13. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Jedes Wort im Gruß Elisabets ist voller Bedeutung; doch von grundlegender Wichtigkeit scheint zu sein, was sie am Ende sagt: »Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ« (Lk 1, 45).28 Diese Worte kann man neben die Anrede »du Begnadete« beim Gruß des Engels stellen. In beiden Texten offenbart sich die Wahrheit ihres wesentlich mariologischen Inhalts, das heißt die Wahrheit über Maria, die im Geheimnis Christi gerade darum wirklich gegenwärtig geworden ist, weil sie »geglaubt hat«. Die Fülle der Gnade, die der Engel verkündet, bedeutet das Geschenk Gottes selbst; der Glaube Marias, der von Elisabet beim Besuch gepriesen wird, zeigt, wie die Jungfrau von Nazaret auf dieses Geschenk geantwortet hat.

Auszug aus: Enzyklika Redemptoris Mater von Papst Johannes Paul II.

12. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Maria begibt sich also aus Liebe in das Haus ihrer Verwandten. Als sie dort eintritt und Elisabet bei der Antwort auf ihren Gruß das Kind in ihrem Leib hüpfen fühlt, da grüßt diese, »vom Heiligen Geist erfüllt«, ihrerseits Maria mit lauter Stimme: »Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes« (vgl. Lk 1, 40-42). Dieser preisende Ausruf Elisabets sollte dann als Fortsetzung des Grußes des Engels in das Ave-Maria eingehen und so zu einem der am häufigsten gesprochenen Gebete der Kirche werden. Noch bedeutungsvoller aber sind die Worte Elisabets in der Frage, die folgt: »Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?« (Lk 1, 43). Elisabet gibt Zeugnis für Maria: Sie erkennt und bekennt, dass vor ihr die Mutter des Herrn, die Mutter des Messias, steht. An diesem Zeugnis beteiligt sich auch der Sohn, den Elisabet in ihrem Schoß trägt: »Das Kind hüpfte vor Freude in meinem Leib« (Lk 1, 44). Das Kind ist der künftige Johannes der Täufer, der am Jordan auf Jesus, den Messias, hinweisen wird.

Fortsetzung folgt …

Auszug aus: Enzyklika Redemptoris Mater von Papst Johannes Paul II.

11. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Kurz nach dem Verkündigungsbericht lässt uns der Evangelist Lukas der Jungfrau von Nazaret auf ihrem Weg in »eine Stadt im Bergland von Judäa« folgen (Lk 1, 39). Nach den Gelehrten müsste diese Stadt das heutige Ain-Karim sein, das in den Bergen nicht weit von Jerusalem liegt. Maria »eilte« dorthin, um Elisabet, ihre Verwandte, zu besuchen. Der Grund für diesen Besuch liegt auch darin, dass Gabriel bei der Verkündigung in bedeutungsvoller Weise Elisabet genannt hat, die noch im vorgeschrittenen Alter durch Gottes mächtiges Wirken einen Sohn von ihrem Mann Zacharias empfangen hatte: »Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich« (Lk 1, 36-37). Der göttliche Bote verwies auf das Geschehen in Elisabet, um auf die Frage Marias zu antworten: »Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?« (Lk 1, 34). Ja, es wird möglich durch die »Kraft des Höchsten«, genauso, und sogar noch mehr, wie bei Elisabet.

Fortsetzung folgt …

Auszug aus: Enzyklika Redemptoris Mater von Papst Johannes Paul II.

06. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Die Heilige Schrift verrät nichts über eine österliche Begegnung Marias mit ihrem auferstandenen Sohn. Trotzdem besteht Grund zur Annahme, dass Jesus seiner Mutter zuerst erschienen ist, ehe er sich den Frauen, den Aposteln und „mehr als fünfhundert Brüdern zugleich“ (1 Kor 15, 6) zeigte. Wie der Gottesmutter am Anfang der Erlösung eine entscheidende Rolle zukam, wie sie am Karfreitag bei ihrem Sohn unter dem Kreuz stand und vor Pfingsten im Abendmahlssaal die Jünger im Gebet vereinte, so war sie wahrscheinlich auch eine bevorzugte Zeugin der Auferstehung, ohne dass die Heilige Schrift etwas darüber erzählt.

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 21.05.1997)

05. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Nach der Grablegung ihres Sohnes war Maria die einzige, die am Glauben festgehalten hat. Am Karsamstag, über dem das Dunkel des Todes liegt, an das Osterlicht zu glauben und auf die Auferstehung des Sohnes zu hoffen, gehört zu den höchsten Momenten ihres Gottvertrauens. Maria hat sich darauf verlassen, dass Gott erfüllen würde, was er versprochen hatte.

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 21.05.1997)

03. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Heute beginnt der Monat, der in besonderer Weise der Gottesmutter gewidmet und in der Volksfrömmigkeit sehr beliebt ist. Indem sie eigene liturgische, katechetische und pastorale Initiativen anbieten, machen viele Pfarreien und Familien den Mai, einer festen Tradition folgend, zu einem Marienmonat. 

Möge es überall ein Monat des intensiven Betens mit Maria sein! Das ist der Wunsch, den ich jedem von euch, liebe Schwestern und Brüder, mitgebe, wobei ich noch einmal empfehle, täglich den Rosenkranz zu beten. Er ist ein einfaches, sich wiederholendes Gebet, das aber sehr nützlich ist, um in die Geheimnisse Christi und seiner und unserer Mutter einzudringen. Zugleich ist es eine Gebetsweise, von der die Kirche weiß, dass sie der Gottesmutter willkommen ist. Wir sind eingeladen, dieses Gebet auch in den schwierigen Augenblicken unseres Pilgerweges auf Erden zu Hilfe zu nehmen. 

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 01.05.2002)

02. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

In gewisser Weise könnte man sagen, dass der Mensch durch die Arbeit mehr Mensch wird. Deshalb ist die Arbeitsamkeit eine Tugend. Aber damit die Arbeitsamkeit dem Menschen wirklich ermöglicht, mehr Mensch zu werden, ist es notwendig, dass er immer an die soziale Ordnung der Arbeit gebunden ist. Nur unter diesen Bedingungen werden die unveräußerliche Würde der Person und der menschliche und soziale Wert der Arbeit geschützt. Wir vertrauen dem wachsamen Schutz des hl. Josef des Arbeiters all jene an, die in allen Teilen der Welt zur großen Familie der Arbeit gehören. 

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 01.05.2002)

01. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Heute, am 1. Mai, wird der Tag der Arbeit begangen. Er steht für uns Christen unter dem Schutz des hl. Josef des Arbeiters. Dieser wichtige Feiertag wird von unterschiedlichen Initiativen begleitet, um die Bedeutung und den Wert der Arbeit deutlich zu machen, durch die der Mensch, indem er die Natur verändert und sie seinen Bedürfnissen anpasst, sich selbst als Mensch verwirklicht

Die Einladung, sich die Erde zu unterwerfen (vgl. Gen 1, 28), die am Anfang der Heilsgeschichte steht, findet großes Interesse und ist immer aktuell. Die Schöpfung ist das Geschenk, das Gott dem Menschen anvertraut hat, damit dieser, indem er sie sorgfältig pflegt und bewahrt, seinen Bedürfnissen abhelfen kann. Von der Arbeit kommt das »tägliche Brot«, um das wir im Vaterunser bitten.

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 01.05.2002)

30. April – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Unser Zeitalter ist weithin von Angst und Furcht, von Bangen und Sorgen gezeichnet. Das Vertrauen stellt sich dem entgegen, was euch bekümmert. Ist es doch die Heiterkeit des Einsatzes, die überlegende Unerschütterlichkeit im Missgeschick, das Sich-Verlassen auf die geheimnisvolle, wachsame Hilfe, die die Vorsehung keinem versagt.

(Papst Johannes-Paul II. am 01.06.1980 an die Jugend in Paris – dem Buch: Seid ohne Furcht entnommen)