30. Juni

 

Allmächtiger Gott, in der Kraft deines Geistes hat der heilige Bischof Otto ungezählte Menschen zum christlichen Glauben geführt und ihnen die Sakramente des Lebens gespendet. Hilf uns, den Glauben dankbar zu bewahren, den auch wir durch deine Vorsehung empfangen haben.Darum bitten wir durch Jesus Christus.

(Oration am Gedenktag des hl. Otto)

29. Juni

O Roma felix!
Der Apostelfürsten Tod
hat mit dem Purpur
ihres Blutes dich geschmückt.
Ihr großes Leben,
nicht dein Ruhm und deine Macht,
gibt dir den Vorrang
vor den Städten dieser Welt.

Pförtner des Himmels,
Petrus, der die Schlüssel trägt,
Völkerapostel,
Paulus, der die Heiden ruft:
Leuchten des Weltalls,
habt den Glauben ihr bezeugt –
einer am Kreuze
und der andre unterm Schwert.

Göttliche Dreiheit,
Vater, Sohn und Heil´ger Geist,
höre den Lobpreis,
den wir deiner Größe weihn,
da das Gedächtnis
deiner Zeugen uns erfreut.
Gib uns wie ihnen
einst den Thron der Seligkeit. Amen.

(Hymnus der Laudes am Hochfest der Apostel Petrus und Paulus)

27. Juni

„Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“1 Hart und schwer scheint, was der Herr befiehlt: Wer sein Jünger sein will, soll sich selbst verleugnen. Aber es ist nicht schwer und hart, was er befiehlt; denn er selbst hilft uns, dass wir es vollbringen.

(Auszug aus der Lesung der Lesehore am Gedenktag der hl. Hemma von Gurk)

26. Juni

„Wir müssen im Gedächtnis behalten, dass der Tempel, der von Salomo erbaut und von Serubbabel und Jeschua wiederhergestellt wurde, in vieler Hinsicht ein Sinnbild ist. Er bedeutet jede auserwählte Seele, die ein Haus und Tempel des Heiligen Geistes Christi ist, weil der Geist Christi in ihr wohnt. Der Tempel bedeutet auch die ganze Kirche, das heißt, die Versammlung aller Auserwählten, der Engel wie der Menschen.“

(Auszug aus der Lesung der Lesehore vom Dienstag der 12. Woche im Jahreskreis)

24. Juni

„Die Kirche feiert die Geburt des Johannes gleichsam wie eine geheiligte Geburt, unter den Vätern ist keiner sonst, dessen Geburtsfest wir feierlich begehen. Wir feiern nur die Geburt des Johannes und die Geburt Christi. Das kann nicht bedeutungslos sein.

Johannes wird geboren von einer unfruchtbaren Greisin. Christus wird von einer Jungfrau im Jugendalter. Der Vater glaubt nicht an die Geburt des Johannes und wird stumm. Maria glaubt an Christus und empfängt ihn im Glauben. Was untersucht und erörtert werden soll, ist damit gesagt.“

(Auszug aus der Lesung der Lesehore zum Fest Geburt des hl. Johannes des Täufers)

23. Juni

Christus dem Herren, dientest du als Herold.
Ewiger Ratschluß fand in dir den Boten.
Glücklich wir preisen alle deinen Namen:
Gruß dir, Johannes!

Noch trägt die Mutter dich in ihrem Schoße,
du aber fühlst schon, dass sich naht der König;
Freude bewegt dich, drängt dich, ihn zu grüßen,
eh´ er geboren.

Wüste und Wildnis wählst du dir zur Wohnstatt,
kündest die Ankunft des ersehnten Retters,
predigst die Umkehr, rufst das Volk zur Buße,
dass es bereit sei.

Den einst die Seher als das Licht verhießen,
das sie nur ahnend aus der Ferne schauten,
ihn, der hinwegnimmt alle Schuld der Erde,
rufst du beim Namen.

Stimme des Rufers, der den Weg ihm ebnet,
dich hat vor allen sich der Herr erkoren:
Jesus, der Heiland, lässt von dir sich taufen,
er, das Lamm Gottes.

Lobpreis und Ehre Gott, dem ew´gen Vater,
Ehre dem Sohne, den du uns verkündet,
Ehre dem Geiste, der ihn dir bezeugte,
immer und ewig. Amen.

(Hymnus der Vesper zur Vigil des Festes der Geburt Johannes des Täufers)

21. Juni

„Aus einem Brief an seine Mutter.

Vom Erbarmen des Herrn will ich ewig singen

Für immer erbitte ich für Euch, erlauchte Frau, die Gnade und den Trost des Heiligen Geistes. Als mir Euer Brief gebracht wurde, weilte ich noch in diesem Bereich des Todes. Jetzt aber gilt es, endlich einmal dem Himmel nahezukommen, um den ewigen Gott im Land der Lebendigen zu lieben. Neulich hoffte ich schon vor dieser Zeit den Weg vollenden zu dürfen. Wenn es Liebe ist, wie der heilige Paulus sagt, „sich mir den Fröhlichen zu freuen und mit den Weinenden zu weinen“1, dann müsst Ihr, erlauchte Frau Mutter, notwendig Freude daraus schöpfen, dass Gott aus Wohlwollen und Gnade gegen Euch mir die wahre Freude und Gewissheit gibt, dass ich nicht zu fürchten brauche, ihn jemals zu verlieren.“

(Auszug aus der Lesung der Lesehore am Gedenktag des hl. Aloisius von Gonzaga)