{"id":7204,"date":"2019-04-02T00:01:32","date_gmt":"2019-04-02T00:01:32","guid":{"rendered":"http:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?p=7204"},"modified":"2019-03-27T13:09:19","modified_gmt":"2019-03-27T13:09:19","slug":"02-april-meine-stunde-ist-gekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/?p=7204","title":{"rendered":"02. April &#8211; Meine Stunde ist gekommen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"575\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Weihnachten-3-575x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6205\" srcset=\"https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Weihnachten-3-575x1024.jpg 575w, https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Weihnachten-3-168x300.jpg 168w, https:\/\/ecclesiae.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Weihnachten-3-768x1368.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 575px) 100vw, 575px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><a href=\"http:\/\/vulgata.info\/index.php?title=Kategorie:Vulgata:AT:2Mak07\">2 Makkab\u00e4er 7\u00a0 <\/a><\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\"><strong>Die makkab\u00e4ischen Br\u00fcder mit ihrer Mutter<\/strong> <br>Es begab sich auch, dass sieben Br\u00fcder mit ihrer Mutter verhaftet wurden. Der K\u00f6nig wollte sie zwingen, gesetzlich unerlaubtes Schweinefleisch zu sich zu nehmen. Mit Gei\u00dfeln und mit Riemen wurden sie gez\u00fcchtigt. Einer von ihnen, der Wortf\u00fchrer, aber sprach:\u00a0\u00bbWas willst du fragen oder von uns erfahren? Wir sind bereit, lieber zu sterben als die \u00fcberkommenen Gesetze zu \u00fcbertreten.\u00ab\u00a0Au\u00dfer sich vor Zorn, befahl der K\u00f6nig, Pfannen und Kessel anzuheizen. Sogleich als das geschehen war, lie\u00df er dem Wortf\u00fchrer die Zunge abschneiden, ihm nach skythischer Weise die Kopfhaut abziehen und die Gliedma\u00dfen abhacken. Die anderen Br\u00fcder und die Mutter mussten zusehen. <\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\">\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nDen ganz\nverst\u00fcmmelten, noch lebenden K\u00f6rper lie\u00df er ans Feuer bringen und in der Pfanne\nbraten. Als sich nun der Dampf aus der Pfanne weithin verbreitete, ermunterten\nsich die anderen Br\u00fcder gegenseitig, zusammen mit der Mutter heldenm\u00fctig zu\nsterben. <br>\nSie sprachen:&nbsp;\u00bbGott, der Herr, sieht es und wird uns in Wahrheit tr\u00f6sten,\nwie es Moses in seinem Straflied deutlich bezeugt hat: \u203aSeiner Knechte wird er\nsich erbarmen\u2039 (5Mos 36).\u00ab Als der erste so aus dieser Welt geschieden war,\nf\u00fchrte man den n\u00e4chsten zur grausamen Peinigung. Man riss ihm zusammen mit den\nHaaren die Kopfhaut ab und fragte ihn:&nbsp;\u00bbWillst du essen, ehe dir der Leib\nst\u00fcckweise gemartert wird?\u00ab&nbsp;Er gab in seiner Muttersprache die Antwort und\nrief:&nbsp;\u00bbNein!\u00ab&nbsp;Deshalb wurde auch er genauso gequ\u00e4lt wie der erste.\nAls er in den letzten Z\u00fcgen lag, sprach er:&nbsp;\u00bbRuchloser! Aus diesem Leben\nkannst du uns befreien; der Weltenk\u00f6nig aber wird uns, die wir um seiner\nGesetze willen sterben, zu einem neuen Leben erwecken, das ewig\ndauert.\u00ab&nbsp;Nach diesem wurde der dritte gequ\u00e4lt. Sofort, als man es\nverlangte, streckte er die Zunge heraus und hielt mutig die H\u00e4nde hin.\nHeldenm\u00fctigen Sinnes erkl\u00e4rte er:&nbsp;\u00bbVom Himmel habe ich diese erhalten, und\num seiner Gesetze willen nehme ich darauf keinerlei R\u00fccksicht. Von ihm hoffe\nich, meine Glieder wieder zu erhalten.\u00ab&nbsp;Da waren selbst der K\u00f6nig und\nseine Leute \u00fcber den Mut des J\u00fcnglings, der die Qualen f\u00fcr nichts erachtete,\nhoch erstaunt. Nachdem dieser aus dem Leben geschieden war, qu\u00e4lten sie den\nvierten in derselben Weise. Als er dem Tode nahe war, rief er aus:&nbsp;\u00bbEs ist\ntrostvoll, durch Menschenhand das Leben zu verlieren; denn es bleibt uns die\nvon Gott geschenkte Hoffnung, dass wir von ihm die Auferstehung erlangen. F\u00fcr\ndich jedoch wird es keine Auferstehung zum Leben geben.\u00ab&nbsp;Im Anschluss\ndaran f\u00fchrte man den f\u00fcnften zur Marter herbei. Der blickte den K\u00f6nig an und\nsprach:&nbsp;\u00bbDu hast unter den Menschen die Gewalt, zu tun, was du willst,\nobwohl du ein verg\u00e4nglicher Mensch bist. Doch glaube nicht, dass unser Volk von\nGott verlassen sei! Warte nur, so wirst du seine gewaltige Macht erleben, wie\ner dich und deine Nachkommen z\u00fcchtigen wird!\u00ab&nbsp; Nach ihm brachte man den\nsechsten herbei. Kurz vor seinem Tode sprach er;&nbsp;\u00bbGib dich keiner leeren\nT\u00e4uschung hin! Wir leiden aus eigener Schuld, da wir gegen unseren Gott\ns\u00fcndigten; deshalb sind so erstaunliche Dinge geschehen. Du aber meine nicht,\ndass du ungestraft bleibst, da du dich zum Kampf gegen Gott erk\u00fchnt\nhast!\u00ab&nbsp;Ungew\u00f6hnlich bewundernswert aber war die Mutter, und sie verdient\nein ruhmvolles Andenken. Sie musste es mitansehen, wie sieben S\u00f6hne in der Zeit\neines einzigen Tages ums Leben kamen, und doch hat sie es in der Hoffnung auf\nden Herrn frohen Mutes ertragen. Einem jeden von ihnen redete sie in der\nMuttersprache hochedlen Sinnes zu. Frauliche Denkweise st\u00e4rkte sie mit\nMannesmut und sagte zu ihnen:&nbsp;\u00bbIch wei\u00df nicht, wie ihr in meinem Scho\u00df\nentstanden seid. Ich habe euch auch nicht den Atem und das Leben verliehen und\nauch nicht die Reihenfolge der Glieder eines jeden in die rechte Ordnung\ngebracht. Deshalb wird der Weltensch\u00f6pfer, der des Menschen Ursprung gebildet\nund das Werden aller Dinge erdacht hat, euch auch wieder voll Erbarmen Atem und\nLeben schenken, da ihr jetzt um seiner Gesetze willen auf euch selbst keine\nR\u00fccksicht nehmt.\u00ab&nbsp;<br>\nAntiochus glaubte zwar, dass man ihn missachte, und vermutete in ihrer\nAnsprache Schm\u00e4hworte; dennoch redete er dem noch \u00fcbriggebliebenen j\u00fcngsten\nSohne mit guten Worten zu; ja, er versicherte ihm eidlich, dass er ihn reich\nund gl\u00fccklich machen werde, wenn er sich von den althergebrachten Gesetzen\nabwenden w\u00fcrde. Er wolle ihn sogar unter seine Freunde aufnehmen und ihm \u00c4mter\nanvertrauen. Der J\u00fcngling aber zeigte nicht die geringste Neigung; also lie\u00df\nder K\u00f6nig die Mutter rufen und forderte sie auf, dass sie dem Knaben einen\nheilsamen Rat erteilen solle. Nachdem er viel \u00dcberredungskunst aufgewendet\nhatte, unternahm sie es, auf den Sohn einzureden. Aber sie neigte sich zu ihm\nnieder und sagte zum Hohn f\u00fcr den rohen Tyrannen in ihrer\nMuttersprache:&nbsp;\u00bbMein Sohn, habe Erbarmen mit mir! Neun Monate habe ich\ndich im Mutterscho\u00df getragen und drei Jahre an der Brust gen\u00e4hrt; ich habe dich\nbis zu diesem Alter gef\u00fchrt, ern\u00e4hrt und versorgt. Ich bitte dich, mein Kind,\nschau zum Himmel und zur Erde und sieh alles, was es da gibt; bedenke, dass\nGott diese Dinge aus dem Nichts erschaffen hat! Auch das Menschengeschlecht\nentsteht auf diese Weise. Habe keine Angst vor diesem Henker, sondern zeige\ndich deiner Br\u00fcder w\u00fcrdig, nimm den Tod auf dich, damit ich zur Zeit des\nErbarmens dich mit deinen Br\u00fcdern wiedererlange!\u00ab&nbsp;Als sie ihre Rede\nbeendet hatte, sprach der Sohn:&nbsp;\u00bbAuf wen wartet ihr? Ich unterwerfe mich\ndem k\u00f6niglichen Befehl nicht! Ich gehorche dem Befehl des Gesetzes, das unseren\nV\u00e4tern durch Moses verliehen worden ist. Wohl bist du der Erfinder jeglicher\nBosheit gegen die Hebr\u00e4er, doch wirst du Gottes H\u00e4nden nicht entfliehen.\nUnserer eigenen S\u00fcnden wegen m\u00fcssen wir leiden. Zwar ist der lebendige Herr zu\nunserer Strafe und Z\u00fcchtigung f\u00fcr kurze Zeit erz\u00fcrnt, aber er vers\u00f6hnt sich\ndoch wiederum mit seinen Knechten. Du aber, Verworfener, ruchlosester aller\nMenschen, \u00fcberhebe dich nicht in leerem Vertrauen auf nichtige Hoffnungen, wenn\ndu deine Hand gegen die Himmelskinder erhebst! Noch bist du dem Gericht des\nallm\u00e4chtigen und des allsehenden Gottes nicht entronnen! Unsere Br\u00fcder mussten\nkurze Pein ertragen, sind aber jetzt zu unverg\u00e4nglichem Leben in den Gottesbund\neingegangen. Du aber wirst im g\u00f6ttlichen Gericht gerechte Strafen f\u00fcr deine\n\u00dcberheblichkeit davontragen. Gleich meinen Br\u00fcdern gebe ich Leib und Leben f\u00fcr\ndie v\u00e4terlichen Gesetze hin und flehe dabei zu Gott, dass er dem Volk bald\nwieder gn\u00e4dig werde, dich aber unter Qualen und Gei\u00dfeln zu dem Bekenntnis\nbringe, dass er allein Gott ist. 38 Bei mir und meinen Br\u00fcdern aber m\u00f6ge der\nZorn des Allm\u00e4chtigen zum Stillstand kommen, der mit Recht \u00fcber unser ganzes\nGeschlecht hereingebrochen ist!\u00ab&nbsp;<br>\nVon Zorn erf\u00fcllt, lie\u00df ihn der K\u00f6nig im Vergleich zu den anderen am grausamsten\nbehandeln; denn er war durch die Verh\u00f6hnung erbittert. So schied auch dieser\nmakellos aus dem Leben, indem er vollkommen auf den Herrn vertraute. 41 Zuletzt\nnach den S\u00f6hnen musste auch die Mutter sterben. Damit sei genug erz\u00e4hlt von\nOpfern und au\u00dfergew\u00f6hnlichen Martern. \n\n\n\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2 Makkab\u00e4er 7\u00a0 Die makkab\u00e4ischen Br\u00fcder mit ihrer Mutter Es begab sich auch, dass sieben Br\u00fcder mit ihrer Mutter verhaftet wurden. Der K\u00f6nig wollte sie zwingen, gesetzlich unerlaubtes Schweinefleisch zu sich zu nehmen. 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