29. November

Herr und Gott, in unserer Bedrängnis rufen wir zu dir, erhöre die Bitten deines Volkes. Bewahre uns vor aller Ansteckung des Bösen und tröste uns durch die Ankunft deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

(Oration der Laudes)

28. November

Als Katharina zur Welt kam, waren bereits acht Kinder da: ein Mädchen (Maria Luise) und sieben Buben; später kamen noch Tonie und Auguste dazu.

In dieser Familie, in der Liebe und Hilfsbereitschaft herrschen, hat Gott seinen Platz, nämlich den ersten. Jeden Abend finden sich alle zum Gebet ein, und das Kind lernt die Gebete schon, bevor es lesen kann. Ja, der Unterricht ist für das Kind überhaupt zweitrangig: die Schule ist weit weg, ihr Besuch ist nicht verpflichtend, und die Mutter hat viel zu tun!

27. November

Herr, unser Gott, alles steht in deiner Macht; du schenkst das Wollen und das Vollbringen. Hilf uns, dass wir auf dem Weg der Gerechtigkeit Christus entgegengehen und uns durch Taten der Liebe auf seine Ankunft vorbereiten, damit wir den Platz zu seiner Rechten erhalten, wenn er wiederkommt in Herrlichkeit. Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

(Oration der Laudes)

26. November

Herr, unser Gott, höre auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria und erfülle unsere Sehnsucht nach Frieden, damit wir alle Tage unseres Lebens frei sind für den Dienst vor deinem Angesicht und ohne Gefährdung zu dir gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

(Oration der Laudes)

25. November

Als Katharina noch nicht getauft war, sah sie, wie das göttliche Kind, welches Maria auf dem Schoße hatte, sein Angesicht von ihr abwendete; nach der Taufe aber hat dasselbe Katharina auf das liebreichste angeblickt, weil sie nämlich vor der heiligen Taufe mit Sünden befleckt, nach dem Empfange derselben aber von denselben gereinigt und mit innerlicher Schönheit begabt ward.

24. November

Der hl. Märtyrer Albert, Bischof von Lüttich, war ein Sohn des Grafen Wilhelm III. (nach Andern hieß er Gottfried) von Löwen und Bruder des Herzogs Heinrich von Lothringen. An der Kirche zu Lüttich widmete er sich dem Dienste des Herrn und seine Tugenden erhoben ihn stufenweise bis zur Würde eines Erzdiakons.

23. November

Papst Clemens I.

Dieser hl. Clemens, gewöhnlich Clemens Romanus genannt, zum Unterschiede von Clemens von Alexandria, war römischer Papst, und zwar der Erste dieses Namens; auch wird er zu den »apostolischen Vätern« gerechnet. So gewiß dieses ist, so wenig Sicheres weiß man über die wichtigsten Umstände seines Lebens, deren kaum Einer namhaft gemacht werden kann, ohne in ein Labyrinth von verschiedenen Angaben zu geraten.

21. November

Mariä Opferung
Dieses Fest wurde unter dem Namen „Einführung oder Eintritt der Jungfrau Maria in den Tempel“ in der morgenländischen Kirche schon im 4. Jahrhundert nach Christi Geburt gefeiert. Vom Morgenland verpflanzte es sich auch in das Abendland, wo es bereits im Jahr 1375 in Frankreich und Deutschland gefeiert wurde, bis es endlich durch Papst Paul II. förmlich für die ganze Kirche als Fest angeordnet wurde.

20. November

Die Ratsherren aber verhöhnten ihn und sprachen: „Anderen hat er geholfen; er helfe sich selbst, wenn er der Messias Gottes ist, der Erwählte.“ Es verspotteten ihn auch die Soldaten, indem sie hingingen, ihm „Essig“ reichten [Ps 69,22] und sprachen: „Bist du der König der Juden, so hilf dir selbst!“ Es war auch eine Aufschrift über ihm „ Das ist der König der Juden!“ Einer von den aufgehängten Verbrechern lästerte ihn und sagte: „Bist du nicht der Messias? Hilf dir selbst und uns!“ Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: „Hast nicht einmal du Furcht vor Gott, der du das gleiche Gericht erleidest? Wir leiden mit Recht, denn wir empfangen, was unsere Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.“ Und er sprach: „Jesus, gedenke meiner, wenn du kommst in deinem Reiche!“ Er erwiderte ihm: „Wahrlich, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein!“

[Luk. 23, 35-43]