{"id":11000,"date":"2022-07-26T14:25:04","date_gmt":"2022-07-26T14:25:04","guid":{"rendered":"http:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=11000"},"modified":"2022-07-26T14:25:04","modified_gmt":"2022-07-26T14:25:04","slug":"der-freigebige-gaertner","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=11000","title":{"rendered":"Der freigebige G\u00e4rtner"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein alter, freundlicher G\u00e4rtner war sehr wohlt\u00e4tig gegen die Armen.<br>Manches St\u00fcck Geld, f\u00fcr das er sich ein sch\u00f6neres Kleid, zierlicheres Hausger\u00e4t<br>oder irgendein Vergn\u00fcgen h\u00e4tte verschaffen k\u00f6nnen, gab er den Notleidenden, die ihn um Hilfe ansprachen.<br>Dabei sagte er gew\u00f6hnlich: \u201eJe nun, ich muss wieder ein \u00c4pfelein \u00fcber den Zaun werfen!\u201c<br><br>Man fragte ihn einmal, was er mit den sonderbaren Worten sagen wolle.<br>Da erz\u00e4hlte der G\u00e4rtner:<br>\u201eIch rief einst einige Kinder in meinen Baumgarten, erlaubte ihnen, von dem Obste, das unter den B\u00e4umen lag, so viel zu essen, als sie wollten, verbot ihnen aber, etwas davon in die Tasche zu schieben und mit sich zu nehmen. Ein Knabe war jedoch so listig und warf einige der sch\u00f6nsten \u00c4pfel \u00fcber den Zaun, um sie dann wieder zu finden.<br>Der Knabe handelte allerdings, gleich dem Haushalter im Evangelium, sehr schlecht, und ich lie\u00df ihn deshalb nie mehr in meinen Garten.<br>Allein wie die Biene aus mancher giftigen Tat etwas Gutes zieht, so lernte ich aus dieser b\u00f6sen Tat etwas Gutes.<br>Sieh, mir fiel ein, es ist mit uns Menschen in der Welt wie mit den Kindern in diesem Garten.<br>Wir d\u00fcrfen die G\u00fcter dieser Welt zwar gebrauchen, aber nichts davon mitnehmen.<br>Was wir aber davon den Armen geben, das werfen wir gleichsam \u00fcber den Gartenzaun<br>und wir werden es einmal jenseits des Zaunes \u2013 in der Ewigkeit wiederfinden.\u201c<br>Was wir dahier den Armen geben,<br>bleibt aufbewahrt f\u00fcr jenes Leben.<br>(von Christoph von Schmid\u2020 3. September 1854 in Augsburg &#8211;<br>von diesem Priester stammt auch das Weihnachtslied &#8222;ihr Kinderlein kommet&#8220;)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein alter, freundlicher G\u00e4rtner war sehr wohlt\u00e4tig gegen die Armen.Manches St\u00fcck Geld, f\u00fcr das er sich ein sch\u00f6neres Kleid, zierlicheres Hausger\u00e4toder irgendein Vergn\u00fcgen h\u00e4tte verschaffen k\u00f6nnen, gab er den Notleidenden, die ihn um Hilfe ansprachen.Dabei sagte er gew\u00f6hnlich: \u201eJe nun, &hellip; <a href=\"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=11000\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":10792,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-11000","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11000","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11000"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11000\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11001,"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11000\/revisions\/11001"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/10792"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11000"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}