Wohin sich mein Geist auch drehen mag und wenden, ich finde nur Barmherzigkeit.
(Teresa von Avila)
„Und wenn ihr wüsstet, was es heißt: ›Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer‹ (Os 6,6) , so hättet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt.“
(Matthäus12,7)
„Heute hörte ich die Worte: Im Alten Testament habe ich zu meinem Volk Propheten mit Blitz und Donner gesandt. Heute sende ich dich zu der ganzen Menschheit mit meiner Barmherzigkeit. Ich will die wunde Menschheit nicht strafen, sondern sie gesundmachen, sie an mein barmherziges Herz drücken.“
(Aus dem Tagebuch der Sr. Faustyna Nr. 1588)
In der Heiligen Schrift begegnen uns viele Aussagen über die Barmherzigkeit. Was für ein Schatz ist uns doch da geschenkt. Heute beginnen wir mit einer Stelle aus dem Neuen Testament:
„Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden.“
(Matthäus 5,7)
„Wir wollen dieses Wort nicht vergessen: Gott wird es nie müde, uns zu vergeben, nie! „Oh, Pater, worin liegt das Problem?“ Tja, das Problem ist, dass wir es müde werden, dass wir nicht wollen, dass wir es müde werden, um Vergebung zu bitten. Er wird es nie müde, zu vergeben, doch wir werden bisweilen müde, die Vergebung zu erbitten. Wir wollen dessen nie müde werden, nie! Er ist der liebende Vater, der immer vergibt, der dieses Herz der Barmherzigkeit für uns alle hat, und auch wir wollen lernen, mit allen barmherzig zu sein.“ (Papst Franziskus beim Angelusgebet am 17.03.2013)
Legen wir dieses vergangene Jahr zurück in die Hände Gottes. Er möge ersetzen, was uns gemangelt hat. Lassen wir uns von ihm beschenken.
Durch eine gute Beichte können wir immer wieder einen Neuanfang wagen und alles Vergangene ihm überlassen.
Übergeben wir ihm bereits jetzt das Neue Jahr. All die Situationen, die auf uns zukommen, legen wir in die Wunden Jesu, damit er alles reinige, heilige und heile.
Alles was wir erleben sollte uns näher zu Gott ziehen. Jede negative Erfahrung, jede Schwierigkeit wie auch jede Freude sollte uns immer empfänglicher für sein Wort machen. So werden wir immer feinfühliger und geistig wacher. Daraus erwächst dann die wahre Freude.
Viele meinen, Gott sei so weit entfernt, weil sie ihn nicht hören. Dabei ist er immer da und so nah. Doch oft entbehren wir die mächtige Zucht der Schulung und versäumen das Wunder der Gemeinschaft mit ihm. Lassen wir uns doch immer mehr auf ihn ein.
Wie können wir unversehrt mitten durch den Sturm gehen?
Wie bleiben wir mitten im Gewühl der Welt ruhig?
Wie sind wir sicher in all der Unsicherheit?
Wie gehen wir wohlbehalten durch das Jahr?
All das erreichen wir nur, wenn wir den sicheren Weg unter der göttlichen Führung gehen. Nicht der gute Rat der Mitmenschen, nicht das Drängen unseres eigenen Herzens, sondern nur Gottes Führung ist ausschlaggebend.
Sinnen wir immer mehr über die göttlichen Wunder nach, verweilen wir immer mehr in der Ruhe.
Jesus bringt den Traurigen und Müden Heilung uns Stärkung. Das geschieht nicht durch laute Worte, sondern mit seiner sanften Stimme. Er schenkt Heilung für die Wunden und Krankheiten an Körper, Geist und Seele. Gleichzeitig schenkt er Kraft, so dass diejenigen, die tief gebeugt sind, sich wieder aufrichten können. Suchen wir Jesus also in allen Situationen, damit wir nicht die Wahrheit über ihn, sondern ihn selber finden werden.