{"id":11890,"date":"2023-05-03T16:44:10","date_gmt":"2023-05-03T16:44:10","guid":{"rendered":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=11890"},"modified":"2023-05-04T04:41:31","modified_gmt":"2023-05-04T04:41:31","slug":"maiandacht-10-tag","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=11890","title":{"rendered":"Maiandacht &#8211; 10. Tag"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?page_id=11795\">Vorbereitungsgebet und Aufopferungsgebet<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Von der H\u00f6lle<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\">\n<li>Was ist die H\u00f6lle? Die H\u00f6lle ist ein ewiges Gef\u00e4ngnis zun\u00e4chst f\u00fcr die Seelen der Verdammten und nach dem j\u00fcngsten Tage auch f\u00fcr ihre Leiber. Das geheimnisvolle, \u00fcbernat\u00fcrliche Freuer brennt Seele und leib. Qualen aller Art sind hier vereinigt; ewiger Hunger, ewiger Durst, ewiges Heulen, ewiges Z\u00e4hneknirschen, ewige Verzweiflung, ein ewiger Tod, ohne zu sterben, ein ewiges sterben, ohne zu leben. Alle Sinne f\u00fchlen sich gequ\u00e4lt: die Augen durch den Anblick der Teufel, die Ohren durch Anh\u00f6ren der Verw\u00fcnschungen, der Gaumen durch Hunger und Durst, das Gef\u00fchl durch sengenden Feuerschmerz. Und bei all diesen Peinen kein Trost, keine Ruhe, keine Erquickung. Dazu kommt noch der Wurm des b\u00f6sen Gewissens, die Erinnerung an den so leichtsinnig verlorenen Himmel und die elenden Freuden der Welt und der Gedanke, durch eigene Schuld den Himmel verloren zu haben, durch eigene Schuld von Gott auf ewig getrennt und seiner beseligenden Anschauung beraubt zu sein, vielleicht wegen kurz dauernder Vergn\u00fcgungen, wegen frecher T\u00e4nze; wegen einer schamlosen Tracht, wegen einer kleinen Erdscholle, wegen einer erb\u00e4rmlichen Kleinigkeit, und damit nichts anderes gewonnen zu haben, als ewige Pein.<br><br><\/li>\n\n\n\n<li>Die allerschrecklichste Qual aber wird den Verdammten verursachen die Gewissheit, dass alle diese Schmerzen, alle diese Peinen ewig dauern werden, ohne Aufh\u00f6ren, ohne Ende, und dass sie also nie und nimmer der die Seligen so unendlich begl\u00fcckenden Anschauung Gottes werden teilhaftig werden. So lange Gott, der Allm\u00e4chtige, lebt und regiert, dauert die H\u00f6lle, also ewig. Der Riegel, welcher vor das H\u00f6llentor gezogen ist, hei\u00dft Ewigkeit, und niemand wird ihn \u00f6ffnen. Die Uhr wird keine Stunde mehr zeigen in der H\u00f6lle, sondern ihre Zeiger werden immer deuten auf die Ewigkeit, und die Glocke wird keine Stunde mehr schlagen, sondern immer und immer durchschallt es in der H\u00f6lle: Ewigkeit, Ewigkeit! Wenn ein Verdammter nur alle Millionen Jahre eine Tr\u00e4ne weinte, und ein Engel sammelte diese Tr\u00e4nen, und der Verdammte k\u00f6nnte so viel Tr\u00e4nen weinen, dass ein Meer daraus w\u00fcrde, so gro\u00df, um das Feuer der H\u00f6lle damit auszul\u00f6schen: o wie schrecklich lange m\u00fcsste dies w\u00e4hren! Und doch m\u00fcsste einmal die Zeit kommen, es m\u00fcsste einmal das Tr\u00e4nenmeer entstehen, damit aber w\u00e4re die Ewigkeit um keinen Augenblich verk\u00fcrzt, sie nimmt niemals ein Ende. Nach dem Gleichnis, das der Heiland erz\u00e4hlt, leidet der reiche Prasser schon fast zweitausend Jahre in der H\u00f6lle und seufzt vergeblich nach einem Wassertropfen, um seine gl\u00fchende Zunge zu k\u00fchlen, und ewig wird er fortbrennen und lechzen!<br>Schrecklich ist dieser Gedanke, aber verzweifeln wir nicht, wir haben einen barmherzigen Gott, wir haben einen Heiland, dessen Blut f\u00fcr uns um Vergebung schreit, wir haben Maria, die uns Barmherzigkeit und Gnade erfleht. \u201eDenn es ist unm\u00f6glich,\u201c schreibt der heilige Alfonsus von Ligouri und mit ihm viele heilige V\u00e4ter, \u201edass ein (wahrer) Verehrer Mari\u00e4, der ihr treu dient und sich fortw\u00e4hrend ihr anempfiehlt, verloren gehe.\u201c Darum nennt der heilige Ephr\u00e4m die Andacht zur Mutter Gottes einen Geleitsbrief, durch den man der H\u00f6lle entgeht. Darum sucht der heilige Johannes Damascenus sein und unser Vertrauen durch folgende Worte zu beleben: \u201eO Mutter meines Gottes, wenn ich mein Vertrauen auf dich setze, so werde ich gewiss selig. Wenn ich unter deinem Schutze bin, so habe ich nichts zu f\u00fcrchten, denn die Andacht zu dir ist eine sichere Waffe des Heiles.\u201c<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Lasset und beten <strong>3 Ave Maria<\/strong>, um durch die F\u00fcrbitte Mari\u00e4 vor der H\u00f6lle bewahrt zu bleiben.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Gegr\u00fc\u00dfet seist du Maria \u2026<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bei Privatandachten kann auch nach den Worten \u201eJesus\u201c jedes Mal hinzugesetzt werden:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer uns vor der H\u00f6lle bewahren wolle.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>O Gott und Herr, Du hast die H\u00f6lle nicht erschaffen, sondern nur die S\u00fcnde hat sie angez\u00fcndet. Errette mich aus den Banden der S\u00fcnde, die allein in die H\u00f6lle st\u00fcrzen kann, und bewirke gn\u00e4dig, dass, wenn Deine erbarmungsvolle Liebe mich auch nicht zur Bekehrung bewegt, doch die Erinnerung an die ewigen Peinen des h\u00f6llischen Abgrundes mein Herz ersch\u00fcttern und mich zur heilsamen Bu\u00dfe treiben m\u00f6ge.<br>O Maria, meine Mutter, rette mich vom ewigen Verderben. Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbereitungsgebet und Aufopferungsgebet Von der H\u00f6lle Lasset und beten 3 Ave Maria, um durch die F\u00fcrbitte Mari\u00e4 vor der H\u00f6lle bewahrt zu bleiben. 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