25. Juli – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Das Zweite Vatikanische Konzil stellt deshalb fest, daß das Handeln des Geistes Gottes nicht auf den institutionellen Bereich der Kirche begrenzt werden kann (GS 22; LG 16). Er ist gegenwärtig bei der Erschaffung der Welt und wirkt durch alle Zeiten der Heilsgeschichte. Durch Jesus Christus hat Gott Vater den Heiligen Geist der Kirche und der gesamten Menschheit mitgeteilt. So lenkt der Geist alles auf das definitive Ereignis der Menschwerdung des Wortes hin und zeigt dem Menschen direkt oder indirekt den Weg zum Heil.

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 12.08.1998

24. Juli – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

In den vorausgehenden Katechesen haben wir gesehen, wie der Heilige Geist sich im Leben Jesu Christi, an Pfingsten und im Leben der einzelnen Christen sich kundtut. Ab heute wollen wir unseren Blick auf die gesamte Welt und auf die Menschheitsgeschichte richten. Denn der Heilige Geist wirkt über die sichtbaren Grenzen der Kirche hinaus.

Fortsetzung folgt …

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 12.08.1998

23. Juli – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

In Fortsetzung der Katechese über den Heiligen Geist spreche ich heute über die Charismen als Gaben des Heiligen Geistes.

In der Gemeinde von Antiochien gibt es von Anfang an verschiedene Charismen und Ämter. Insbesondere werden die Propheten, die nach den Wegen des Herrn suchen und sie verkünden, und die Lehrer, die die christliche Lehre vertiefen und erklären, hervorgehoben.

Die Lehre über die Charismen wird besonders vom Apostel Paulus in den Kapiteln 12–14. des ersten Korintherbriefes entwickelt. Paulus betont hier die Verschiedenheit der Charismen und zugleich die Einheit deren Ursprungs.

Liebe Schwestern und Brüder! Ein jeder von uns hat sein eigenes Charisma. Wir sollen diese Gabe des Heiligen Geistes mit Dankbarkeit hinnehmen und in den Dienst der Gemeinschaft stellen.

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 05.08.1998

22. Juli – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Es gibt zwei Wege, die der Geist Gottes dabei wählen kann: die direkte und unmittelbare Weise oder der Weg der Vermittlung durch die sichtbare Kirche. Beide Möglichkeiten kommen vom Heiligen Geist und können sich nicht widersprechen. Ziel ist es, die Einheit im Glauben zu bewahren. Dazu gehört, dass wir innerhalb der katholischen Kirche in der brüderlichen Liebe wachsen, damit dadurch die Einheit unter allen Christen gefördert werde. Die Einheit als Geschenk des Heiligen Geistes drückt sich in der einen Liebe aus.

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 29.07.1998

21. Juli – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Der Heilige Geist führt die Gläubigen zu einer Gemeinschaft zusammen. Mit der pfingstlichen Ausgießung des Heiligen Geistes werden die Fundamente der neuen Stadt Jerusalem gelegt, die auf die Liebe gebaut ist. Diese Liebe schafft die brüderliche Zusammengehörigkeit. Im neu-testamentlichen Bericht der Apostelgeschichte wird dies eindrucksvoll geschildert.

Fortsetzung folgt

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 29.07.1998

20. Juli – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Indem der Geist des Herrn die Sünde zerstört, macht er den Menschen heilig. Der Apostel Paulus sagt: “Gott hat euch als Erstlingsgabe dazu auserwählt, aufgrund der Heiligung durch den Geist und eures Glaubens an die Wahrheit gerettet zu werden” (2 Tess 2,13).

Die Gegenwart des Heiligen Geistes wandelt den Menschen in seinem innersten Wesen um: Er teilt die heiligmachende Gnade mit. Dadurch wird unser Tun und Handeln, unser menschliches Sein erhöht. Durch ihn werden wir fähig, in der Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott zu leben.

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 22.07.1998

19. Juli – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

In Fortsetzung der Katechese über den Heiligen Geist spreche ich heute über den Heiligen Geist als Prinzip der Heiligung.

Der Auferstandene sagt am Osterabend den Jüngern: “Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert” (Joh 20,22-23). Unmittelbar auf die Mitteilung des Geistes der Heiligkeit folgt die Vergebung der Sünden.

Fortsetzung folgt …

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 22.07.1998

18. Juli – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Der Heilige Geist, der der Kirche innewohnt, ist also nicht ein fremder Gast, sondern die Seele, die die Gemeinschaft zu einem ”heiligen Tempel Gottes” formt. Der einzelne Christ wird durch seine persönliche Umkehr vom Heiligen Geist auf dem Weg der Heiligung geführt.

So können wir den Heiligen Geist als Seele unserer Seele und als Geheimnis unserer Heiligung bezeichnen. Lassen wir zu, dass seine starke Gegenwart in uns innewohnt und wirkt und uns auf liebende Weise immer mehr nach seinem Willen formt.

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 08.07.1998

17. Juli – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Heute wollen wir über den mystischen Leib Christi, das heißt über die Kirche sprechen, insofern sie vom Heiligen Geist belebt und beseelt wird. Denn die Kirche ist von Anfang an dem Heiligen Geist anvertraut, der sie durch sein Wirken wachsen läßt. Seiner Gegenwart verdanken die einzelnen Christen ihr Leben in der Gemeinschaft der Kirche, das mit der Taufe beginnt: ”Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen” (1 Kor 12,13).

Fortsetzung folgt

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 08.07.1998

16. Juli – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Das Gebet der drei Jünglinge im Feuerofen, das uns das dritte Kapitel des Buches Daniel überliefert, ist ein großartiger Lobgesang. In ihm macht sich der Mensch zum Sprachrohr der gesamten Schöpfung, um Gott zu danken.

Selbst in Todesgefahr verstummt der Lobpreis nicht: Zu jeder Zeit wissen die gläubigen Beter um den mächtigen Beistand dessen, der sie erschaffen hat. Hier erweist sich die Kraft des vertrauensvollen Gebetes, das nicht aufhört in Dankbarkeit Gott als den Herrn in allen Lebenslagen zu bekennen.

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 10.07.2002