24. August – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

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Durch diesen Gesang zieht sich eine wahre Litanei von Begriffen, die die Charakterzüge des Gottes der Liebe preisen: Güte, Treue, Gerechtigkeit, Urteil, Huld, bergender Schatten, Reichtum, Wonne, Leben, Licht. In besonderer Weise sind vier dieser göttlichen Züge hervorzuheben; sie werden durch hebräische Vokabeln wiedergegeben, die eine tiefere Bedeutung besitzen als aus den Übersetzungen in die modernen Sprachen hervorgeht. 

Fortsetzung folgt …

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 22.08.2001

23. August – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

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3. Der Psalmist ist aber ganz auf die andere Darstellung hinorientiert, in der er sich selbst widerspiegeln möchte: die eines Mannes, der das Antlitz Gottes sucht (vgl. V. 6 –13). Er erhebt eine regelrechte Hymne auf die göttliche Liebe (vgl. V. 6 –11), der er am Ende die flehentliche Anrufung folgen lässt, der Herr möge ihn von der dunklen Faszination des Bösen befreien, damit er für immer vom Licht der Gnade umgeben sei. 

Fortsetzung folgt …

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 22.08.2001

22. August – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

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In ihm scheint das Böse eines Wesens zu sein mit seiner innersten Wirklichkeit, so daß es in Worten und Taten zum Vorschein kommt (vgl. V. 3 –4). Er verbringt seine Tage, indem er »schlimme Wege« wählt, und zwar vom frühen Morgen an, wenn er noch auf seinem Lager liegt (vgl. V. 5), bis zum Abend, wenn er sich schlafen legt. Diese beständige Wahl des Sünders entstammt einer Entscheidung, die sein gesamtes Dasein berührt und zum Tod führt. 

Fortsetzung folgt …

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 22.08.2001

21. August – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

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Zwei Menschentypen beschreibt also das soeben verkündete Gebet des Psalms, den uns das Stundengebet für die Laudes am Mittwoch der ersten Woche vorschlägt. 

2. Die erste Charakterskizze, die der Psalmist uns aufzeigt, ist die des Sünders (vgl. V. 2 –5). In seinem Innern befindet sich die »Weissagung der Sünde«, wie es im hebräischen Original heißt (vgl. V. 2). Dies ist ein bedeutungsstarker Ausdruck. Es läßt an ein satanisches Wort denken, das im Gegensatz zum Wort Gottes im Herzen und im Sprechen des Frevlers erklingt. 

Fortsetzung folgt …

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 22.08.2001

20. August – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Jedesmal, wenn ein Arbeitstag und ein Tag menschlichen Miteinanders beginnt, kann der Mensch zwei grundsätzliche Haltungen einnehmen: Er kann sich für das Gute entscheiden oder dem Bösen nachgeben. Der Psalm 36, den wir vor kurzem gehört haben, stellt uns eben diese beiden gegensätzlichen Möglichkeiten vor Augen. Einerseits gibt es Menschen, die schon auf dem »Lager«, von dem sie sich erheben werden, unlautere Vorhaben hegen; andererseits solche, die das Licht Gottes, die »Quelle des Lebens« (vgl. V. 10), suchen. Dem Abgrund der Bosheit des Frevlers steht der Abgrund der Güte Gottes gegenüber, als lebendige Quelle, die den Durst stillt, und als Licht, das den Gläubigen erleuchtet. 

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Q.: Papst Johannes-Paul II. am 22.08.2001

19. August – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

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Psalm 57 ist ein Gebet in einer bedrohlichen und leidvollen Lebenssituation, die mit dem Dunkel der Nacht und deren Gefahren verglichen wird. Der Beter hofft auf das Morgenrot, auf das neue anbrechende Licht, das die Dunkelheit und die Angst überwindet. 

Von einer dramatischen Wehklage an Gott geht der Psalm über in eine hoffnungsvolle Heiterkeit und einen freudigen Dank. Wir erleben hier den Übergang von der Angst zur Freude, von der Nacht zum Tag, vom Alptraum zur Seelenruhe, von der Klage zum Lobpreis. Diese menschliche Erfahrung finden wir des öfteren im Buch der Psalmen beschrieben: „Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt, hast mir das Trauergewand ausgezogen und mich mit Freude umgürtet. Darum singt dir mein Herz und will nicht verstummen. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit“ (Ps 30, 12-13). 

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 19.09.2001

18. August – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

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Und in bezug auf die Schlußformeln des Psalms, in denen gesagt wird: »Erheb dich über die Himmel, o Gott; deine Herrlichkeit erscheine über der ganzen Erde«, schreibt er: »In dem Maße, wie die Herrlichkeit Gottes sich auf der Erde ausbreitet und vom Glauben der Geretteten vermehrt wird, preisen die himmlischen Mächte Gott und jubeln über unsere Rettung« (vgl. ebd.). 

Fortsetzung folgt …

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 19.09.2001

17. August – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

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6. Gregor von Nyssa entdeckt in den Worten unseres Psalms gleichsam eine typische Beschreibung dessen, was sich in jeder menschlichen Erfahrung, die gegenüber der Erkenntnis der göttlichen Weisheit aufgeschlossen ist, vollzieht. »Er rettete mich nämlich« – so ruft er aus –, »nachdem er mich mit der Wolke seines Geistes überschattet hatte; diejenigen, die mich getreten hatten, sind gedemütigt worden« (vgl. In psalmorum inscriptiones). 

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Q.: Papst Johannes-Paul II. am 19.09.2001

16. August – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

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5. Der Psalm schließt mit einem Lobgesang an den Herrn, der am Wirken ist mit seinen heilsbringenden Eigenschaften, die unter anderen Bezeichnungen schon im ersten Teil der Anrufung erwähnt worden waren (vgl. V. 4). Jetzt ist – fast personifiziert – von göttlicher Güte und Treue die Rede. Sie überfluten die Himmel mit ihrer Gegenwart und sind wie das Licht, das in der Finsternis der Prüfungen und Verfolgungen strahlt (vgl. V. ). Aus diesem Grund hat sich der Psalm 57 in der christlichen Überlieferung zu einem Gesang des Erwachens zum Licht und zur Osterfreude verwandelt; diese breitet sich im Gläubigen aus, vertreibt die Angst vor dem Tod und eröffnet den Horizont der himmlischen Herrlichkeit. 

Fortsetzung folgt …

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 19.09.2001

15. August – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

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Indem er dieses Bild auf sich bezieht, überträgt der Psalmist wahrscheinlich den Brauch der ägyptischen oder phönizischen Priester in Begriffe der biblischen, also streng monotheistischen Religiosität: Diese Priester waren nämlich beauftragt, »die Morgenröte zu wecken«, das heißt die Sonne, die als gute Gottheit betrachtet wurde, aufs neue scheinen zu lassen. Der Psalmist spielt auch auf den Brauch an, in Zeiten der Trauer und Prüfung die Musikinstrumente aufzuhängen und zu verschleiern (vgl. Ps 37,2) und sie in Zeiten der Befreiung und Freude wieder zum festlichen Klang »aufzuwecken«. Die Liturgie lässt also die Hoffnung aufkeimen: Sie wendet sich an Gott mit der Einladung, sich erneut seinem Volk zu nähern und sein Flehen zu erhören. Im Psalter ist der Sonnenaufgang oft der Augenblick der göttlichen Erhörung nach einer Nacht des Gebets. 

Fortsetzung folgt …

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 19.09.2001