{"id":11837,"date":"2023-05-02T11:22:15","date_gmt":"2023-05-02T11:22:15","guid":{"rendered":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=11837"},"modified":"2025-05-06T10:07:23","modified_gmt":"2025-05-06T08:07:23","slug":"maiandacht-4-tag","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=11837","title":{"rendered":"Maiandacht &#8211; 4. Tag"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=11795\">Vorbereitungsgebet und Aufopferungsgebet<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Von der Bosheit der schweren S\u00fcnde<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol style=\"list-style-type:1\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Nur Gott allein erkennt die unendliche Bosheit der Tods\u00fcnde, weil nur Gott allein, der durch die S\u00fcnde beleidigt wird, sich selbst kennt. Je gr\u00f6\u00dfer der Beleidigte, und je geringer der Beleidiger, desto f\u00fcrchterlicher die Beleidigung. Gott ist die unendliche Majest\u00e4t, du bist ein geringer Erdenwurm. Gegen die g\u00f6ttliche Majest\u00e4t erhebst du dich, S\u00fcnder, k\u00fcndigst ihr den Gehorsam. Gott befiehlt: \u201eDas sollst du tun, das sollst du unterlassen;\u201c du S\u00fcnder antwortest: \u201eIch tue es nicht, ich unterlasse es nicht.\u201c<br><br>Du Erdenwurm, du H\u00e4uflein Staub und Asche, erhebst dich gegen den, in dessen Gewalt du jeden Augenblick stehst! O f\u00fcrchterliche Bosheit! Der S\u00fcnder beschimpft und verachtet Gott. Der \u00e4rmste Stra\u00dfenbettler wird nicht so erb\u00e4rmlich behandelt, als der liebe Gott vom S\u00fcnder. Er erkauft Gott um einen noch geringeren Preis, als drei\u00dfig Silberlinge: um eine Handbreit Erde, f\u00fcr etwas Kupfer, Gold oder Silber, f\u00fcr die Lust eines Augenblicks. Willst du aber die Bosheit der S\u00fcnde noch besser erkennen, gleichsam mit Augen sehen und mit H\u00e4nden greifen, so richte deinen Blick auf Jesus, der am Kreuze h\u00e4ngt. Es ist Gottes eingeborener Sohn, es ist der Herr der Heerscharen, der starke, unsterbliche, himmlische K\u00f6nig, der Allerreinste und Heiligste, den du, mit N\u00e4geln an den Schandpfahl des Kreuzes geheftet, zwischen zwei M\u00f6rdern erblickt. Wer hat nun dieses ungeheure Verbrechen vollbracht, wer hat den Unschuldigsten so grausam gemordet? Etwa die gottlosen Juden? Freilich, aber sie waren nur die Werkzeuge. Die S\u00fcnden, auch deine S\u00fcnden, haben diese abscheuliche Tat vollbracht. Bedenke ernstlich, o Seele: der Sohn Gottes litt von seinem Vater so entsetzliche Strafe, weil er mit deinen und der Welt S\u00fcnden beladen war. Siehst du, wie Gott die S\u00fcnde hasst, siehst du, wie er auch deine S\u00fcnden verabscheut? Wenn Gott seines eigenen Sohnes nicht schonte, weil er, ganz unschuldig, blo\u00df deine Schuld auf sich genommen, was f\u00fcr eine Strafe wird er f\u00fcr den bestimmen, der die S\u00fcnde selbst vollbracht hat, wenn er sich nicht bekehrt. <br><\/li>\n\n\n\n<li>Jesus, der Sohn Gottes, nahm die Schuld und Strafe der S\u00fcnde auf sich, um dich und alle Menschen in seinem Blute zu reinigen, mit Gott zu vers\u00f6hnen, vor der ewigen Verdammnis zu bewahren. Welch eine unermessliche Liebe hat dir Jesus dadurch erwiesen! Der K\u00f6nig starb f\u00fcr den Knecht, der gute Hirt f\u00fcr das treulose Schaf, der gute Vater f\u00fcr den ungeratenen Sohn; und du, o Seele, willst nicht aufh\u00f6ren, zu s\u00fcndigen, diesen K\u00f6nig, diesen guten Hirten und Vater durch deine S\u00fcnden immer aufs neue zu gei\u00dfeln, zu kreuzigen? Du verschwendest Jesu Blut, verachtest sein Beispiel, seine Gebote. O wie kannst du gleichg\u00fcltig bleiben \u00fcber deine S\u00fcnden und nicht von tiefem Schmerze zerknirscht werden. Sieh die scharfen N\u00e4gel und erwecke Reue!<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Blicke auf Maria! Sie ist ohne S\u00fcnde, so dass auf sie die Worte der heiligen Schrift passen: \u201eGanz sch\u00f6n bist du, meine Freundin, und es ist kein Makel an dir.\u201c Maria steht unter dem Kreuze, sie sieht ihren Sohn f\u00fcr die S\u00fcnden der Welt leiden, sie opfert zur S\u00fchnung deiner und der ganzen Welt S\u00fcnden ihr Liebstes bereitwillig hin, ihren Sohn, den sie liebte, wie nie eine Mutter ihr Kind geliebt hat, noch lieben wird, den sie liebte mit einer geheimnisvollen Liebe.<\/p>\n\n\n\n<p>O was hat das m\u00fctterliche Herz empfunden in diesem Augenblicke! Jeder Hammerschlag auf die N\u00e4gel, die Jesu H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe durchdrangen, zerriss das Mutterherz. Jeder Seufzer Jesu bei der Todesangst hallte wieder in der Mutterbrust. O wie hat Maria durch unserer S\u00fcnden wegen gelitten!<\/p>\n\n\n\n<p>Lasst und beten <strong>3 Ave Maria<\/strong>, um durch Maria die Bosheit der S\u00fcnde recht zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegr\u00fc\u00dfet seist du Maria \u2026<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bei Privatandachten kann auch nach den Worten \u201eJesus\u201c jedes Mal hinzugesetzt werden:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer uns die Bosheit und H\u00e4\u00dflichkeit der S\u00fcnde wolle recht erkennen lassen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>O g\u00fctigster Erl\u00f6ser, es reut mich \u00fcber alles, Dich beleidigt, Dir solche schreckliche Schmerzen zugef\u00fcgt zu haben. Verzeihe, ach verzeihe, o Jesus! Nimmermehr will ich wieder so grausam sein. Himmlischer Vater, um des Blutes Deines Sohnes willen erbarme dich meiner! O Maria, Zuflucht der S\u00fcnder, um der Todesangst willen, die du mit deinem sterbenden Sohne ausstandest, bitte ich dich, erlange mir wahre Reue \u00fcber meine S\u00fcnden und die Gnade, nie deinen Sohn schwer zu beleidigen. Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbereitungsgebet und Aufopferungsgebet Von der Bosheit der schweren S\u00fcnde Blicke auf Maria! 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