
In aller Trübsal kniet euch vor das Kreuz und betrachtet den, der so viel um unseretwillen gelitten hat. Auch ihr tragt euer Kreuz für andere. Dürfen wir klagen, wenn der Herr soviel erduldet?

In aller Trübsal kniet euch vor das Kreuz und betrachtet den, der so viel um unseretwillen gelitten hat. Auch ihr tragt euer Kreuz für andere. Dürfen wir klagen, wenn der Herr soviel erduldet?

Das Leid in der Familie ist nicht nur eine drückende Last, Gott sucht euch auch im Kreuze heim; also bringt es auch Gnade.
Leid kommt aus den vielen kleinen Missverständnissen und Spannungen zwischen den Ehegatten. Wohl keine Ehe bleibt gänzlich davon verschont. Habt Geduld miteinander!

Nehmen wir nicht alles so tragisch. Das verbittert, entzweit und schafft nur Unheil.
Hab Humor, wenn der kleine Quälgeist, weil er Zähne bekommt,
die Nacht hindurch schreit. Schreien stärkt die Lunge, und vielleicht wird
einmal ein Opernsänger aus ihm.
Hab Humor, wenn dein Mann poltert. Er wird auch wieder aufhören.
Hab Humor, wenn die Suppe versalzen ist. Deine Frau scheint noch in dich verliebt zu sein.
Ja, hab Humor, und du meisterst das Leben leichter!

Der Christ ist der Mitarbeiter des Erlösers. Darum muss er
das Gute in der Welt sehen und an das Gute im Menschen glauben.
Aus dieser Grundhaltung erwächst Freude und Humor, die auch in widrigen
Verhältnissen den Glanz im Auge nicht ganz schwinden lassen.

Es gibt zwei Arten von Menschen. Die einen suchen, wo sie im
Guten etwas Schlechtes finden – das sind die ewigen Nörgler; die anderen
suchen, wo sie auch im Schlechten etwas Gutes finden – das sind die Menschen
mit dem goldenen Herzen. Sie besitzen die köstliche Gabe des Humors.
Ihr großes Vorbild ist der Herrgott, der auf die Welt kam, nicht um das Böse zu
suchen, zu strafen und zu richten, sondern zu erlösen und um den Abglanz Gottes
in seinem zerbrochenen Ebenbild wieder aufleuchten zu lassen.

Wer keine Liebe besitzt, sucht in Wahrheit sich selbst, wird
schwach, sobald Opfer verlangt werden.
Die Liebe ist stärker als alle Feuer der Trübsal, als alle Wasser der Leiden,
ist stärker als der Tod.

Liebe übt Geduld; Geduld aber kostet Kraft. Liebe verzeiht;
und auch das kostet Kraft.
Liebe kann verzichten und sich selbst vergessen, wenn es nur dem Geliebten gut
geht.

Seid ihr nicht nach den Worten des heiligen Petrus „ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges gottgehöriges Volk,“ viel mehr zum Segen berufen als die Patriarchen des Alten Bundes, die ihre Kinder segneten?

Der Segen weiht den Gesegneten und macht ihn zum Eigentum Gottes, und jeder neue Segen bindet ihn immer mehr an Gott

So wie der Heiland die Kinder gesegnet hat, so sollt auch ihr eure Kinder segnen. Dann seid ihr wahrhaft die Stellvertreter des Heilandes.
Wenn eure Hände segnen, dann führt ihr ein priesterliches Amt aus. Ihr zieht den Gnadensegen Gottes auf eure Kinder herab.
Wenn ihr segnet, fasst ihr die gefüllte Hand Gottes, dass er sie über eure Kinder öffne.