{"id":11125,"date":"2022-08-08T11:31:32","date_gmt":"2022-08-08T11:31:32","guid":{"rendered":"http:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=11125"},"modified":"2022-08-08T11:34:28","modified_gmt":"2022-08-08T11:34:28","slug":"vor-der-heiligen-kommunion","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=11125","title":{"rendered":"Vor der heiligen Kommunion"},"content":{"rendered":"\n<p>Dem\u00fctige dich tief vor Gott. Entsage allen deinen verderbten Neigungen und eigenen Vorbereitungen, wie gut sie deiner Eigenliebe auch erscheinen m\u00f6gen. Erneuere deine Hingabe mit den Worten: Tuus totus ego sum et omnia mea tua sunt, ich bin ganz dein, teuerste Herrin, mit allem, was ich habe. Bitte diese gute Mutter, dir ihr Herz zu leihen, um in ihm ihren Sohn mit den Gesinnungen ihres Herzens empfangen zu k\u00f6nnen. Sage ihr, dass es der Ehre ihres Sohnes nicht entspreche, in dein beflecktes und unbest\u00e4ndiges Herz zu kommen, das seine Ehre nur beeintr\u00e4chtigen \u00a0k\u00f6nne und nur zu leicht in Gefahr gerate, ihn wieder zu verlieren. Ganz anders w\u00e4re es, wenn sie zu dir kommen und \u00a0bei dir Wohnung \u00a0nehmen w\u00fcrde, um ihren Sohn zu empfangen. Sie k\u00f6nne das ohne weiteres bei der Herrschaft, welche sie \u00fcber die Herzen besitze, und ihr Sohn w\u00fcrde dann von ihr geziemend empfangen werden ohne Gefahr, entehrt oder wieder verdr\u00e4ngt zu werden: Deus in medio ejus, non commovebitur ( Ps. 45,6), Gott ist in ihrer Mitte, sie wird nicht wanken. Sage ihr auch mit dem\u00fctigem Vertrauen, dass alles, was du ihr bisher von deinen G\u00fctern geschenkt hast, zu wenig sei, um sie gen\u00fcgend zu ehren, du habest daher das Verlangen, ihr durch die heilige Kommunion dasselbe Geschenk zu machen, das sie vom ewigen Vater erhalten habe, du k\u00f6nntest sie dadurch mehr ehren, als wenn du ihr alle G\u00fcter der Welt schenken w\u00fcrdest; auch Jesus, der sie einzig liebe, verlange noch immer, in ihr seinen Wonneaufenthalt zu nehmen und Ruhe zu finden. Zu ihr werde er gerne kommen, wenn sie in deiner Seele weile, die unreiner und armseliger sei, als der Stall zu Bethlehem, in den er auch gern gekommen sei, weil Maria dort war. Bitte sie mit z\u00e4rtlichen Worten, sie m\u00f6ge dir ihr Herz schenken: Accipio te in mea omnia; praebe mihi cor tuum, O Maria! Ich nehme dich auf in mein Eigentum; schenke mir dein Herz, O Maria!<br><br><strong>Vor der heiligen \u00a0Kommunion!<\/strong><br>O Wunder der Liebe! Auf das Wort des Priesters ist das Lamm Gottes, der anbetungsw\u00fcrdige Jesus, der Sohn der Jungfrau Maria, von seinem himmlischen Thron herabgestiegen, um sich uns zu schenken, ganz und gar. Der Glaube zeigt mir tausende von Engeln, welche in seine Gegenwart versunken, sich bald auch mir zuwenden werden, um ihn in meinem Herzen anzubeten.<br><br><strong>GEBET \u00a0ZU \u00a0MARIA \u00a0UM \u00a0DEMUT, \u00a0REINHEIT, \u00a0LIEBE \u00a0UND \u00a0VERTRAUEN!<\/strong><br><br>O mein s\u00fc\u00dfer Erl\u00f6ser, wie ist es m\u00f6glich, dass Du Dich mit einem so geringen und armseligen Gesch\u00f6pfe, wie ich bin, vereinigen willst! Gab es je eine Verbindung zwischen zwei so ungleichen Personen? \u00a0Du bist alles, und ich bin nichts; Du bist der Reichtum und ich die Armut; Du bist die Heiligkeit und ich ein S\u00fcnder; Du bist die G\u00fcte, die Sanftmut, Liebe, Reinheit, und ich bin K\u00e4lte, H\u00e4rte, Bosheit und mit so vielen S\u00fcnden befleckt\u2026 Wie war mein Leben bis jetzt? Wie kalt, lau und undankbar!&#8230; Ach, die S\u00fcnde hat in mir alles verdorben und angesteckt.<br>O mein Gott, welch einen Abgrund von Elend sehe ich in meinem Herzen! Wie ohnm\u00e4chtig bin ich, Dir in meiner Seele eine w\u00fcrdige Wohnung zu bereiten! Ach, ich besitze nichts und kann aus mir selbst den Glauben, die Demut, das Vertrauen, die Liebe, die inbr\u00fcnstige Sehnsucht, welche Du mit Recht von mir erwarten kannst, nicht darbringen. Wie unvollkommen und Deiner unw\u00fcrdig ist meine Vorbereitung<br>Verla\u00df mich gleichwohl nicht, O liebensw\u00fcrdigster Jesus! Siehe, ich entsage mir selbst und allem, was b\u00f6ses in mir ist, und es reut mich von Herzen, Dich, das h\u00f6chste Gut, je beleidigt zu haben. Ich nehme aber die Zuflucht zu derjenigen, welche Du immer geliebt hast und welche Du immer lieben wirst: Maria, Deine Mutter, welche Du auch mir zur Mutter gegeben hast, wird Dich selbst in meinem Herzen mit Deiner w\u00fcrdigen Gesinnung empfangen.<br>O himmlische Jungfrau, Herrin meines Herzens, ich wiederhole in diesem Augenblick aus dem tiefsten Grunde meiner Seele die volle Hingabe, mit welcher ich mich \u00a0Dir mit allem, was ich bin und habe, geweiht habe. Ja, ich geh\u00f6re Dir ganz an, aber auch Du geh\u00f6rst mir an. Jesus, Dein Sohn, den ich empfangen werde, hat Dich mir zur Mutter gegeben, und ich habe Dich zu meiner Mutter und Herrin erw\u00e4hlt. Nun siehe, ich soll das Heiligtum Jesu werden! Aber welch traurige Wohnung muss ich dem K\u00f6nig des Himmels bieten! Ach, ich wage nicht, ihm die T\u00fcre meines so s\u00fcndhaften, unbest\u00e4ndigen, liebelauen Herzens zu \u00f6ffnen. Deswegen musst Du, O gute Mutter, ihn in mir empfangen und ihm zur Wohnung dienen; und findet seine Wonne bei Dir \u00fcberall, wo Du bist, sogar im Stalle zu Bethlehem. Obgleich meine Seele noch armseliger ist, als dieser Ort, so wird es ihm dort doch vorz\u00fcglich gefallen, wenn er daselbst seine geliebte Mutter findet. Komme also, und setze Dein reines, heiliges, liebebrennendes Herz an die Stelle meines eisigen, schuldigen Herzens; schm\u00fccke mich mit Deinen Tugenden und Verdiensten. Jesus wird dann meine Seele so vorbereitet finden, wie Dich im Augenblick seiner Menschwerdung, und als Du ihn nach der Himmelfahrt in der heiligen Kommunion empfingst. Wie wird Jesus gerne seine Wohnung nehmen inmitten der \u00a0Lilien Deiner jungfr\u00e4ulichen Reinheit! Wie wird er geehrt und verherrlicht werden von Deiner demutsvollen Anbetung, von Deinem Preis und Lob! Welches Gl\u00fcck auch f\u00fcr mich, Dein Kind, dass ich Dir Jesus geben kann, das n\u00e4mliche Geschenk, welches Dir der ewige Vater am Tage der Menschwerdung gemacht hat! O h\u00e4tte ich alle Herzen und Seelen, um sie Dir zu geben! Doch ich habe mehr, ich habe den K\u00f6nig der Engel und Menschen und will ihn dir darbieten. In ihm und durch ihn werde ich dich w\u00fcrdig ehren, loben und dir danken k\u00f6nnen f\u00fcr so viele Gnaden , die du mir in meinem Leben erwiesen hast. Komm also, Maria, leihe mir dein Herz!<br><br><strong>Kurz vor der heiligen Kommunion.<\/strong><br><br>Ganz gesammelt in Maria und geschm\u00fcckt mit ihren Tugenden und Verdiensten wende dich mit Vertrauen an die drei Personen der anbetungsw\u00fcrdigen Dreieinigkeit.<br><br><strong>GEBET \u00a0ZUR \u00a0HEILIGEN \u00a0DREIFALTIGKEIT \u00a0VOR \u00a0DER \u00a0HEILIGEN \u00a0KOMMUNION<\/strong><br><br>An Gott den Vater. Ist es zu glauben, dass Du, O mein Gott, in diesem Augenblick mir dieselbe Gnade gew\u00e4hrst, die Du der allerseligsten Jungfrau gew\u00e4hrt hast? Ist es m\u00f6glich, dass Du gestattest, dass Dein Sohn, der wesenseins mit Dir ist, in meine Seele herabsteigt, um sich mit mir so innigst zu vereinigen? O wer bin ich, mein Gott, um so dem zu nahen, an dem Du Dein Wohlgefallen hast, ich, der ich mich so undankbar f\u00fcr Deine Wohltaten erwies und mit Gedanken besch\u00e4ftigt bin, die Deiner Liebe so entgegen sind! Doch mit Vertrauen erhebe ich mich und komme, O mein Gott, um Jesus, Deinen Sohn, zu empfangen; denn siehe, hier ist Maria, deren Tugenden Dich entz\u00fcckt haben, hier deine vielgeliebte Tochter, welche selbst Deinen Sohn in mir empfangen und ihm an meiner Stelle die schuldige Danksagung und Liebe erstatten will, deren ich unf\u00e4hig bin. Ich kleide mich mit ihrer Demut, ihrer Reinheit, ihrer Liebe und mit all ihren Tugenden; sie ist nach Jesus meine ganze Hoffnung bei Dir. Siehe nicht auf mich, sondern auf sie, die gesagt hat: Ich bin eine Magd des Herrn, mir geschehe nach Deinem Worte.<br><br>An Gott den Sohn. Wer bin ich, O Jesus! Du bist die ewige Weisheit, der Abglanz des Vaters, das Wort Gottes, durch welches alles erschaffen worden ist! \u2013 Und Du kommst zu mir, der ich Staub und Asche, ein aufr\u00fchrerisches Gesch\u00f6pf, ein S\u00fcnder bin? Ach, mit Petrus m\u00f6chte ich ausrufen: \u201e Gehe hinweg von mir, O Herr, denn ich bin ein s\u00fcndiger Mensch!\u201c Doch nein, gehe nicht hinweg von mir, O s\u00fc\u00dfester Jesus, komme vielmehr; denn siehe, hier ist Deine Mutter! Sie hat mein Inneres geschm\u00fcckt mit ihren Tugenden und Verdiensten. Erhebe Dich, O Herr, und nimm Wohnung im Herzen Mari\u00e4, mit dem das meinige ganz vereint ist; das ist Dein Paradies der Wonne, die heilige Bundeslade, wo du die Seelen heiligst. Ins heilige Herz Mari\u00e4 will ich Dich f\u00fchren, O Herr, wenn du zu mir kommst; dort will ich dich als meinen geliebten Bruder in den Armen meiner Mutter betrachten und Deine weisen Lehren h\u00f6ren; dort will ich Dir den Wein der reinsten Liebe und die Blumen der h\u00f6chsten Tugenden reichen.<br><br>An Gott den Heiligen Geist. Gott der Liebe, Kraft des Allerh\u00f6chsten, Heiliger Geist, ich bin nicht w\u00fcrdig, das Meisterwerk Deiner allm\u00e4chtigen Liebe zu besitzen, den Gottmenschen, f\u00fcr den Du Maria, Deine Braut, so rein und unbefleckt geschaffen und mit den h\u00f6chsten Tugenden geziert hast. Diese himmlische Jungfrau hat in der Stunde, wo Du sie \u00fcberschattest, mit g\u00f6ttlichem Glanz gestrahlt, und ich sollte nicht zittern, wo derselbe Jesus mir naht, ich, der ich so oft Deiner Gnade widerstrebt und ein so tr\u00e4ges und schuldbares Leben gef\u00fchrt habe? Aber siehe, O Heiliger Geist, hier ist Deine treue Braut, durch welche und in welcher Du abermals Jesus in meinem Herzen bilden willst; in sie habe ich mein ganzes Vertrauen gesetzt. Sie ist mit mir, und sie wird das Meisterwerk Deiner Liebe empfangen. O Heiliger Geist, siehe nicht auf meine Unw\u00fcrdigkeit, sondern auf die Tugenden Mari\u00e4! Komme also, Heiliger Geist, dorthin, wo Du Deine Braut findest, in mein Herz! Komm, Heiligmacher, in meine Seele, um daselbst das Reich Mari\u00e4 zu begr\u00fcnden, und um durch die dort Jesus zu bilden, so dass ich sagen kann: \u201e Nicht mehr ich lebe, sondern Jesus lebt in mir.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>(hl. Ludwig Maria Grignion v. Montfort)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dem\u00fctige dich tief vor Gott. Entsage allen deinen verderbten Neigungen und eigenen Vorbereitungen, wie gut sie deiner Eigenliebe auch erscheinen m\u00f6gen. 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