30. August

Der Zöllner Matthäus, der zum Apostel auserwählt wurde, verkündet uns mit seinem Wort und seinem Leben die Barmherzigkeit Gottes. Vertrauten wir uns also der Liebe des Herrn an. Christus ruft uns zum wirklichen Leben. 

(Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am 30. August 2006)

28. August

Der heutige Sonntag fällt mit dem Gedenktag des hl. Augustinus zusammen. Daher möchte ich euch ein Wort dieses großen Kirchenvaters mit auf den Weg geben:

»Willst du ewig Freude haben, hange Jenem an, der ewig ist«, sagt er. Glücklich sein ist der tiefste Wunsch jedes Menschen. Gott allein kann diese unverlierbare Freude schenken. Er kann unsere innerste Sehnsucht nach ewigem Glück stillen. Öffnen wir uns daher seiner Liebe, und suchen wir seine Nähe im regelmäßigen und vertrauensvollen Gebet. Dazu geleite euch der Heilige Geist.

(Papst Benedikt XVI. beim Angelus am 28. August 2011)

27. August

Die hl. Monika und der hl. Augustinus laden uns ein, uns vertrauensvoll an Maria, Sitz der Weisheit, zu wenden. Ihr vertrauen wir die christlichen Eltern an, auf dass sie, wie Monika, den Weg ihrer Kinder mit ihrem Vorbild und ihrem Gebet begleiten. Der Jungfrau und Gottesmutter Maria vertrauen wir die Jugendlichen an, damit sie, wie Augustinus, stets nach der Fülle der Wahrheit und der Liebe streben, die Christus ist: Nur er kann die tiefste Sehnsucht des menschlichen Herzens erfüllen.

(Papst Benedikt XVI. beim Angelus am 27. August 2006)

26. August

Es genügt nicht, nur irgendetwas von der Heiligen Schrift, vom Christentum zu wissen. Christus will in unserem Leben und in unserem Alltag präsent sein, er will uns begleiten. Wir sind eingeladen, ihm nachzugehen: nach seinem Vorbild zu handeln, mit ihm im Gebet Zwiesprache zu halten, anderen von seiner Güte zu erzählen. So kann die Gestalt Christi an uns lebendig werden, und unser Herz wird immer mehr von seiner Liebe erfüllt. Dazu schenke Gott euch seine Gnade.

(Papst Benedikt XVI. beim Angelus am 26. August 2012)

25. August

Liebe Brüder und Schwestern, danken wir dem Herrn, und machen wir uns die Worte des hl. Franziskus im Sonnengesang zu eigen: »Höchster, allmächtiger, guter Herr, dein sind der Lobpreis, die Herrlichkeit und Ehre und jeglicher Segen … Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen.«

So der hl. Franziskus. Auch wir wollen im Geist dieser Worte beten und leben.

(Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am 26. August 2009)

24. August

Liebe Brüder und Schwestern, ich möchte allen nahelegen – auch jenen, die sich an einem schwierigen Punkt auf ihrem Glaubensweg befinden, die am Leben der Kirche kaum teilnehmen oder die so leben »als ob es Gott nicht gäbe« –, keine Angst vor der Wahrheit zu haben, den Weg zu ihr niemals zu unterbrechen, nie aufzuhören, mit dem inneren Auge des Herzens die tiefste Wahrheit über sich selbst und über die Dinge zu suchen. Gott wird es nicht versäumen, Licht zu schenken, damit wir sehen können, und Wärme, damit das Herz spürt, dass er uns liebt und dass er geliebt werden möchte.

(Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am 25. August 2010)

23. August

Der Ausblick auf das himmlische Jerusalem, den uns die Offenbarung des Johannes gewährt, gibt uns Trost, Hoffnung und Zuversicht auf dem oft schwierigen und steinigen Weg durch die Geschichte und durch unser Leben. Den Herrn erwarten wir gläubigen Herzens und wie wissen, dass er auch inmitten seiner Verborgenheit heute schon da und mit uns auf dem Weg ist.

Deswegen bitten wir mit der alten Kirche mit einem Gebet, das wir bei Paulus aramäisch, in der Offenbarung griechisch finden: „Komm, Herr Jesus!“ (Offb 22, 20). Wir bitten ihn darum, dass er einmal endgültig kommt und die Welt verwandelt. Wir bitten ihn aber darum, dass er auch heute kommt und die Welt erneuert und dem Frieden zum Sieg verhilft.

(Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am 23. August 2006)

22. August

Die Kirche feiert heute den Gedenktag Maria Königin. Es ist der achte Tag nach dem Hochfest ihrer Aufnahme in den Himmel. In dem dogmatischen Text des Zweiten Vatikanischen Konzils Lumen Gentium wird gesagt: »Maria wurde als Königin des Alls vom Herrn erhöht, um vollkommener ihrem Sohn gleichgestaltet zu sein, dem Herrn der Herren« (Nr. 59). Das Königtum Christi, wir wissen es, ist ganz durchwoben von Demut, Dienen, Liebe und unterscheidet sich so von irdischen Reichen und Machtblöcken. Das gleiche gilt für Maria: Sie ist Königin im Dienst für Gott und für die Menschen. Sie ist eine Königin der Liebe, die ihre Hingabe an Gott lebt und so in den Plan der Erlösung Gottes für die Menschen eintritt. Als Königin des Himmels ist sie Gott ganz nahe. Aber weil sie Gott nahe ist, ist sie uns nahe. Als eine Mutter, die uns liebt und kennt, will sie uns allen nahe sein. Ihr mütterlicher Segen möge euch auf allen euren Wegen begleiten.

 (Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am 22. August 2012)

21. August

Zu den Wegen, die uns zu Gott führen können, zählen auch die verschiedenen Ausdrucksformen der Kunst. Werke der Architektur, der bildenden Kunst, der Musik oder der Literatur, die aus dem Glauben entstanden sind und ihn ausdrücken, laden uns ein, das unmittelbar Gegenwärtige zu überschreiten und auf Gott zuzugehen. Sie lassen in uns den Wunsch wachsen, die Quelle aller Schönheit zu suchen. Ich wünsche euch, daß der Herr euch allen in dieser Urlaubszeit Momente der Gnade schenkt, in denen ihr durch die Erfahrung künstlerischer Schönheit mehr als dies, mehr als bloße menschliche Kultur, die Gegenwart der Schönheit selbst spürt. Gottes Geist geleite euch auf allen euren Wegen!

 (Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am 31. August 2010)