27. – April

Kommt, laßt uns dem Herrn frohlocken, * jubeln dem Fels, der uns rettet!
Laßt uns mit Dank vor sein Angesicht treten, * mit Lobgesängen ihm jubeln!

Denn ein großer Gott ist der Herr, * ein großer König über allen Göttern.
In seiner Hand sind die Tiefen der Erde, * die Gipfel der Berge sind sein.
Sein ist das Meer – er hat es gemacht – * und auch das Festland, das seine Hände geformt.

Kommt, wir wollen niederfallen und uns neigen, * die Knie beugen vor dem Herrn, der uns erschuf.
Denn er ist unser Gott; † wir sind das Volk auf seiner Weide * und die Schafe seiner Hand.

Daß ihr doch am heutigen Tag auf seine Stimme hören wolltet: † „Verstockt nicht euer Herz wie zu Meriba, * wie am Tag von Massa in der Wüste,
wo eure Väter mich versuchten, * mich auf die Probe stellten, obwohl sie doch mein Tun geschaut!

Vierzig Jahre war mir dies Geschlecht zum Abscheu; † so sprach ich denn: Sie sind ein Volk verirrten Herzens, * verständnislos für meine Wege.
Da habe ich in meinem Zorn geschworen: * Sie sollen meine Ruhestatt nicht erreichen!«

Ehre sei dem Vater und dem Sohn * und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit * und in Ewigkeit. Amen.

(Psalm 95 des Invitatoriums)

26. – April

Freut euch mit (der Mutter) Jerusalem und frohlockt über sie, * ihr alle, die ihr sie liebt!
Jubelt fröhlich mit ihr, * alle, die ihr über sie getrauert habt!
Saugen sollt ihr und euch sättigen an ihrer Tröstungen Brust, * schlürfen sollt ihr mit Wonne an der Mutterbrust ihrer Herrlichkeit!
Denn so spricht der Herr: † »Seht, ich lenke zu ihr den Wohlstand wie einen Strom, * wie einen flutenden Bach den Reichtum der Völker, und ihr sollt davon trinken!
Auf dem Arm wird man euch tragen * und auf den Knien liebkosen.
Gleichwie einen seine Mutter tröstet, so will ich euch trösten, * und zwar in Jerusalem wird euch der Trost zuteil.«
Ihr schaut es, und euer Herz wird fröhlich, * und euer Leib sprießt wie frisches Gras.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn * und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit * und in Ewigkeit. Amen.

(2. Psalm der Laudes)

25. – April

Der österlichen Sonne Glanz
strahlt auf zur Freude aller Welt;
die Jünger schauen ihren Herrn
verklärt in herrlicher Gestalt.

An seinem Leibe sehn sie glühn
die Wunden, die das Leid ihm schlug,
und froh vernehmen sie sein Wort:
„Ich bin es! Friede sei mit euch!“

Nun eilt hinaus in alle Welt
und ruft die frohe Botschaft aus;
sagt allen Völkern, dass er lebt,
er, dessen Tod den Tod bezwang.

Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

(Hymnus der Laudes zum Gedenktag des Evangelisten Markus)

24. – April

Gott aber erweckte Jesus [am dritten Tag] von den Toten. Er ist eine Anzahl von Tagen hindurch denen erschienen, die mit ihm hinaufgezogen waren von Galiläa nach Jerusalem, und diese sind jetzt seine Zeugen vor dem Volke. Auch wir verkünden euch die frohe Botschaft, daß Gott die an die Väter ergangene Verheißung an uns, ihren Kindern, erfüllt hat, da er Jesus auferstehen ließ, wie geschrieben steht im zweiten Psalm: ›Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt‹.

(Lesung der Laudes)

22. – April

Danket dem Herrn, denn er ist gut; * ja, ewig währt seine Huld!
Das Haus Israel möge sprechen: * »Ja, ewig währt seine Huld!«
Das Haus Aaron möge sprechen: * »Ja, ewig währt seine Huld!«
Die Gottesfürchtigen mögen sprechen: * »Ja, ewig währt seine Huld!«
Aus der Drangsal rief ich zum Herrn; * der Herr erhörte und befreite mich.
Der Herr ist für mich; so fürchte ich nichts. * Was können mir Menschen noch antun?
Der Herr ist für mich als mein Helfer; * ich kann herabschauen auf meine Gegner.
Besser ist es, auf den Herrn zu bauen, * als auf Menschen zu vertrauen.
Besser ist es, auf den Herrn zu bauen, * als auf Fürsten zu vertrauen.
Alle Völker umringten mich; * im Namen des Herrn beugte ich sie.
Sie umringten mich, ja, sie umringten mich; * im Namen des Herrn beugte ich sie.
Sie umringten mich wie Bienen, † doch sie erloschen wie Dornenfeuer; * im Namen des Herrn beugte ich sie.
Hart stieß man mich, daß ich fiele; * doch der Herr hat mir geholfen.
Meine Kraft und meine Stärke ist der Herr, * und er war meine Rettung.
Frohlocken und Siegesjubel erschallen in den Zelten der Gerechten: * »Die Rechte des Herrn wirkt Gewaltiges!
Die Rechte des Herrn erhöht, * die Rechte des Herrn wirkt Gewaltiges!«
Ich werde nicht sterben, sondern leben * und die Werke des Herrn verkünden.
Streng hat der Herr mich gezüchtigt, * doch dem Tode nicht preisgegeben.
Öffnet mir die Tore der Gerechtigkeit! * Ich will einziehen und dem Herrn danken!
»Dies ist das Tor zum Herrn; * nur Gerechte dürfen hier einziehen!«
Ich danke dir, daß du mich erhört hast * und meine Rettung geworden bist!
Der Stein, den die Erbauer verwarfen, * ist zum Eckstein geworden.
Durch den Herrn ist dieses geschehen; * vor unseren Augen ist es ein Wunder.
Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat; * wir wollen jubeln und seiner uns freuen!
0 Herr, bring doch Hilfe! * 0 Herr, gib Gelingen!
»Gesegnet sei, wer da kommt im Namen des Herrn! * Wir segnen euch vom Hause des Herrn aus!
Der Herr ist Gott. Er gebe uns Licht! * Windet den Festschmuck mit Zweigen bis an die Hörner des Altars!«
Mein Gott bist du, dir will ich danken! * Mein Gott, dich will ich rühmen!
Danket dem Herrn, denn er ist gut; * ja, ewig währt seine Huld!
Ehre sei dem Vater und dem Sohn * und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit * und in Ewigkeit. Amen.

(1. Psalm der Laudes)

20. – April

Gepriesen sei Christus, der Auferstandene, der seinen Jüngern am Ufer des Sees erschienen ist. Zu ihm laßt uns beten:

R: Christus, unser Leben, rette uns.

In der Morgenfrühe hast du deine Jünger am Ufer erwartet;
– laß uns in der Frühe dieses Tages voll Vertrauen zu dir kommen.

Die Jünger haben dich erkannt als ihren auferstandenen Herrn;
– lass auch uns dich erkennen.

Du hast deinen Jüngern ein Mahl bereitet und gesagt: „Kommt und eßt“;
– lass dein Ostermahl die Quelle unserer Freude sein.

Du hast Petrus gefragt: „Liebst du mich?“
– Gib, dass wir dich lieben.

(Bitten der Laudes)

19. – April

Denn auch Christus starb einmal für die Sünden, als Gerechter für Ungerechte, um euch zu Gott zu führen, nachdem er dem Fleische nach getötet, dem Geiste nach aber lebendig gemacht wurde. Er ist zur Rechten Gottes, nachdem er [den Tod verschlungen, damit wir Erben des ewigen Lebens würden, und] ist aufgefahren in den Himmel und Engel und Mächte und Gewalten wurden ihm unterworfen.

(Lesung der Vesper)

18. – April

Wenn wir aber starben mit Christus, so glauben wir, daß wir auch leben werden mit ihm. Wir wissen ja, daß Christus, auferweckt von den Toten, nicht mehr stirbt; der Tod ist nicht mehr Herr über ihn. Denn was er starb, das starb er der Sünde ein für allemal, was er lebt, lebt er Gott. So erachtet auch ihr euch als solche, die tot sind der Sünde, doch lebend für Gott in Christus Jesus [unserem Herrn].

(Lesung der Laudes)