12. Juni

Erhabene Dreifaltigkeit,
im einen Licht der Gottheit eins,
unendliches Geheimnis du
und tiefster Ursprung allen Seins.

Dich rühmt des Himmels hehre Schar,
ihr Lied ruft deinen Lobpreis aus,
dir jubelt deine Schöpfung zu,
der du dein Bildnis aufgeprägt.

Wir neigen staunend uns vor dir
und beten deine Größe an.
vereine mit der Engel Lied
den Lobgesang, den wir dir weihn.

Was alle Einsicht übersteigt,
bekennt der Glaube ehrfurchtsvoll:
drei sind in tiefer Liebe eins –
in einer Gottheit leben drei.

Gott Vater, dir sei Ruhm und Preis
und deinen eingebornen Sohn,
dem Geiste, der uns Beistand ist,
jetzt, immer und in Ewigkeit. Amen.

(Hymnus der Laudes am Dreifaltigkeitssonntag)

11. Juni

Endlich kehrte Barnabas wieder auf die Insel Cypern zurück, um hier seinen Lebenslauf zu vollenden; denn die aus Syrien dahin gekommenen Juden hatten sich zusammen verschworen, ihn zu ermorden. Gott offenbarte ihm den bevorstehenden Tod. Der Heilige war darüber erfreut; er versammelte in der Stadt Salamis seine Christen und gab ihnen nach verrichtetem heiligen Messopfer die letzten Ermahnunen, worin er sie zur Standhaftigkeit im christlichen Glauben und zu einem auferbaulichen Lebenswandel aufmunterte.

04. Juni

Gefesselt ins Gefängnis geworfen, fing der hl. Bischof Quirin also zu beten an: »Ich danke dir, o Herr! Dass mir diese Beschimpfungen um Deinetwillen zugefügt worden sind. Ich bitte dich, lass es Alle, die in diesem Gefängnis eingesperrt sind, erkennen, dass ich ein Verehrer des wahren Gottes bin, denn es ist kein anderer Gott außer Dir allein.« Um Mitternacht erleuchtete ein außerordentlicher Glanz das Gefängnis. Als der Gefängniswärter Marcellus diesen Glanz wahrnahm, eröffnete er das Gefängnis, warf steh dem hl. Bischof zu Füßen und sprach unter Tränen: »Bitte den Herrn für mich, denn ich glaube, dass es keinen andern Gott gibt, als denjenigen, den du verehrst.«

03. Juni

Oh Herz Jesu, eine Bitte nur eins gewähre mir: in deines Herzens Mitte schenk auch ein Plätzchen mir. Zwar bin ich voll der Sünden ein Lamm das sich verirrt, doch sieh ich lass mich finden von dir mein guter Hirt. Oh, wasche meine Seele in deines Herzens Blut Zur Braut Sie dann erwähle oh allerhöchstes Gut. In dieser heiligen Wunde sei meiner Seele Ruh. In Glück und Leidensstunde Ruf’ ich der Welt dann zu: Gelobt und gebenedeit soll sein zu jeder Zeit Das heiligste Herz Jesu in alle Ewigkeit! Und wenn die Augen brechen wenn flieht der Erde Schein will ich noch sterbend sprechen Herz Jesu ich bin dein. Amen.

Q: aus einem alten Gebetbuch

02. Juni

Wir bitten dich, Herr, unser Gott, der Heilige Geist erfülle uns mit dem Reichtum seiner Gaben. Er schenke uns eine Gesinnung, die dir wohlgefällt, damit wir deinen Willen immer mehr entsprechen. Darum bitten wir durch Jesus Christus. (Oration der Laudes 7. Woche der Osterzeit Donnerstag)

01. Juni

Als der Jude Tryphon unsern hl. Justinus in seinem Philosophenmantel sah, schloss er mit seinen Begleitern sich an ihn, um seine Ansichten über Gott und göttliche Dinge zu vernehmen, wobei ihn Justinus an Christus als den vollkommensten Lehrer der Weisheit verwies; und nun entstand zwischen Beiden ein Gespräch (Dialogus), welches zwei Tage dauerte, dann vom hl. Justinus in 142 Kapiteln aufgeschrieben und einem gewissen Marcus Pompeius gewidmet wurde.

30. Mai

Jetzt wurde Johanna von Orlèans  dem weltlichen Gerichte übergeben, das ihr bald den Tod verkündigte. Am 30. Mai 1431 wurde sie auf den Marktplatz von Rouen geführt, um da auf dem Scheiterhaufen zu sterben. Als Rauch und Feuer sie umhüllte, verlangte sie nach Weihwasser und einem Kreuze, rief ihre Heiligen an und sprach zuletzt noch mit lauter Stimme: »Jesus! Jesus! Jesus!«

29. Mai

Allmächtiger Gott, wir bekennen, dass unser Erlöser bei dir in deiner Herrlichkeit ist. Erhöre unser Rufen und lass uns erfahren, dass er alle Tage bis zum Ende der Welt bei uns bleibt, wie er uns verheißen hat. Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

(Oration am 7. Sonntag der Osterzeit)

28. Mai

Viel hatte der heilige Germanus im Weinberg des Herrn gearbeitet, tausende von Sündern und Ungläubigen zu Gott bekehrt, die Tränen von zahllosen Unglücklichen getrocknet und überallhin das Reich Gottes, besonders durch Erziehung frommer Priester, auszubreiten gesucht, da rief ihn endlich der Herr zu sich am 28. Mai 576, um ihm den Lohn seiner Treue zu geben. Sein Grab verherrlichte Gott durch große Wunder.