07. März

Heute gedenken wir der heiligen Perpetua, die aus vornehmen Haus stammte und der heiligen Felizitas, die eine Sklavin war. Beide Frauen waren Mütter und wurden im Kerker getauft.

Perpetuas Vater versuchte sie zu Fall zu bringen. Doch sie antwortete:
„Auf jenem Schaugerüst wird nur das geschehen, was Gott will. Du musst nämlich wissen, dass wir nicht in unserer Gewalt sind, sondern in der Macht Gottes stehen.“

Mehr kann man hier nachlesen.

06. März

Heute begehen wir den 1. Fastensonntag. Betrachten wir doch einfach einmal die Lesung aus der Lesehore:

Augustinus (-430)

Aus einer Auslegung zu Psalm 61 (60).

In Christus wurden wir versucht, in ihm siegten wir

„Gott, höre mein Flehen, achte auf mein Beten!“ (1) Wer spricht da? Anscheinend nur einer. Sieh selbst, ob es nur einer ist: „Von den Enden der Erde rufe ich zu dir, denn mein Herz ist verzagt.“ (2) So ist es also nicht nur einer. Aber dennoch ist es einer, weil Christus, dessen Glieder wir sind, nur einer ist. Denn welcher einzelne Mensch könnte von den Enden der Erde rufen? Niemand ruft von den Enden der Erde, nur jene Erben rufen, von denen zum Sohn gesagt wurde: „Fordere von mir, und ich gebe dir Völker zum Erbe, die Enden der Erde zum Eigentum.“ (3) Das ist also der Besitz Christi, das ist sein Erbe, das sein Leib, die eine Kirche Christi, das ist die Einheit, die wir sind: Sie ruft von den Enden der Erde. Was ruft sie? Was ich oben gesagt habe: „Gott, höre mein Flehen, achte auf mein Beten! Von den Enden der Erde rufe ich zu dir“, das ist von überall her. Doch warum rufe ich so? „Weil mein Herz verzagt ist.“ Die betende Kirche zeigt damit, dass sie auf dem ganzen Erdkreis unter allen Völkern nicht in großer Herrlichkeit dasteht, sondern in starker Versuchung.
Unser Leben kann auf dieser Pilgerschaft nicht ohne Anfechtung sein; denn unser Fortschreiten braucht die Anfechtung. Niemand erkennt sich selbst, der nicht versucht wurde. Keiner wird gekrönt, wenn er nicht siegt. Er kann nicht siegen, wenn er nicht kämpft (4), und er kann nicht kämpfen, wenn er keinen Feind und keine Anfechtung hat.
Der von den Enden der Erde ruft, ist verzagt. Aber er ist nicht verlassen; denn in jenem Leib, in dem Christus gestorben, auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist, hat er uns, die wir sein Leib sind, vorausgebildet, um den Gliedern Mut zu machen. Sie sollen ihm dahin folgen, wohin er als das Haupt ihnen vorausgegangen ist. Uns hat er also in sich selbst umgebildet, als er vom Teufel versucht werden wollte. Wir haben im Evangelium gelesen, dass unser Herr Jesus Christus in der Wüste vom Teufel versucht wurde. Christus wurde durchaus vom Teufel versucht. In Christus wurdest nämlich du versucht, weil er Fleisch von dir hatte und dir Heil von sich schenkt. Von dir hatte er für sich den Tod, für dich von sich das Leben; von dir hatte er für sich die Beschimpfungen, von sich für dich Ehre; so auch von dir für sich die Versuchungen, von sich für dich den Sieg. Wenn wir in ihm versucht wurden, dann besiegen wir auch in ihm den Teufel. Merkst du nur, dass Christus versucht wurde, und nicht auch, dass er gesiegt hat? Erkenne doch, dass du in ihm versucht wurdest, und erkenne, dass du in ihm Sieger bist! Er hätte den Teufel von sich fernhalten können. Ware er aber nicht versucht worden, dann wäre er nicht in Versuchung und Sieg dein Lehrer geworden.

1. PS.61,2. 2. Ps.61,3. 3. Ps.2,8. 4. Vgl. 2.Tim 2,5.

03. März

Heute gedenken wir der heiligen Teresa Eustochio Verzeri. Sie lebte von 1801 und 1852.

Durch ihre Mutter lernte sie schon als Kind Gott zu lieben. Sie gründete die Kongregation der Töchter vom Heiligsten Herzen Jesu. Mehr von ihr kann man hier erfahren.

22. Februar

Verheißung an Petrus

Als Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: »Für wen halten die Leute den Menschensohn?« Sie erwiderten: »Einige für Johannes den Täufer, andere für Elias, andere für Jeremias oder für einen von den Propheten.« Da sprach er zu ihnen: »Ihr aber, für wen haltet ihr mich?« Simon Petrus antwortete: »Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes.« 

Jesus entgegnete ihm: »Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das geoffenbart, sondern mein Vater, der im Himmel ist. Und ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben. Was du binden wirst auf Erden, wird gebunden sein im Himmel, und was du lösen wirst auf Erden, wird gelöst sein im Himmel.« 

(Evangelium am Fest Kathedra Petri – Matthäus 16,13-19)

19. Februar

Jesu Verklärung

Nach sechs Tagen nahm Jesus den Petrus, Jakobus und Johannes mit sich und führte sie hinauf auf einen hohen Berg, ganz für sich allein. Da wurde er vor ihnen verwandelt, sein Gewand wurde leuchtend weiß, wie kein Walker auf Erden es so weiß zu machen vermag. Und es erschien ihnen Elias zusammen mit Moses, und sie redeten mit Jesus. Da nahm Petrus das Wort und sagte zu Jesus: »Meister, es ist gut, dass wir hier sind; wir wollen drei Hütten bauen, dir eine, dem Moses eine und dem Elias eine.« Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; sie waren ja ganz erschreckt.

Da kam eine Wolke, die sie überschattete, und aus der Wolke kam eine Stimme: »Dieser ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören!« Als sie gleich darauf sich umblickten, sahen sie niemand mehr bei sich als Jesus allein.
Und da sie herabstiegen vom Berge, mahnte er sie eindringlich, sie sollten niemand erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei. Sie griffen das Wort auf und redeten miteinander darüber, was das heiße: »Von den Toten auferstehen.« 
Und sie fragten ihn: »Warum sagen denn die Schriftgelehrten, Elias müsse zuerst kommen?« Er antwortete ihnen: »Elias kommt wohl zuerst, um alles wiederherzustellen. Wie aber steht vom Menschensohn geschrieben? Er werde viel leiden müssen und verachtet werden. Nun denn, ich sage euch: Ja, Elias ist gekommen, doch sie haben mit ihm gemacht, was sie wollten, wie geschrieben steht im Hinblick auf ihn.«

(Markus, 9,2-13)