18. Mai

Die Untrennbarkeit von Christus und Maria liegt in der Mensch-werdung Gottes, die vom höchsten Willen des Vaters ausgeht. Der Vater hat sich für den Sohn eine Mutter ausgesucht, damit dieser wahrhaft als Mensch geboren werde. Gleichzeitig sollte seine Mutter als Zeichen der göttlichen Sohnschaft jungfräulich sein. Um eine solche Mutterschaft zu begründen, hat der Vater die Einwilligung Mariens eingeholt. Von diesem Augenblick an beginnt das Geheimnis der Menschwerdung: Der Sohn Gottes tritt in unsere Welt ein und lebt als Mensch, auch wenn er voll und ganz Gott bleibt. Deswegen wird Maria auch Mutter Gottes genannt.

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 29.04.1998)

17. Mai

Paschalis Bavlons Kindheit zeichneten Frömmigkeit und Lernbegierde, seine Jünglingsjahre Fleiß und Liebe zur Armut um Gottes Willen aus. Als sein Dienstherr, bei dem er die Schafe hütete, ihn adoptieren und zum Erben seines Vermögens einsetzen wollte, lehnte er dankend dieses Anerbieten ab. Von jetzt an war seine Armut und sein einsames Leben Gott noch wohlgefälliger. Er flößte ihm daher in höherem Grade den Geist des Gebetes ein, so dass er die Betrachtung der ewigen Wahrheiten so zu sagen unausgesetzt übte, ohne in denselben einen gründlicheren Unterricht empfangen zu haben. Gott selbst schien zu ihm geredet und ihm seine Geheimnisse geoffenbart zu haben.

16. Mai

Bevor Johannes von Nepomuk zum Priester geweiht wurde, prüfte er sich zuerst genau, ob er auch zu dieser hohen Würde berufen sei und bereitete sich dann vier Wochen lang in der Einsamkeit durch Gebet und Betrachtung auf die heilige Weihe vor. – Bald nach seiner Weihe übergab ihm sein Bischof die Predigerstelle in der Kirche unserer lieben Frau zu Tein. Als er zum ersten Male das Wort Gottes verkündete, da erstaunten alle Zuhörer über den jungen Mann, der mit größter Begeisterung redete und aller Herzen rührte. So oft er predigte, war die Kirche gedrückt voll Menschen aus allen Ständen.

15. Mai

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes,
Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

13. Mai

O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden!
Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle!
Führe alle Seelen in den Himmel,
besonders jene,
die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.
Amen.

10. Mai

In seinem 50. Lebensjahre wurde der heilige Johannes von Avila mit verschiedenen Gebrechlichkeiten heimgesucht; allein mitten in den größten Schmerzen, die er empfand, hörte man ihn oft dieses Gebet wiederholen: »Herr! vermehre meine Leiden, verleih mir aber zugleich auch die Geduld.« Nachdem er 17 Jahre lang unsägliches gelitten, starb er endlich zu Montilla in Andalusien am 10. Mai 1569.

09. Mai

Nachdem der heilige Pachomius  mehrere Jahre unter der Leitung dieses vortrefflichen Mannes gelebt hatte, gründete er um das Jahr 326 in der Wüste von Tabenna eine eigene klösterliche Niederlassung. Er berichtet, dass er auch hierbei von Palämon beraten und unterstützt worden sei. Das Unternehmen war sichtlich von Gottes Segen begleitet, denn die Zahl seiner Schüler wuchs bald auf hundert.