26. Dezember

Gestern haben wir die zeitliche Geburt unseres ewigen Königs gefeiert, heute feiern wir das siegreiche Leiden seines Kämpfers. Gestern ging unser König, gehüllt in den Mantel des Fleisches, aus dem Schoß der Jungfrau hervor und besuchte in Gnaden die Welt, heute verließ der Streiter das Zelt des Leibes und zog als Sieger ein in den Himmel. Obwohl er der höchste König ist, kam Christus für uns in Niedrigkeit. Er konnte nicht mit leeren Händen kommen und brachte seinen Streitern ein großes Geschenk mit. Damit machte er sie reich und stärkte sie zu siegreichem Kampf. Er brachte das Geschenk der Liebe mit, um die Menschen zur Teilnahme an der göttlichen Natur zu führen.

(Auszug aus der Lesung der Lesehore)

25. Dezember

Vom hellen Tor der Sonnenbahn
bis zu der Erde fernstem Rand
erschalle Christus unser Lob,
dem König, den die Magd gebar.

Der Herr und Schöpfer aller Welt
hüllt sich in arme Knechtsgestalt,
im Fleische zu befrein das Fleisch,
vom Tod zu retten, die er schuf.

Er scheut es nicht, auf Stroh zu ruhn,
die harte Krippe schreckt ihn nicht.
Von einer Mutter wird gestillt,
Der allem Leben Nahrung gibt.

Der Himmel bricht in Jubel aus,
die Engel künden Gottes Huld,
den Hirten wird geoffenbart
der Hirt, der alle Völker lenkt.

Herr Jesus, dir sei Ruhm und Preis,
Gott, den die Jungfrau uns gebar,
Lob auch dem Vater und dem Geist
durch alle zeit und Ewigkeit. Amen.

(Hymnus der Laudes)

Wir wünschen allen ein gesegnetes und gnadenreiches Weihnachtsfest!

24. Dezember

Gepriesen sei unser Erlöser, der mit großer Macht und Herrlichkeit wiederkommen wird. Zu ihm lasst uns beten:

R: Komm, Herr Jesus.

Du bist gekommen, um den Menschen die Heilsbotschaft zu verkünden;
– hilf uns, dass wir heute von dir Zeugnis geben.

Nach dir verlangen wir;
– sei du im ganzen Leben unser Trost.

Du wirst einst wiederkommen;
– gib, dass wir dich in Freude erwarten.

Du wirst alle Menschen richten;
– mach uns deines Erbarmens würdig.

(Bitten der Laudes)