Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, im Neuen Bund berufst du aus allen Völkern dein Volk und führst es zusammen im Heiligen Geist. Gib, dass deine Kirche ihrer Sendung treu bleibt; dass sie ein Sauerteig ist für die Menschheit, die du in Christus erneuern und zu deiner Familie umgestalten willst. Darum bitten wir durch ihn; der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. (Tagesgebet an Pfingstmontag)
Allmächtiger, ewiger Gott, durch das Geheimnis des heutigen Tages heiligst du deine Kirche in allen Völkern und Nationen. Erfülle die ganze Welt mit den Gaben des Heiligen Geistes, und was deine Liebe am Anfang der Kirche gewirkt hat, das wirke sie auch heute in den Herzen aller, die an dich glauben. Darum bitten wir durch Jesus Christus. (Tagesgebet am Hochfest Pfingsten)
Die Muttergottes ruft auf: Betet für den Papst, betet für
die Priester, betet für die Kardinäle, betet für die Bischöfe. Und was tun wir?
Bei jeder Gelegenheit haben wir irgendetwas zu meckern.
Richtet nicht, denn wenn ihr richtet, seid ihr schon gerichtet. Urteilt nicht,
denn wenn ihr urteilt, seid ihr schon verurteilt. Das steht schon in der
Heiligen Schrift so geschrieben.
Jesus braucht eine Armee von Betern und nicht eine Armee von
Richtern.
Hätten wir uns einmal einen Papst denken können wie Papst
Benedikt XVI., der die Kirche ausgestoppt hat? Natürlich hat er das nicht alles
von heute auf morgen gemacht. Natürlich ist er müde gemacht worden. Irgendwann
hat er gesagt: Es ist jetzt besser das Ruder jemand anderem in die Hand zu
geben. Er hat keine Fahnenflucht begangen, wie ihm von vielen unterstellt wird.
Er hatte nicht mehr die Kraft, das Schiff zu lenken.
Warum denn nicht? Weil wir ihn alleine gelassen haben. Das
ist das Problem.
Es ist leichter zu sagen: Herr, ich bin dabei als es zu
leben.
Es ist leichter über einen Bischof oder einen Priester zu
schimpfen, anstatt zu sagen: Gott du hast alles im Griff. Das glauben die Leute
nicht. Doch dann gibt es noch einen Joker:
Die Kirche hat schon viel tiefer am Boden gelegen, wie sie
zur Zeit liegt. Und Jesus hat sie immer wieder herausgeholt. Er hat sie immer
wieder neu aufgebaut.
Also kein meckern, kein richten, keine Diskussionen. Lass
die draußen machen, was sie wollen. Lebe vor, aber hüte dich einen anderen Kult
zu leben als der Herr dir gegeben. Das ist eine dringende Warnung an uns. Wenn
du auf Gottes Seite stehst und wirklich mit ihm gehen willst – sein Knecht sein
willst, dann wird er dich brauchen.
Wenn draußen alle am Boden liegen, braucht er helfende
Hände. Wo sind sie?
Wo muss das anfangen? Das steht auch im blauen Buch von Don
Gobbi geschrieben. Es muss in unseren Herzen beginnen. Und weil das nicht
geschieht, hat Gott wieder Leute rausgeschickt und gesagt:
Sage ihnen, was mir nicht gefällt. Sage ihnen, was mir gefällt. Sage ihnen, was ich mir wünsche.
Und welchen Erfolg habe ich (Br. Johannes-Marcus) damit? Ich
bin nicht besser wie Jeremias. Es sind nur ganz wenige übergeblieben. Genau wie
bei Jeremias. Aber mit diesen wenigen hat Gott angefangen die Erde zu gießen,
diesen Weg neu aufzubauen. Deswegen habe ich gesagt: Halte fest. Lass die
anderen machen wie sie wollen. Aber wenn du meinen Rat befolgen willst: Mache
es nicht, wie du denkst, dass es am besten wäre. Glaube mir, wenn ich dir sage,
ich halte den Weg, den du vorschlägst für falsch, dann sage ich das nicht aus
mir heraus. Ich will, dass wenn Gott kommt, du reinen Herzens vor ihm stehst.
Denn nur die reinen Herzens sind, werden ihn schauen.
Allmächtiger Gott, wir bekennen, dass unser Erlöser bei dir in deiner Herrlichkeit ist. Erhöre unser Rufen und lass uns erfahren, dass er alle Tage bis zum Ende der Welt bei uns bleibt, wie er uns verheißen hat. Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. (Oration am 7. Ostersonntag)
Herr, unser Gott, dein Sohn hat vor seiner Himmelfahrt seinen Aposteln den Heiligen Geist verheißen. Sie haben den Reichtum der göttlichen Weisheit empfangen; schenke auch uns die Gaben deines Geistes. Darum bitten wir durch Jesus Christus. (Oration am Samstag nach Christi Himmelfahrt)