„Die Werke der Barmherzigkeit, die ihr unterlasst,
sind lauter Ungerechtigkeiten, die ihr verübt!“
(Basilius der Große)
„Wenn die Seele die Schwere ihrer Sünden sieht und erkennt, wenn sich vor ihren Augen der ganze Abgrund ihres Elends, in das sie sich gestürzt hat, ausbreitet, soll sie nicht verzweifeln, sondern sich mit Vertrauen in die Arme meiner Barmherzigkeit werfen wie ein Kind in die Arme seiner liebenden Mutter. Diese Seelen haben ein Vorzugsrecht auf mein mitleidiges Herz, sie haben ein Vorrecht auf meine Barmherzigkeit.“
(Tagebuch der Sr. Faustyna 1541)
„Jetzt führe ich meine besondere Gewissenserforschung durch: mit dem barmherzigen Christus sich vereinen. Diese Übung gibt mir eine eigentümliche Stärke; das Herz ist immer mit dem vereint, was er will, und die Taten sind durch Barmherzigkeit, die aus der Liebe kommt, bestimmt.“
(Aus dem Tagebuch der Sr. Faustyna 703)
Beim Durchschreiten der heiligen Pforte sollen wir an die Bibelstelle aus dem Lukasevangelium erinnern, wo Jesus der Mutter ihren verstorbenen Sohn wiedergegeben hat:
„So empfängt die Mutter Kirche besonders im Heiligen Jahr ihre Kinder, indem sie in ihnen das Leben aus der Barmherzigkeit Gottes heraus zuspricht. Sie ist so von Gnade erfüllt, von der Gnade der Taufe, dass die Kirche zur Mutter wird – und jeder zu ihrem Sohn.“
(Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 10.08.2016)
„Wenige begreifen es, was Gott in ihren Seelen wirken würde,
wenn sie sich ihm ganz übergäben und seine Gnade in sich wirken ließen.
Ein roher Klotz würde es, auch wenn er denken könnte,
nie glauben aus ihm eine wundervolle Statue werden könne,
noch auch würde er sich dazu den Händen des Künstlers überliefern wollen.
Ebenso kommt es manchen Menschen, die kaum ein christliches Leben führen,
gar nicht in den Sinn, dass sie große Heilige würden,
wenn sie sich der Gnade Gottes gänzlich gefügig zeigten
und seinem wohltätigen Einfluss nicht widerständen.“
(Theresa von Avila)
„Wenn du darüber nachdenkst, was ich dir in der Tiefe deines Herzens sage, trägst du mehr Nutzen davon als durch das Lesen vieler Bücher. Wollten doch die Seelen auf meine Stimme hören, wenn ich in der Tiefe ihres Herzens spreche, sie würden in kurzer Zeit zum Gipfel der Heiligkeit gelangen.“
(Aus dem Tagebuch der Sr. Faustyna 584)