22. Mai

„Lasst uns gegenüber der Güte Christi nicht empfindungslos sein! Machte er es wie wir, dann wären wir bereits verloren. Darum wollen wir, nachdem wir seine Jünger geworden sind, auch als Christen leben. Wer sich nicht Christ nennen will, gehört nicht zu Gott. Schafft also den schlechten Sauerteig weg, der alt und bitter geworden ist, und lasst euch verwandeln in den neuen Sauerteig Jesu Christi. In ihm lasst euch salzen, damit keiner von euch verdirbt und der Geruch der Verderbnis euch überführt.“

(Auszug aus der Lesung der Lesehore)

21. Mai

Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus,
im Neuen Bund berufst du aus allen Völkern dein Volk
und führst es zusammen im Heiligen Geist.

Gib, dass deine Kirche ihrer Sendung treu bleibt,
dass sie ein Sauerteig ist für die Menschheit,
die du in Christus erneuern
und zu deiner Familie umgestalten willst.
Darum bitten wir durch ihn, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.
(Tagesgebet am Pfingstmontag)

20. Mai

Und wieder führt das Jahr herauf
der sel´gen Freude hohen Tag:
Der Beistand, den der Herr verhieß,
wird seinen Jüngern heut geschenkt.

In Flammen stürzt das Licht herab
und strahlt in Feuerzungen auf,
daß Glut der Liebe sie durchströmt
und ihrem Worte Macht verleiht.

In allen Sprachen reden sie,
die Menge staunt und steht gebannt,
man glaubt vom Weine sie berauscht,
die doch vom Geiste trunken sind.

Wir bitten dich, du guter Gott,
mit tief geneigtem Angesicht:
Des Geistes Gaben gieße nun
auch über uns in Gnaden aus.

Dir, Gott und Vater, sei der Ruhm,
dem Sohne, der vom Tod erstand,
dem Geist, der unser Beistand ist,
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

(Hymnus der Laudes)

19. Mai

Du höchster Herr der Herrlichkeit,
du Retter der verlornen Welt,
durch den der Tod vernichtet ist,
das Leben siegreich triumphiert.

Zum Thron des Vaters steigst du auf
und nimmst zu seiner Rechten Platz;
der dich erhöht in Herrlichkeit,
er setzt dich ein in seine Macht.

In Ehrfurcht beugen sich vor dir
der Himmel und das Erdenrund,
und selbst die Unterwelt bekennt:
Du bist der Herr der ganzen Welt.

Die Engel nehmen staunend wahr,
wie sich des Menschen Los gewandt:
Was Menschen fehlten, sühnt ein Mensch
und herrscht auf ewig: Mensch und Gott.

Dir, Herr, sei Ruhm und Herrlichkeit,
dem Sieger, der zur Höhe fährt,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

(Hymnus der Laudes)

18. Mai

„In all diesen Nöten murrte er (Anm. Paulus) nicht und beklagte sich nicht über Gott, wie es die Schwachen zu tun pflegen. Er ließ sich auch nicht betrüben wie die Menschen, die ihre eigene Ehre und Lust lieben. Er flehte nicht zu Gott, von der Not befreit zu werden, wie jene, welche die Not nicht kennen und darum nichts mit ihr zu tun haben wollen. Er verharmlost sie auch nicht, wie es die tun, die sie geringschätzen. Er weist alles Scheinwissen und alle Schwäche von sich“

(Auszug aus der Lesung der Lesehore zum Gedenktag vom hl. Papst Johannes I.)

17. Mai

 

Wir bitten dich, Herr, unser Gott, der Heilige Geist erfülle uns mit dem Reichtum seiner Gaben. Er schenke uns eine Gesinnung, die dir wohlgefällt, damit wir deinen Willen immer mehtr entsprechen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

(Oration aus dem Stundengebet)

16. Mai

„Laßt uns hören, was Jesus zur Menschenmenge über Johannes den Täufer sagte, nachdem dessen Jünger gegangen waren: „Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt?“ (1) Dies sagte der Herr nicht in positivem, sondern in negativem Sinn. Denn sobald der Wind ein Schilfrohr streift, neigt es sich nach der anderen Seite. Was sonst wird mit dem Schilfrohr bezeichnet, als ein irdisch gesinnter Geist?“

(Auszug aus der Lesung der Lesehore)

15. Mai

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„Dass die Jünger nur langsam zum Glauben an die Auferstehung des Herrn kamen, war weniger ihre Schwäche als sozusagen unsere künftige Stärke. Denn weil sie zweifelten, wurde die Auferstehung durch viele Beweise dargetan. Was geschieht, wenn sie uns beim Lesen begegnen? Was anders als dies: Durch ihre Zweifel werden wir bestärkt. Maria Magdalena, die so schnell glaubte, gibt mir weniger als Thomas, der so lange zweifelte.“
(Auszug aus der Lesung der Lesehore)

14. Mai

„Die Kirche fährt über das Meer dieser Welt wie ein großes Schiff und wird von den Wogen – das sind die Anfechtungen dieses Lebens – hin und her geworfen. Wir dürfen das Schiff nicht verlassen, wir müssen es lenken. Als Vorbilder haben wir dafür die frühen Väter, Klemens, Komelius und die vielen andern in der Stadt Rom, Cyprian in Karthago, Athanasius in Alexandrien. Sie haben unter heidnischen Kaisern das Schiff Christi gesteuert. Sie haben die Kirche geleitet, sie gelehrt und verteidigt, für sie gearbeitet und gelitten bis zum Vergießen des Blutes.
Diese Überlegungen erschrecken mich, „Furcht und Zittern erfassen mich“ (1), die Finsternis meiner Sünden drückt mich nieder. Wie gerne hätte ich das Steuer der Kirche, das ich übernommen habe, aus der Hand gegeben, wenn ich nur geeignete Beispiele bei den Vätern oder in der Heiligen Schrift hätte finden können.“

(Auszug aus der lesung der Lesehore zum Gedenktag des hl. Bonifatius)

13. – Mai

Du höchster Herr der Herrlichkeit,
du Retter der verlornen Welt,
durch den der Tod vernichtet ist,
das Leben siegreich triumphiert.

Zum Thron des Vaters steigst du auf
und nimmst zu seiner Rechten Platz;
der dich erhöht in Herrlichkeit,
er setzt dich ein in seine Macht.

In Ehrfurcht beugen sich vor dir
der Himmel und das Erdenrund,
und selbst die Unterwelt bekennt:
Du bist der Herr der ganzen Welt.

Die Engel nehmen staunend wahr,
wie sich des Menschen Los gewandt:
Was Menschen fehlten, sühnt ein Mensch
und herrscht auf ewig: Mensch und Gott.

Dir, Herr, sei Ruhm und Herrlichkeit,
dem Sieger, der zur Höhe fährt,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

(Hymnus der Laudes)