Letztendlich hat David aber Sühne geleistet für sein
Verbrechen und Gott wieder ihm gegenüber freundlich gestimmt. Ihm sollte es
nicht ergehen, wie es Saul ergangen ist. Er sollte nicht verworfen werden. Gott
verspricht ihm, dass seine Kinder und Kindeskinder diesen Thron innehaben
werden, wenn sie Gottes Gebote und Vorschriften halten. Gott stellt es also
unter eine Bedingung.
David musste erst einmal beweisen, dass er nichts gegen den
König Saul getan hat. Saul hingegen wollte David töten lassen. Saul wusste,
dass David gesegnet war.
Gott hat David verheißen, dass er für seinen Gehorsam und
seine Liebe alles bekommt. Er hat Israel bekommen. Er hat Frieden bekommen, bis
zu der Stunde, als er die Fleischessünde begangen hat. Er hat aus der Begierde
heraus nicht das genommen, was Gott ihm geschenkt hat, sondern das ergriffen,
was er haben wollte.
Das ist wie wir es heute mit der Eucharistie machen. Wir lassen
uns nicht mehr beschenken, wir wollen sie ergreifen.
Allmächtiger Gott, lass die österliche Freude in uns fortdauern, denn du hast deiner Kirche neue Lebenskraft geschenkt und die Würde unserer Gotteskindschaft in neuem Glanz erstrahlen lassen. Gib, dass wir den Tag der Auferstehung voll Zuversicht erwarten als einen Tag des Jubels und des Dankes. Darum bitten wir durch Jesus Christus. (Oration aus dem Stundenbuch)
Saul hat sich dann auch Gott widersetzt, obwohl er ja alles bekommen hat. Gott sagte dann: Ich habe ihn verworfen. Als David erwählt wurde, hat er nicht versucht, Abschallom zu bekämpfen. David sagte: Bekämpft die anderen nicht, überlasst es Gott.
David wollte sich nicht die Stellung Gottes anmaßen.
Fortsetzung
Aber David sollte nicht von Gott verworfen werden, wie es vor ihm König Saul
ergangen ist.
Das Volk hat damals gesagt, wir wollen keinen König irgendwo
im Himmel. Das ganze Volk hat sich schon gegen Gott ausgesprochen.
Gott ist ihrem Wunsch nachgekommen. Die Konsequenz ist, dass
der König alles sein Eigen nennen würde. Er wird dem Volk alles wegnehmen.
Trotzdem wollte das Volk unbedingt einen König haben.
Es geht jetzt um unseren König Salomo. Salomo, der Sohn
Davids, der Geliebte von Gott. David, der alles bekommen hat, obwohl er
gebrochen hat/gesündigt hat. Er hatte sich unrechtmäßig eine Frau genommen. Den
Mann der Frau hatte er töten lassen. Die Konsequenz war, dass in dem Haus David
Unfrieden kam.
„Der Herr sprach daher zu ihm: »Da es so mit dir steht und du meinen Bund und meine Satzungen, die ich dir auftrug, nicht befolgt hast, will ich dir das Königtum entreißen und es deinem Knecht geben. Doch um deines Vaters David willen werde ich das zu deinen Lebzeiten noch nicht tun; erst deinem Sohn werde ich es entreißen. Indes werde ich ihm das Königtum nicht völlig wegnehmen. Einen Stamm will ich deinem Sohn um meines Knechtes David willen geben und Jerusalems wegen, das ich erwählt habe.«
In jener Zeit, als Jesus in seine Vaterstadt kam, lehrte er sie in ihrer Synagoge, so dass sie voll Verwunderung sagten: »Woher hat er diese Weisheit und die Wunder? Ist er nicht des Zimmermanns Sohn? Heißt nicht seine Mutter Maria? Und seine Brüder Jakobus, Joseph, Simon und Judas? Und sind nicht alle seine Schwestern bei uns? Woher nun hat er dies alles?« Und sie nahmen Anstoß an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: »Ein Prophet ist nirgends so wenig geachtet wie in seiner Vaterstadt und in seinem Hause.« Und er wirkte dort nicht viele Wunder, ihres Unglaubens wegen. (Matthäus 13,54-58)
Wir hätten viel mehr Frieden in der Welt, wenn wenigstens
die Beter aufhören würden, zu richten und zu schimpfen.
Warum sollte Gott uns noch segnen? Wofür? Warum sollte er
uns noch beschützen? Wir hören doch gar nicht mehr auf das, was er sagt. Die
Mehrheit der Menschen tut, was sie will.
Gott, deine Barmherzigkeit ist ohne Maß und der Reichtum
deiner Güte ist unerschöpflich. Mehre den Glauben deines Volkes, damit alle in
rechter Weise erkennen, aus welcher Liebe sie erschaffen, durch welches Blut
sie erlöst und in welchem Geist sie erneuert sind. Darum bitten wir durch Jesus
Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen
Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
(Tagesgebet der Votivmesse von der göttlichen Barmherzigkeit)