{"id":10984,"date":"2022-07-26T14:02:56","date_gmt":"2022-07-26T14:02:56","guid":{"rendered":"http:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=10984"},"modified":"2022-07-26T14:02:56","modified_gmt":"2022-07-26T14:02:56","slug":"auffallende-heilung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=10984","title":{"rendered":"Auffallende Heilung"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>Dicht unter der lieblichen Marienstatue konnte man t\u00e4glich diesen eigenartigen Menschen sehen, der sich Robert Rainer nannte, und, wie man so sagt, ein Einzelg\u00e4nger, eine Art Sonderling war. Er war durchaus nicht immer schon so gewesen.<br>Ein gar fr\u00f6hlicher Kamerad im Kreise der andern, f\u00fcr jeden Scherz zu haben, voll spr\u00fchendem Lebenswillens und immer bester Laune, so war er damals, im Jahre 1939,<br>als das gro\u00dfe Ringen begonnen, ins Feld gezogen.<br>Als gebrochener war er wiedergekehrt.<br>Eine Kugel war in seinen Kopf gedrungen, die man \u2013 weil zu riskant \u2013 nicht herausoperieren konnte.<br>Seit dieser Verwundung war Robert Rainer traurig, in sich verschlossen und gedr\u00fcckt.<br>Es war kein Wunder nach all dem, was einer da drau\u00dfen mitgemacht haben mochte und die behindernde Kugel im Kopfe trug ein \u00fcbriges dazu bei, ihn tr\u00fcbe zu stimmen.<br>Nun hier in der Kirche f\u00fchlte er sich wohl.<br>Er hatte immer schon, von Kindheit auf, eine zarte, innige Liebe zur allerseligsten Jungfrau im Herzen getragen, und jetzt, da er sich krank und elend f\u00fchlte,<br>fl\u00fcchtete er sich mehr noch als in gesunden Tagen unter die Fittiche der himmlischen Frau.<br>Wie verinnerlichend und beseligend war doch dieser Aufenthalt in der Kirche! Hier war Robert Rainer gl\u00fccklich, hier verga\u00df er auf die Kugel in seinem Gehirn,<br>hier verga\u00df er, dass er durch sie so weltfremd und einsam geworden war.<br>Hei\u00dfe Sto\u00dfgebete und fromme Liebesseufzer stiegen zur Madonna empor.<br>Er dachte nicht daran, dass er im Grunde ein Invalide geworden war; denn seit seiner Verwundung strengte ihn jede Arbeit so merkw\u00fcrdig an, er erm\u00fcdete so rasch.<br>Er hatte seinen fr\u00fcheren Beruf als Diener in einem gro\u00dfen Warenhaus auch aufgeben wollen, aber weil er immer so flei\u00dfig und t\u00fcchtig gewesen, behielt man ihn auch jetzt, obwohl er kaum die H\u00e4lfte von dem zu leisten imstande war, was er fr\u00fcher geschafft hatte.<br><br>Als er wieder einmal wunschlos zu F\u00fc\u00dfen der heiligen Jungfrau sa\u00df, geschah etwas schreckliches:<br>Aus v\u00f6llig unbekannter Ursache neigte sich die Statue pl\u00f6tzlich und st\u00fcrzte mit aller Wucht auf den Beter, der ihr so nahe weilte.<br>Himmel, was war das f\u00fcr ein Schmerz im Kopfe! Rainer fiel in tiefe Bewusstlosigkeit.<br>Als er wieder zu sich kam, befand er sich in einem Krankenhaus und ein freundlicher Arzt redete ihm zu, sich ganz ruhig zu verhalten, er werde bald wieder ganz gesund sein.<br>Es war derselbe Arzt, der ihn schon vor Jahren untersucht und erkl\u00e4rt hatte, dass er die Kugel nicht entfernen k\u00f6nne.<br>Tage vergingen und Robert Rainer f\u00fchlte sich mit jedem Tag besser. Ganz eigenartig war das. Er f\u00fchlte sich wirklich mit jedem Tag besser. Ganz eigenartig war das.<br>Er f\u00fchlte sich immer mehr so, wie er sich vor seiner Verwundung gef\u00fchlt hatte.<br>Die Schwere im Kopfe war gewichen, die melancholischen Gef\u00fchle und Gedanken, die ihn fr\u00fcher bewegt hatten, hatten seiner alten Lebensfreude und seinem frohen, unbeschwerten Sinn von einst Platz gemacht.<br>Endlich ging es ihm so pr\u00e4chtig, wie er nie gedacht hatte, dass es ihm gesundheitlich jemals wieder h\u00e4tte gehen k\u00f6nnen.<br>Da berichtete ihm der Doktor, dass er, Rainer, mit einer argen Platzwunde am Kopf ins Spital eingeliefert worden w\u00e4re.<br>Eine rasch gemachte R\u00f6ntgenaufnahme habe gezeigt, dass die Kugel, die er vom Kriege abbekommen, durch den Aufprall der Statue aus ihrer fr\u00fcheren Lage, aus welcher sie wegen hundertprozentiger Lebensgefahr f\u00fcr den Patienten hatte nicht entfernt werden k\u00f6nnen, herausgedr\u00e4ngt worden und in mehr \u00e4u\u00dfere Gehirnpartien gelangt war, wo es leicht erschien, sie herauszunehmen. Dies sei denn auch bereits geschehen.<br>Die in der Kirche erlittene Verletzung w\u00e4re sein gr\u00f6\u00dftes Gl\u00fcck gewesen; denn ohne den Aufprall des Standbildes w\u00e4re er wohl sein Lebtag die so sehr dr\u00fcckende und seinen ganzen Kreislauf behindernde Kugel nicht mehr losgeworden. Gl\u00fccklich kehrte er also der v\u00f6llig Geheilte wieder in die Gemeinschaft der anderen zur\u00fcck, so gesund wie je zuvor und im Vollbesitz seiner Arbeitsf\u00e4higkeit!<br>Die himmlische Mutter wei\u00df eben immer zu helfen. Und wenn es zuweilen auch anfangs so aussieht, als w\u00e4re es jetzt noch schlimmer gekommen, gerade da hilft sie oft am meisten!<br><br>Q: Die sch\u00f6nsten Mariengeschichten Nr. 10 v. H. H. Pfr. Harrer<br>(mit seiner frdl. Erlaubnis)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Dicht unter der lieblichen Marienstatue konnte man t\u00e4glich diesen eigenartigen Menschen sehen, der sich Robert Rainer nannte, und, wie man so sagt, ein Einzelg\u00e4nger, eine Art Sonderling war. 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