleichsam ganz S\u00fcnde gem\u00e4\u00df den Worten des heiligen Paulus: &#8222;Ihn, der von keiner S\u00fcnde wu\u00dfte,<br>hat er f\u00fcr uns zur S\u00fcnde gemacht&#8220;, um seinen g\u00f6ttlichen Zorn,<br>den so viele Verbrechen heraufbeschworen, auf Dich zu laden.<br>O mein Heiland, wer kann das innerliche Erschaudern,<br>das verzweifelte Ringen Deiner heiligsten Seele beschreiben,<br>als Du Dich mit dieser S\u00fcndenschande beladen sahest? Du bist die Unschuld selbst,<br>auch inmitten der Schuld, und kannst auch nicht durch den geringsten Hauch der S\u00fcnde befleckt werden.<br>Wer vermag den Schmerz Deines heiligsten Herzens zu ermessen,<br>als Du erbarmungslos den zermalmenden Schl\u00e4gen der g\u00f6ttlichen Gerechtigkeit preisgegeben wurdest?<br>Hier ging das Wort des Propheten an Dir in Erf\u00fcllung: &#8222;Er ist zermalmt worden wegen unserer S\u00fcnden.&#8220;<br>Tiefe Besch\u00e4mung erf\u00fcllte mich, O Jesus, ob meiner zahllosen S\u00fcnden!<br>Ach, dass ich so sp\u00e4t erst erkenne, wie verabscheuungsw\u00fcrdig sie sind,<br>wie wehe sie Deinem heiligsten Herzen tun! Ich bereue es, Dich beleidigt zu haben;<br>nie m\u00f6ge dieser Schmerz aus meinem Herzen weichen. Er soll dauern, solange ich lebe;<br>ich will ihn mit mir nehmen ins Grab. Ach, dass er so lebendig, so gewaltig und bitter w\u00e4re,<br>dass ich lieber sterben m\u00f6chte, als Dich je wieder mit einer freiwilligen S\u00fcnde zu betr\u00fcben.<br>V. Herz Jesu, Schlachtopfer f\u00fcr die S\u00fcnden der Welt,<br>A. Erbarme Dich unser.<br>V. Schone o Herr, schone Deines Volkes.<br>A. Z\u00fcrne uns nicht in Ewigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=10756\">Reuegebet<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zweite Ursache: Jesu bitteres Leiden<\/strong><br><br>Die S\u00fcnden, mit denen Du, o g\u00f6ttlicher Heiland, Dich beladen siehst, sind nicht die einzige Ursache Deines qualvollen Todeskampfes.<br>Auch Dein bevorstehendes bitteres Leiden und Sterben verursacht Dir bereits im \u00d6lgarten eine Seelenpein,<br>die sich bis zur Todesnot steigert.<br>Alle Einzelheiten dieses schmerzlichen Leidens sind Deinem allsehenden Auge in ihrer ganzen Bitterkeit gegenw\u00e4rtig,<br>so dass Du schon jetzt aufs tiefste alle Qualen alle Verdem\u00fctigungen, alle Schmach und Pein empfindest, die Deiner harren.<br>Schon siehst Du im Geiste den treulosen J\u00fcnger auf dich zukommen zum Verr\u00e4terku\u00df&#8230;<br>die Rotte bewaffneter Soldaten, die sich an Deiner geweihten Person vergreifen, Dich binden und gefangen nehmen.<br>Du erlebst bereits die Flucht Deiner Apostel, die Verleugnung Petri &#8230; Wie weh tut das Deinem Herzen!<br>O liebster Jesus, ich will Dich tr\u00f6sten in Deinem Schmerz, will bei Dir bleiben, wenn alle Dich verlassen,<br>will Dich furchtlos vor den Menschen bekennen. Tief empfindest Du, g\u00f6ttlicher Heiland,<br>im Voraus die schmachvolle Behandlung der gottlosen Richter, den \u00a0ungerechten grausamen Backenstreich,<br>den ein roher Knecht Dir zu geben wagt, den Spott und Hohn, mit dem die Soldaten im Gef\u00e4ngnis Dich \u00fcberh\u00e4ufen.<br>Um dieser Verdem\u00fctigungen und L\u00e4sterungen willen erbarme Dich, o schuldloses Gotteslamm, jener stolzen Seelen,<br>die auch heute noch das Recht sich anma\u00dfen, Dich zu richten und zu verurteilen,<br>um ihren Hochmut zu rechtfertigen und ungehinderter der S\u00fcnde sich hingeben zu k\u00f6nnen!<br><br>Welch qualvolles Bild stellt sich Dir vor Augen, da Du, o mein Erl\u00f6ser, Dich zur blutigen Gei\u00dfelung verurteilt siehst!<br>Vor Schmerz zusammenzuckend, f\u00fchlt Du schon die grausamen Schl\u00e4ge Deiner Peiniger,<br>die Deinen heiligen Leib zerfleischen, bis er nur noch eine Wunde ist! Dein Blut,<br>der kostbare L\u00f6sepreis f\u00fcr unsere S\u00fcnden, rinnt zur Erde nieder<br>und wird von den rohen Henkersknechten mit F\u00fc\u00dfen getreten. &#8211;<br>O g\u00f6ttlicher Dulder, so furchtbar b\u00fc\u00dfest Du unsere S\u00fcnden der Ausschweifung, der Weichlichkeit und Opferscheu!<br>O lass Dein f\u00fcr mich an der Gei\u00dfels\u00e4ule vergossenes Blut das Heilsbad sein,<br>in das ich meine befleckte Seele untertauchte, damit sie gereinigt werde von allem, was Dir an mir mi\u00dff\u00e4llt.<br>Um Deine K\u00f6nigsw\u00fcrde zu verspotten, kr\u00f6nt man Dein heiliges Haupt, mit einer Krone von Dornen,<br>deren Spitzen, tief in die Schl\u00e4fen getrieben, Dir entsetzliche Schmerzen bereiten.<br>Man gibt Dir ein Rohr in die Hand und wirft einen schmutzigen Purpurmantel um Deine wunden Schultern.<br>&#8222;Sei gegr\u00fc\u00dft, K\u00f6nig der Juden&#8220;, rufen Dir sp\u00f6ttisch die Henkersknechte zu und beugen hohnlachend das Knie vor Dir.<br>O K\u00f6nig der Herzen, der Du unter solchen K\u00f6rper- und Seelenpeinen die Auflehnung jener s\u00fchnst,<br>die Deine K\u00f6nigsw\u00fcrde nicht anerkennen und sich nicht beugen wollen unter das milde Joch Deiner Gebote,<br>errichte Dir, ich bitte Dich, einen Thron der Liebe in meinem armseligen Herzen und herrsche darin f\u00fcr Zeit und Ewigkeit.<br>Nun wirst Du in Deinem erbarmungsw\u00fcrdigen Zustand zu Pilatus zur\u00fcckgef\u00fchrt und dem Volke gezeigt.<br>Aber keine mitleidige Seele weilt in Deiner N\u00e4he; Du bist allein in Deinem unsagbaren Schmerze&#8230;<br>An Dein Ohr klingt nur der Ruf der undankbaren, Volksmenge: &#8222;Hinweg mit ihm, kreuzige ihn, kreuzige ihn.<br>&#8222;Schweigend, gleich einem Lamm, das zur Schlachtbank gef\u00fchrt wird und seinen Mund nicht \u00f6ffnet,<br>l\u00e4sst Du alles \u00fcber Dich ergehen und nimmst das Kreuz auf Deine Schultern.<br>Dein himmlischer Vater hat es so vorherbestimmt; aus seinen H\u00e4nden empf\u00e4ngst Du es voll Ergebung,<br>voll Liebe, noch ehe die Schergen es Dir aufb\u00fcrden.<br>Die S\u00fcnden einer ganzen Welt machen es so schwer und dr\u00fcckend,<br>dass Du mehrmals auf dem Wege darunter zusammenbrichst. Auf Golgotha angekommen,<br>gehorchst Du willig Deinen Henkern, die Dich auf unmenschliche Weise annageln ans Kreuzesholz.<br>Da h\u00e4ngst Du nun, o g\u00f6ttliches Opferlamm, zwischen zwei Verbrechern am Kreuze erh\u00f6ht,<br>zu Deinen F\u00fc\u00dfen die h\u00f6hnende Volksmenge und Deine betr\u00fcbte Mutter,<br>deren Anblick Dein Herz schmerzlicher noch durchbohrt, als die grausamen N\u00e4gel Deine H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe.<br>Noch steht Dir die qualvolle Verlassenheit von Deinem himmlischen Vater bevor,<br>dann hauchst Du in Seine H\u00e4nde Dein Leben aus zu unserm ewigen Heile.<br>O Geheimnis der g\u00f6ttlichen Liebe f\u00fcr uns arme S\u00fcnder!<br>O guter Jesus, wie muss die Vorempfindung dieser unerme\u00dflichen Leiden Dich qu\u00e4len und peinigen,<br>da Zittern und Zagen Dich bef\u00e4llt, Dein Herz vor Furcht und Schrecken sich zusammenkrampft<br>und blutiger Angstschwei\u00df Dich \u00fcber und \u00fcber bedeckt, da Du eine Todesangst erleidest,<br>wie sie nie ein Mensch durchkostet hat! Mein Verstand ist zu schwach, mein Herz zu ohnm\u00e4chtig,<br>um Dein namenloses Leid zu fassen.<br>Ich kann nur anbetend vor Dir niederfallen, um Dir zu danken f\u00fcr das was Du f\u00fcr mich getan und gelitten,<br>und Dich bitten, wenigstens einen Funken Deines g\u00f6ttlichen Liebesfeuers in mein armes Herz fallen zu lassen,<br>damit es von inniger Gegenliebe zu Dir ergl\u00fche. Amen.<br>V. Wir beten Dich an, o Jesus, und benedeien Dich,<br>A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erl\u00f6st.<br>V. Schone, o Herr, schone Deines Volkes,<br>A. Und z\u00fcrne uns nicht in Ewigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=10754\">Litanei vom bitteren Leiden Jesu<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dritte Ursache:<\/strong><br><br>Die Nutzlosigkeit des Leidens und Sterbens Jesu f\u00fcr so viele Seelen.<br><br>Leiden ist schwer; aber umsonst leiden das ist furchtbar, das ist unaussprechlich.<br>Diesen Schmerz hast Du o g\u00f6ttlicher Heiland, im h\u00f6chsten Ma\u00dfe verkosten wollen.<br>Du siehst in den angstvollen \u00d6lbergstunden die Nutzlosigkeit Deines Opfertodes am Kreuze<br>f\u00fcr viele, viele Menschen voraus. Diese traurige Gewissheit f\u00fcllt den Kelch Deines Leidens mit Bitterkeit bis zum Rande,<br>sie durchbohrt Dein heiligstes Herz und h\u00e4tte es gebrochen vor Schmerz,<br>wenn Du nicht durch ein Wunder Deiner g\u00f6ttlichen Allmacht Dein Leben erhalten h\u00e4ttest,<br>um den Kelch der S\u00fchne f\u00fcr unsere S\u00fcnden bis zur Neige zu trinken.<br><br>Aus mitleidsvoller erbarmender Liebe willst Du, o Jesus, Deine Leben zum Opfer bringen;<br>und Du h\u00e4ltst Umschau nach den Fr\u00fcchten des bevorstehenden furchtbaren Leidens.<br>Aber ach, welch trostloses Bild stellt sich Deinem Geiste vor Augen!<br>Bist Du nicht bereit, Dich allen Schmerzen und Peinen zu unterziehen,<br>die die strafende Gerechtigkeit Gottes Dire zugedacht, um alle Menschen reinzuwaschen von ihren S\u00fcnden,<br>in allen Seelen das verunstaltende Ebenbild Gottes wiederherzustellen und allen den Himmel zu \u00f6ffnen?<br>Und doch siehst Du, wie Gott auch fernerhin gekr\u00e4nkt und beleidigt, wie auch in Zukunft S\u00fcnde auf S\u00fcnde,<br>Verbrechen auf Verbrechen geh\u00e4uft wird. Dein g\u00f6ttliches Auge schaut die vielen Millionen,<br>die Deine Erl\u00f6sungsgnade nicht achten, Dein kostbares Blut mit F\u00fc\u00dfen treten,<br>die sich trotz Deiner martervollen Hingabe und Aufopferung in den Abgrund der H\u00f6lle st\u00fcrzen,<br>wo sie ewig von Gott getrennt sein werden.<br>&#8222;Wo sind sie, die vielen, mit meinem Blute erkauften Seelen?&#8220; h\u00f6re ich Dich angstvoll und schmerzerf\u00fcllt ausrufen.<br>&#8222;Wo sind jene aus dem auserw\u00e4hlten Volke?<br>Wo die ungez\u00e4hlten Seelen der Heidenv\u00f6lker?<br>Wo so viele Christen, die der einzig wahren Kirche angeh\u00f6ren sollten?<br>Wo jene, die die Gnade hatten, in ihrem Scho\u00dfe geboren zu werden?<br>Wo sind meine Freunde, jene, von denen ich mit Recht eine besondere Liebe und Treue h\u00e4tte erwarten k\u00f6nnen?&#8220;&#8230;<br>So t\u00f6nt es angstvoll und herzzerrei\u00dfend von Deinen Lippen, o g\u00f6ttlicher Heiland!<br>Unbeschreiblich ist die Bitterkeit, die Du, o Jesus, empfindest beim Anblick dieser Seelen,<br>f\u00fcr die Dein Leiden und Sterben ewig nutzlos ist. Nur wer die unendliche Liebe Deines Herzens zu erfassen verm\u00f6chte,<br>k\u00f6nnte die Gr\u00f6\u00dfe des Schmerzes ermessen, den Du \u00fcber den Verlust dieser so treuen Seelen erduldet hast in jener \u00d6lbergnacht.<br>Dieses traurige Bild ist Dir schier unertr\u00e4glich.<br>Mit der ganzen Liebe Deines mitleidsvollen Erl\u00f6serherzens ringst Du mit der erz\u00fcrnten g\u00f6ttlichen Gerechtigkeit,<br>um sie zu bes\u00e4nftigen und Gnade f\u00fcr diese ungl\u00fccklichen Seelen zu erlangen.<br>Doch vergebens! Sie wollen ja nicht, weisen alle Gnaden zur\u00fcck und ziehen ein Leben kurzer, s\u00fcndiger Lust der ewigen Seligkeit vor.<br>&#8222;Umsonst&#8220;, klagst Du daher mit dem Psalmisten, &#8222;strecke ich meinen Arm aus, um die Seelen an mich zu ziehen;<br>sie widerstehen mir, sie wollen zugrunde gehen.&#8220; Da quillt reichlicher der Blutschwei\u00df aus Deinen Poren hervor,<br>und in Deiner Traurigkeit und Niedergeschlagenheit brichst Du in das immer flehentlicher Bittgebet aus:<br>&#8222;Mein Vater, wenn es m\u00f6glich ist, so gehe dieser Kelch an mir vor\u00fcber, doch nicht mein Wille geschehe, sondern der Deine.<br>&#8222;o s\u00fc\u00dfester Jesus hast Du in jenen angstvollen Stunden auch \u00fcber mich geweint,<br>auch meinetwegen mit dem himmlischen Vater gek\u00e4mpft, damit ich nicht zu den ewig Verlorenen geh\u00f6ren m\u00f6chte?<br>O, nimm mich lieber heute noch zu Dir ins Paradies, wenn Du voraussiehst, dass ich Dich eines Tages beleidige.<br>Das soll nimmermehr geschehen, o guter Heiland! Verleihe mir vielmehr die Gnade,<br>Dir Linderung zu bringen in Deinem Schmerz und Leid, Dein heiligstes Herz zu tr\u00f6sten f\u00fcr den Verlust der Seelen<br>und den schwarzen Undank der S\u00fcnder. O guter Jesus, o Liebe ohne Grenzen, ich will Dich lieben aus allen Kr\u00e4ften,<br>will aus Liebe zu Dir ein Apostel werden, um durch Gebet, Opfer und Leiden recht viele verirrte Schafe zu Dir,<br>dem guten Hirten der Seelen, zur\u00fcckzuf\u00fchren.<br>Himmlischer Vater, schaue hin auf das Antlitz Deines geliebten Sohnes und erbarme Dich all jener Seelen,<br>die er w\u00e4hrend der bitteren Todesangst geschaut, f\u00fcr die sein heiligstes Herz so viel Not und Pein gelitten.<br>Um der Verdienste Seines kostbaren Blutes willen lasse sie nicht l\u00e4nger in Finsternis und Unglauben,<br>in Verstocktheit und Lauheit dahinleben. Befreie sie von ihren S\u00fcndenketten und f\u00fchre sie alle der ewigen Seligkeit zu. Amen<br>V. F\u00fcr den Verlust der Seelen<br>A. Wollen wir Dich tr\u00f6sten, o Herr!<br>V. Schone, o Herr, schone Deines Volkes,<br>A. Und z\u00fcrne uns nicht in Ewigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=10752\">S\u00fchnegebet der Ehrenwache des Heiligsten Herzen Jesu<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Schlu\u00dfgebet:<br><br>Ich danke Dir, o g\u00f6ttlicher Heiland, f\u00fcr die mir in dieser Heiligen Stunde erwiesenen Gnaden. &nbsp;<br>M\u00f6ge das Andenken an Deine bittere Todesangst im \u00d6lgarten sich immer tiefer meiner Seele einpr\u00e4gen &nbsp;<br>und mich mit dem\u00fctiger Reue- und S\u00fchnegesinnung erf\u00fcllen sowie mit wahrer, opferbereiter Gegenliebe<br>zu Deinem von unendlicher Liebe zu uns entz\u00fcndeten Herzen.<br>Zum Beweise der Aufrichtigkeit meiner Gesinnungen spreche ich mit der heiligen Margareta Maria: &nbsp;<br>\u201eIch weihe und \u00fcbergebe hiermit dem heiligsten Herzen unseres Herrn Jesus Christus, meine Person,<br>mein Leben, meine Handlungen, M\u00fchseligkeiten und Leiden, &nbsp;<br>um mich in Zukunft ganz seiner Ehre und Verherrlichung zu weihen, Es ist mein fester und unwiderruflicher Entschlu\u00df,<br>ihm ganz anzugeh\u00f6ren, &nbsp;<br>alles aus Liebe zu ihm zu tun, und aus ganzem Herzen allem zu entsagen, was diesem g\u00f6ttlichen Herzen missfallen k\u00f6nnte. &nbsp;<br>Ich erw\u00e4hle also Dich, o heiligstes Herz Jesu, zum einzigen Gegenstand meiner Liebe, zum Besch\u00fctzer meines Lebens, &nbsp;<br>zur Sicherheit meines Heiles, zur St\u00fctze in meiner Schwachheit und Unbest\u00e4ndigkeit und zur sicheren Zufluchtsst\u00e4tte<br>in der Stunde meines Todes. &nbsp;<br>Sei also, o Herz der G\u00fcte, meine Vers\u00f6hnung bei Gott, Deinem Vater, und wende von mir ab, die Gei\u00dfel seines gerechten Zornes. &nbsp;<br>O Herz der Liebe, auf Dich setze ich mein ganzes Vertrauen, von meiner Bosheit und Schw\u00e4che bef\u00fcrchte ich alles,<br>aber von Deiner G\u00fcte hoffe ich auch alles. &nbsp;<br>So verzehre denn in mir alles, was Dir an mir missfallen oder widerstehen k\u00f6nnte. &nbsp;<br>Deine reine Liebe pr\u00e4ge sich so tief in meinem Herzen ein, dass ich Dich niemals vergessen noch jemals von Dir getrennt werden kann, &nbsp;<br>Ich beschw\u00f6re Dich bei Deiner unendlichen G\u00fcte, lass meinen Namen tief in Deine heiligstes Herz eingegraben sein, &nbsp;<br>denn all mein Gl\u00fcck und mein ganzer Ruhm soll darin bestehen, in Deiner heiligen Liebe zu leben und zu sterben.\u201c Amen.<br><br>(Zur Gewinnung des vollk. Ablasses ist ein Gebet nach der Meinung des Heiligen Vaters hinzuzuf\u00fcgen:<br>Vater unser&#8230; Gegr\u00fc\u00dfet seist Du Maria&#8230;)<br><br>Q: Die heilige Stunde Drei Andachten zu dem mit der Todesangst ringenden Herzen Jesu &nbsp;Imprimatur 1949<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Worte der Heiligen Schrift:<\/strong><br>Nach dem letzten Abendmahle ging Jesus mit seinen J\u00fcngern auf den \u00d6lberg, in einen Garten bei dem Landhause Gethsemani.<br>Da sprach er zu seinen J\u00fcngern:<br>\u201eSetzet euch hier nieder, w\u00e4hrend ich dorthin gehe und bete.\u201c Nur Petrus, Jakobus und Johannes nahm er mit sich.<br>Pl\u00f6tzlich fing er zu zittern und zu zagen an und sprach zu den Seinen:<br>\u201eMeine Seele ist zu Tode betr\u00fcbt; bleibt hier und wacht mit mir!\u201c<br><br>Dann ging er ein wenig weiter, fiel auf sein Angesicht nieder und betete:<br>\u201eAbba, Vater! Dir ist alles m\u00f6glich: nimm diesen Kelch von mir.<br>Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.\u201c<br><br><strong>Betrachtung:<\/strong><br>Versenke dich , meine Seele, recht tief in das Leiden und in die Liebe deines Herrn,<br>Du siehst ihn totenbleich, voll tiefer Traurigkeit \u00fcber deine S\u00fcnden, voll Bangen vor dem furchtbaren Gottesgericht, das \u00fcber die S\u00fcnde ergehen soll.<br>Dieses Gericht wird auf ihn niederbrechen, weil er unsere Schuld auf sich genommen hat unser S\u00fchneopfer werden will.<br>Lass ab von der S\u00fcnde.<br>Lass dich erf\u00fcllen mit heilsamer Furcht vor dem Gerichte Gottes.<br>Betrachte, wie Jesus sein bitteres Leiden mit einem Gebet beginnt<br>und wie er in seiner Verlassenheit nur bei seinem Vater im Himmel Trost und Hilfe sucht.<br>Sein inst\u00e4ndiges Flehen ist voll Ergebung in Gottes heiligen Willen.<br>In all deinen Anliegen und Leiden halte dich an das Gebet, denke an die Ergebung deines Heilandes und ahme sie nach!<br><br><strong>Gebet <\/strong>(alle zusammen):<br>Herr Jesus Christus! Lass uns dein heiliges, bitteres Leiden dankbar betrachten.<br>Erf\u00fclle unser Herz mit treuer Liebe zu dir und mit aufrichtiger Reue \u00fcber unsere S\u00fcnden.<br>In Versuchungen und Leiden wollen wir deiner Todesangst am \u00d6lberg gedenken, im Gebet wollen wir Kraft und Trost suchen<br>und uns ganz in den Willen deines Vaters ergeben.<br>Um diese Gnade bitten wir dich, durch die Verdienste deiner ersten Leidensstunde.<br>Aus einem alten Gotteslob<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbereitungsgebet:O liebevollster Erl\u00f6ser!Ich komme zu Dir, um diese Heilige Stunde, die Du einst von Deiner treuen Braut, der hl. Margareta Maria, erbeten hast, &nbsp;in Vereinigung mit Deinem Todesangst leidenden Herzen zuzubringen. 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