11. August – Ganz Dein…

Fortsetzung…
So will ich nun die unterbrochenen Ausführungen wieder aufnehmen und sage sowohl zu den einen wie zu den andern: da die wunderbare Jungfrau Maria das edelste und freigebigste aller bloßen Geschöpfe ist, lässt sie sich niemals an Liebe und Großmut übertreffen. „Schenkst du ihr eine Bohne, sie gibt dir eine Krone“, so sagt ein frommer Mann. Das heißt, wenn wir ihr auch noch so wenig geben, sie schenkt uns viel von ihren Gottesgaben.

 

Fortsetzung folgt….
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

09. August – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Wenn nun ein Kritiker dies liest und meint, dass ich hier übertreibe und meine Marienverehrung zu weit gehe, dann versteht er mich leider nicht. Entweder ist er fleischlich gesinnt und erfasst daher die Dinge des Geistes nicht, oder er gehört der Welt an, die den Heiligen Geist nicht empfangen kann. Oder aber er ist ein hochmütiger Nörgler, der alles verurteilt oder verachtet, was er nicht versteht.

Fortsetzung folgt….
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

07. August – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Gießt, schüttet in Mariens Herz all eure Schätze, all eure Gnaden und Tugenden; sie ist ein Kelch des Geistes, ein ehrwürdiger Kelch, ein erlesener Kelch der Hingabe. Seit Gott selbst mit all seiner Vollkommenheit sich in dieses Gefäß eingeschlossen hat, wurde es ganz vergeistigt, die geistliche Wohnstatt der innerlichsten Seelen. Es ist ehrwürdig geworden, denn es wurde zum Ehrenthron des höchsten Himmelsfürsten. Es wurde zum erlesenen Kelch der Hingabe, zum Aufenthalt jener Seelen, die sich am meisten durch Milde, Gnaden und Tugenden auszeichnen. Es wurde reich wie ein goldenes Haus, fest wie ein Turm Davids und rein wie ein Turm von Elfenbein.

Fortsetzung folgt….
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

06. August – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Wenn ihr auserwählten Seelen mich auch versteht, so will ich doch noch offener reden. Bewahret nicht das Gold eurer Liebe und das Silber eurer Lauterkeit in einem zerrissenen Sack oder in einer alten, zerbrochenen Truhe; und nicht die Wasser der himmlischen Gnaden und den Wein eurer Verdienste und Tugenden in einem verdorbenen und unsauberen Gefäß, wie ihr es seid. Sonst werdet ihr ausgeplündert werden von den diebischen Teufeln, die Tag und Nacht auf einen dazu geeigneten Augenblick lauern. Sonst werdet ihr selbst die reinsten Gaben Gottes durch den schlechten Geruch eurer Eigenliebe, eures Selbstvertrauens und eures Eigenwillens verderben.

Fortsetzung folgt….
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

05. August – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Schüttet das reine und klare Quellwasser nicht in eure eigenen Gefäße, die von der Sünde ganz verdorben und beschmutzt sind. Wenn auch die Sünde nicht mehr darin ist, so bleibt doch ihr Geruch; das Wasser würde davon verdorben. Gießt nicht euren köstlichen Wein in eure alten Fässer, die den schlechten Wein enthalten haben; der gute Wein würde davon verdorben und könnte verschüttet werden.

Fortsetzung folgt….
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

 

04. August – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Seht, ich lehre euch ein Geheimnis, ein Geheimnis, das fast allen Christen unbekannt ist, sogar den frömmsten. Lasst euer Gold und Silber nicht in euren eigenen Truhen; der böse Feind hat sie ja schon früher erbrochen und euch bestohlen; auch sind sie zu klein, zu schwach und zu alt, um einen so großen und kostbaren Schatz zu behüten.

Fortsetzung folgt….
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

03. August – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Ihr armen Kinder Mariens, eure Schwäche ist grenzenlos, eure Unbeständigkeit ist groß, euer Wesenskern ist verderbt. Ich gebe es zu, ihr seid aus dem gleichen verdorbenen Stoff gebildet wie alle Kinder Adams und Evas. Aber verliert deswegen nicht den Mut: tröstet euch, ja freuet euch!

Fortsetzung folgt….
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

02. August – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Wenn ich jemand tausend Taler zur Aufbewahrung anvertraue, dann ist er verpflichtet, sie mir zu bewahren; und wenn meine tausend Taler durch eine Nachlässigkeit seinerseits verlorengehen, so ist er mir von Rechts wegen dafür haftbar. Aber Maria, die getreue Jungfrau, wird niemals aus Nachlässigkeit verlorengehen lassen, was man ihr anvertraut hat. Eher vergingen Himmel und Erde, als Dass Maria nachlässig und treulos wäre gegenüber jenen, die ihr vertrauen.

Fortsetzung folgt….
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)