31. Dezember

 

„Das Haus von Nazaret ist eine Schule, in der man beginnt, Christi Leben zu verstehen. Es ist die Schule des Evangeliums. Hier nämlich lernen wir vor allem sehen, hören, betrachten und verstehen, welch große und geheime Kraft in dieser schlichten, demütigen und köstlichen Offenbarung des Sohnes Gottes steckt.“
(Aus dem Lektionar zum Fest der Heiligen Familie.)

30. Dezember

 

„Gottes liebender Heilsplan geht vom ersten Augenblick der Gnadengeschichte, ohne je sich durch Sünde und Untreue ablenken zu lassen, auf das Eine und Einzige: die Menschwerdung seines Wortes und darin auf die Vergöttlichung des Menschengeschlechtes, also auf Christus und die Kirche.“ (Aus dem Lektionar vom heutigen Tag.)

29. Dezember

Was für eine wunderbare Erklärung zu den Texten aus dem Hohenlied:
„Also werden in diesem Buch, das den Titel das „Hohelied“ trägt, Worte einer leiblichen Liebe gebraucht, damit die Seele durch Worte, die ihr vertraut sind, aus der Erstarrung gelöst, wieder warm wird und durch die Worte über die irdische Liebe zur höheren Liebe gelangt. Um unser Herz in heiliger Liebe zu entzünden, gebraucht Gott sogar Worte, die von unserer irdischen Liebe sprechen. Aber wenn er sich in seiner Sprache so zu uns herabläßt, will er uns auf die höhere Ebene des Verstehens führen. Denn aus den Worten der irdischen Liebe lernen wir, zu welcher Glut göttlicher Liebe wir entbrennen sollen.“  (Aus dem Lektionar zum heutigen Tag.)

28. Dezember

Ein kleines Kind wird geboren, es ist der große König. Aus der Ferne werden die Weisen herbeigeführt; sie kommen, das Kind anzubeten, das in der Krippe liegt, aber schon über Himmel und Erde herrscht. Als die Weisen die Geburt des Königs verkündeten, erschrak Herodes und suchte das Kind zu töten, um seine Herrschaft nicht zu verlieren. Hätte er an das Kind geglaubt, hätte er hier in Sicherheit herrschen können und ohne Ende im ewigen Leben. Warum fürchtest du dich, Herodes, bei der Kunde von der Geburt des Königs ?

(Aus dem Lektionar vom heutigen Tag.)

27. Dezember

Gott ist Licht, und Finsternis ist nicht in ihm. Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft haben mit ihm, und in der Finsternis wandeln, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir aber im Lichte wandeln, wie auch er im Lichte ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu [Christi], seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.
(Aus dem Lektionar vom heutigen Tag.)

Gesegnete Weihnachten

Mit der Herkunft Jesu Christi verhielt es sich aber so: Als Maria, seine Mutter, mit Joseph verlobt war, fand es sich, ehe sie zusammenkamen, dass sie empfangen hatte vom Heiligen Geist. Joseph, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, gedachte, sie heimlich zu entlassen. Als er darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: »Joseph, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was gezeugt ist in ihr, stammt vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk erlösen von seinen Sünden.« Dies alles ist geschehen, damit erfüllt würde, was gesagt ist vom Herrn durch den Propheten: »Siehe, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären, und man wird ihn Emmanuel nennen«, was übersetzt heißt: »Gott mit uns« (Is 7,14). Joseph stand auf vom Schlaf, tat, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Und er erkannte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar, und er gab ihm den Namen Jesus.

(Quelle: Vulgata nach Hamp, Stenzel und Kürzinger )

 

Wir wünschen allen ein gesegnetes und gnadenreiches Weihnachtsfest!