{"id":11102,"date":"2022-07-29T11:29:59","date_gmt":"2022-07-29T11:29:59","guid":{"rendered":"http:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=11102"},"modified":"2022-07-29T11:29:59","modified_gmt":"2022-07-29T11:29:59","slug":"beim-tabernakel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=11102","title":{"rendered":"Beim Tabernakel"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein liebes Pl\u00e4tzchen hab&#8216; ich<br>Auf Gottes weiter Welt,<br>wo es vor allen andern<br>Am besten mir gef\u00e4llt;<br>Da h\u00e4tte ich so gerne<br>Ein H\u00fcttchen mir erbaut;<br>Beim stillen Tabernakel,<br>Da ist das Pl\u00e4tzchen traut.<br><br>Oft hat&#8217;s mich hingezogen<br>So stark und doch so mild,<br>Und ach, ich lie\u00df dies Sehnen<br>Oft leider unerf\u00fcllt!<br>O Jesus, liebster Jesus,<br>Wie konnte dies nur sein,<br>Im stillen Tabernakel<br>Lie\u00df ich Dich ganz allein!<br><br>Doch sieh, er hat gesieget,<br>Der dort verborgen ruht,<br>Er hat dies Herz gefesselt<br>Durch seiner Liebe Glut,<br>Er hat besiegt mein Jesus<br>In mir den kalten Sinn:<br>Ja vor dem Tabernakel<br>m\u00f6cht&#8216; sterben ich f\u00fcr ihn!<br><br>O wenn ich dorten weile<br>Im heii&#8217;gen Hochgenuss,<br>Dann bietet er ganz g\u00fctig<br>Mir seine liebe Gru\u00df.<br>Ich staune wie mein Jesus<br>Die S\u00fcnd&#8216; so ganz vergisst;<br>Ja, hier beim Tabernakel<br>F\u00fchl&#8216; ich was Liebe ist.<br><br>Und bin ich arm und d\u00fcrftig.<br>Und fehlet Gnade mir,<br>Ich wei\u00df, wo ich sie finde:<br>Ich eile, Herr, zu Dir!<br>Du kennest mich, mein Jesus,<br>Und hilfst in Not mir gleich;<br>Ja dort beim Tabernakel<br>Bin ich unendlich reich.<br><br>Und bin ich krank und elend.<br>Und brauche ich Arznei,<br>So wei\u00df ich, dass beim Heiland<br>F\u00fcr mich die Beste sei.<br>Es reicht sie mir mein Jesus<br>zur sel&#8217;gen Morgenstund;<br>Vor seinem Tabernakel,<br>Da bin ich bald gesund.<br><br>Und wenn man mich gekr\u00e4nket,<br>Wenn ich betr\u00fcbet bin,<br>So trag&#8216; ich meinen Kummer<br>Zu ihn ganz kindlich hin.<br>Ich f\u00fchl&#8216; es wohl mein Jesus,<br>Du weilst und wirkest hier,<br>Denn aus dem Tabernakel<br>St\u00f6mt starker Trost zu mir.<br><br>Hab ich in meinen K\u00e4mpfen<br>Gesiegt f\u00fcr meinen Herrn,<br>Dann eil&#8216; ich zu ihm freudig,<br>Das k\u00fcn&#8217;ich ihm so gern.<br>Und sieh&#8216; der gute Jesus,<br>Er harret meiner schon,<br>Und aus dem Tabernakel<br>Reicht er mir s\u00fc\u00dfen Lohn!<br><br>Schwankt&#8216; ich in meinem Zweifel<br>Und find&#8216; den Ausweg nicht,<br>Ich wei\u00df wer mich belehret<br>Treu \u00fcber meine Pflicht:<br>Ich eil&#8216; zu meinem Jesus,<br>Der innig lieb mich hat,<br>Und bei dem Tabernakel<br>Find&#8216; ich stets guten Rat.<br><br>Und wenn ich, ganz ersch\u00f6pfet,<br>Von der getanen Pflicht,<br>Am Abend m\u00f6chte ruhen-<br>Eins doch vergess&#8216; ich nicht:<br>Ich geh&#8216; zu meinem Jesus,<br>Der n\u00e4chtlich f\u00fcr mich wacht;<br>Beim stillen Tabernakel<br>Sag&#8216; ich ihm &#8222;Gute Nacht&#8220;<br><br>Und kommt der letzte Abend,<br>Und kann ich nicht mehr hin,<br>So wird er selbst in Liebe<br>Zu seinem Kinde ziehn,<br>Ja Jesus, liebster Jesus,<br>Ich kam so oft zu Dir,<br>Komm dann vom Tabernakel<br>Du tr\u00f6stend auch zu mir.<br><br>Und hab&#8216; ich einst vollendet,<br>Bin starr im Tode schon,<br>Dann f\u00fchre meine Seele<br>Hinauf vor Gottes Thron:<br>Nimm auf in deine Arme,<br>Herr Jesus dann Dein Kind.<br>Dass, wie beim Tabernakel,<br>Auf ewig eins wir sind.<br>(200 Tage Ablass. Pius x 19. 12 1904)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein liebes Pl\u00e4tzchen hab&#8216; ichAuf Gottes weiter Welt,wo es vor allen andernAm besten mir gef\u00e4llt;Da h\u00e4tte ich so gerneEin H\u00fcttchen mir erbaut;Beim stillen Tabernakel,Da ist das Pl\u00e4tzchen traut. 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