Andreas weilte bei Christus und lernte vieles. Doch behielt er den Schatz nicht bei sich selbst, sondern eilte zu seinem Bruder, um ihn daran teilnehmen zu lassen. Bemerkenswert ist, was er zu seinem Bruder spricht: „Wir haben den Messias gefunden, das heißt übersetzt Christus (den Gesalbten).“ Er konnte erst kurze Zeit bei Christus lernen. Aber siehe, er zeigt, wieviel er schon gelernt hat! Die Kraft des Lehrers wird spürbar, von dem er und Johannes diese Einsicht haben, deutlich auch die Bereitwilligkeit, mit der sie sich gleich von Anfang um diese Erkenntnis bemühten.
(Auszug der Lesung der Lesehore am Gedenktag des hl. Andreas)







Herr, neige dein Ohr und vernimm das Morgengebet deiner Gläubigen. Erhelle und heile, was in der Tiefe unseres Herzens krank ist, damit kein Begehren uns in seinem Bann gefangenhält, die wir erleuchtet wurden durch das Licht der himmlischen Gnade. Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Schon früh begann Elisabeth in der Tugend zu erstarken. Wie sie in ihrem ganzen Leben eine Trösterin der Armen war, so wurde sie ganz und gar eine Wohltäterin der Hungernden, als sie bei einer ihrer Burgen ein Spital errichten ließ, in dem sie viele Kranken und Schwache aufnahm. An alle, die sie um ein Almosen baten, teilte sie dort in reichem Maß Liebesgaben aus und das nicht nur dort, sondern auf dem ganzen Gebiet des Landgrafen. Die gesamten Einkünfte, die sie aus vier Herrschaften ihres Gemahls bezog, gab sie so restlos aus, dass sie zuletzt ihren ganzen persönlichen Aufwand und ihre kostbaren Kleider für die Armen verkaufen ließ.