31 – Januar

„Ich habe immer mit Liebe gearbeitet

Wenn wir eifrig für das wirkliche Glück unserer Zöglinge sorgen und sie zur Erfüllung ihrer Pflichten anleiten möchten, dürfen wir vor allem nie vergessen, daß wir Elternstelle an den lieben jungen Menschen vertreten. Ich habe immer in Liebe für sie gearbeitet, mich um sie bemüht und das Priesteramt ausgeübt, nicht ich allein, sondern die ganze salesianische Gesellschaft.“

(Auszug aus einem Brief des hl. Johannes Bosco aus dem Lektionar.)

30 – Januar

Herr, höre mein Gebet! * Mein Hilferuf komme zu dir!
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir zur Zeit meiner Not! † Neige dein Ohr mir zu; * sooft ich rufe, erhöre mich bald!
Denn meine Tage vergehen wie Rauch, * meine Glieder brennen wie Feuer.
Versengt wie Gras und verdorrt ist mein Herz, * da ich unterließ, mein Brot zu essen.
Vor lautem Stöhnen * klebt mir die Haut an den Knochen.
Ich gleiche der Dohle in der Wüste, * bin wie eine Eule in den Ruinen.
Schlaflos bin ich * und wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.
Die ganze Zeit schmähen mich meine Feinde; * die mich verhöhnen, nennen mich beim Fluchen.
Ja, Staub muß ich essen wie Brot * und meinen Trank mit Tränen mischen
vor deinem Ingrimm und Zorn; * denn du hast mich aufgehoben und niedergeworfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn * und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit * und in Ewigkeit. Amen.

 

(Psalm 102 aus der heutigen Lesehore nach der Fassung: Die Bibel (nach Prof.Dr.Vinzenz Hamp; Prof.Dr.Meinrad Stenzel; Prof.Dr.Josef Kürzinger

 

27 – Januar

Wunderbare Worte der hl. Angela Merici an ihre geistigen Töchter:
„Meine lieben Mütter und Schwestern in Christus Jesus! Ich bitte euch, nehmt auf jede einzelne von euren Töchtern Rücksicht und tragt sie eingeprägt in eure Herzen mit euch, nicht nur mit dem Namen, sondern eine jede mit ihrer Veranlagung und ihrer jeweiligen Verfassung. Das wird euch nicht schwerfallen, wenn ihr sie mit lebendiger Liebe umfangt.“
(Auszug aus der Lesung der Lesehore)

26 – Januar

„Gott, unser Vater, du hast die Apostelschüler Timotheus und Titus mit den Gaben des Heiligen Geistes beschenkt und sie deiner Kirche als Hirten gegeben. Höre auf ihre Fürsprache und hilf uns, dass wir gerecht und fromm in dieser Welt leben und so zur Gemeinschaft mit deinen Heiligen gelangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.“

(Oration aus dem Stundenbuch zum Gedenktag der beiden heiligen Apostelschüler Timotheus und Titus)

 

25 – Januar

„Am besten von allen Menschen hat Paulus gezeigt, was der Mensch (eigentlich) ist, wie groß der Adel unserer Natur ist und welch großer Tugend dieses Lebewesen fähig ist. Täglich gab er sein Bestes, und wenn ihm Gefahren drohten, gewann er neue Zuversicht. Das machte er mit den Worten deutlich: „Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist.“

(Aus einer Homilie zu Ehren des heiligen Paulus.; Auszug aus der Lesung zum Gedenktag der Bekehrung des Apostels Paulus.)

 

24 – Januar

„Bei der Erschaffung gebot Gott, der Schöpfer, den Pflanzen, Frucht zu bringen je nach ihrer Art. So befiehlt er auch den Christen, den lebendigen Pflanzen seiner Kirche, Frucht der Frömmigkeit zu bringen je nach persönlicher Eigenart, nach Stand und Beruf.“

(Aus der Einführung in das religiöse Leben.; Auszug aus der Lesung zum Gedenktag des hl. Franz von Sales)

 

23 – Januar

„Tu deine inneren Augen auf und schau, wer ich bin. Ich bin es, die Ewige Weisheit, die dich in Ewigkeit für sich auserwählt hat mit dem Umfangen meiner ewigen Vorsehung. Ich habe dir so oft den Weg versperrt, so oft du von mir geschieden wärest, wenn ich dich verlassen hätte. Du fandest in allen Dingen einen Widerstand; und das ist das sicherste Zeichen meiner Auserwählten, dass ich sie für mich selbst haben will.“
(Aus dem Büchlein der ewigen Weisheit; Auszug aus der Lesung zum Gedenktag des sel. Heinrich Seuse)

22 – Januar

„Denkt daran, wie Jesus Christus im Evangelium seine Jünger ermuntert. Denkt daran, wie der König der Märtyrer seine Soldaten mit geistlichen Waffen versieht, wie er sie auf die Kriege hinweist, wie er Hilfe leistet und Belohnungen aussetzt, wie er zu seinen Jüngern sagt: „In dieser Welt seid ihr in Bedrängnis“; wie sie das erschreckte, wie sie aber getröstet wurden, als er fortfuhr: „Aber habt Mut, ich habe die Welt besiegt“

(Auszug aus der Lesehore zum Gedenktag des Märtyrers Vinzenz von Saragossa)