{"id":11088,"date":"2022-07-28T14:42:13","date_gmt":"2022-07-28T14:42:13","guid":{"rendered":"http:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=11088"},"modified":"2022-07-28T14:42:13","modified_gmt":"2022-07-28T14:42:13","slug":"frevel-gegen-das-heiligste-sakrament","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=11088","title":{"rendered":"Frevel gegen das Heiligste Sakrament"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Die Franz\u00f6sische Revolution war eine Zeit mannigfacher Verbrechen.<br>Mord und Diebstahl, Niederbrennen und Pl\u00fcnderung der Gottesh\u00e4user, Verfolgung der Gl\u00e4ubigen schien manchen eine Heldentat.<br>Die Gottlosigkeit machte keinen Halt an den franz\u00f6sischen Grenzen, sondern hatte sehr nachteilige Wirkungen auf viele benachbarte L\u00e4nder.<br>In der Schreckenszeit des Jahres 1793 zog ein franz\u00f6sisches Regiment durch ein italienisches Dorf, als ein furchtbarer Sturm w\u00fctete.<br>B\u00e4ume wurden entwurzelt und D\u00e4cher abgedeckt. Es regnet in Str\u00f6men.<br>V\u00f6llig durchn\u00e4sst drang ein Trupp Soldaten in die alte Dorfkirche ein, um Schutz zu suchen vor den tobenden Elementen.<br>Fluchend und schreiend lie\u00dfen sich die Revolution\u00e4re im geweihten Raum nieder und warfen Waffen und Gep\u00e4ck neben sich zu Boden.<br>Ihnen galt die Kirche gerade soviel, wie jedes andere Lokal.<br>Jedermann h\u00e4tte gewi\u00df eine Ruhepause gerne geg\u00f6nnt, wenn sie dem heiligen Ort die schuldige Ehrfurcht entgegengebracht h\u00e4tten.<br>Doch welch lautes Fluchen und Verw\u00fcnschungen!.<br>\u201eWein her, Wein her!\u201c befahl einer&#8230; Und Becher!\u201c schrie ein anderer.\u201c Ich habe Durst!\u201c<br>Volle Weinkessel wurden herumgeboten, doch jeder der ein Glas verlangt hatte, war nicht gewillt darauf zu warten.<br>Er sprang fluchend zum Altar hin, riss gewaltsam die Tabernakelt\u00fcr auf, ergriff das hostiengef\u00fcllte Ziborium und sch\u00fcttete die geweihten Hostien auf den Kirchenboden.<br>Dann zeigte er seinen gottlosen Kameraden triumphierend den Kelch, aus dem er zu trinken gedachte.<br>Doch kaum tauchte er den Speisekelch in den Weinkessel, um ihn zu f\u00fcllen, st\u00fcrzte er vor aller Augen tot zu Boden.<br>Wie einst dem gottlosen, betrunkenen K\u00f6nig die schreibende Hand an der Wand das Strafgericht Gottes ank\u00fcndigte, so traf auch diesen Frevler die strafende Hand Gottes f\u00fcr seinen h\u00f6hnischen Missbrauch eines geweihten liturgischen Gef\u00e4\u00dfes.<br>Und zum unverkennbaren Zeichen, dass Gott selbst die Heiligkeit des geweihten Kirchenraumes und der geweihten Ger\u00e4te geachtet wissen will, blieb dem toten Soldaten das gesch\u00e4ndete Ziborium so fest in der erstarrten Hand haften, dass keiner der best\u00fcrzten, starken Kameraden ihm das heilige Gef\u00e4\u00dfe zu entwinden vermochte.<br>Man musste den Dorfgeistlichen herbeirufen.<br>Ihm gelang es ohne jede Schwierigkeit, den entweihten Speisekelch der Hand des Toten abzunehmen.<br>F\u00fcr alle anderen Soldaten war dies eine furchtbare, jedoch sehr heilsame Lehre.<br>Solch pl\u00f6tzliche Strafen verh\u00e4ngt Gott nur selten.<br>Sie sind eigentlich eine Gunst der g\u00f6ttlichen Barmherzigkeit, denn dem gestraften, verstockten S\u00fcnder ist dadurch die Gelegenheit genommen,<br>seine Seele durch weitere schwere S\u00fcnden zu belasten.<br>Die Augenzeugen kommen aber dadurch zur notwendigen Besinnung und Besserung.<br>Unser ganzes Verhalten im Gotteshaus soll tiefste Ehrfurcht, festen Glauben und kindliche Liebe zum Ausdruck bringen.<br>Q: \u201eDer Pelikan\u201c, Feldkirch 1895<\/td><\/tr><tr><td><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Franz\u00f6sische Revolution war eine Zeit mannigfacher Verbrechen.Mord und Diebstahl, Niederbrennen und Pl\u00fcnderung der Gottesh\u00e4user, Verfolgung der Gl\u00e4ubigen schien manchen eine Heldentat.Die Gottlosigkeit machte keinen Halt an den franz\u00f6sischen Grenzen, sondern hatte sehr nachteilige Wirkungen auf viele benachbarte L\u00e4nder.In der &hellip; <a href=\"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=11088\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":10792,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-11088","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11088","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11088"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11088\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11089,"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11088\/revisions\/11089"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/10792"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11088"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}