07. Oktober – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Aus diesem Grunde vergleicht der Heilige Geist uns mit Bäumen, die an den Wassern der Gnade auf dem Acker der Kirche gepflanzt sind und zur rechten Zeit Frucht tragen sollen; oder mit Reben, deren Weinstock Jesus Christus ist und die gute Trauben tragen sollen; oder mit einer Herde, deren Hirte Jesus Christus ist und die sich vermehren und Milch geben soll; oder mit einem guten Erdreich, das von Gott bebaut wird, in dem die Aussaat sich vervielfacht und dreißig-, sechzig- oder hundertfache Frucht bringt.

Fortsetzung folgt…
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

06. Oktober – Ganz Dein…

Wir sind das Eigentum Jesu Christi und Mariens
Aus allem, was Jesus Christus für uns ist, ergibt sich, dass wir, wie schon der Apostel sagt, nicht uns selbst gehören, sondern Jesus Christus. Wir sind seine Glieder und Leibeigenen, die er unendlich teuer erkauft hat, nämlich um den Preis seines Blutes. Vor der Taufe waren wir Sklaven des Teufels; die Taufe aber hat uns in Wahrheit zum Eigentum Jesu Christi gemacht. Unser Leben, unsere Arbeit und unser Tod hat keinen anderen Zweck mehr, als Frucht zu tragen für den Gottmenschen. Ihn sollen wir verherrlichen in unserem Leib, ihn zum Herrscher machen in unserer Seele, denn wir sind seine Siegesbeute, das Volk, das er sich erkämpft hat, und sein Erbe.

Fortsetzung folgt…
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

05. Oktober – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Gebet des heiligen Augustinus
„Du bist Christus, mein heiliger Vater, mein gütiger Gott, mein großer König, mein guter Hirte, mein einziger Lehrer, mein bester Helfer, mein schönster Geliebter, mein lebendiges Brot. Du bist mein Hoherpriester in Ewigkeit, mein Führer zur ewigen Heimat, mein wahres Licht, meine heilige Wonne. Du bist für mich der gerade Weg, die herrliche Weisheit, die lautere Einfachkeit, die friedvolle Eintracht. Du bist mein ganzer Schutz, mein köstliches Erbe, mein ewiges Heil.
Christus Jesus, du liebster Herr, warum nur habe ich jemals in meinem Leben etwas anderes geliebt als dich Jesus, meinen Gott? Wo war ich, wenn ich deiner nicht gedachte? Von nun an aber soll mein Sehnen erglühen und dem Herrn Jesus entgegenströmen. Auf, eilet, meine Wünsche, ihr habt genug gezögert; eilt nun zu auf euer Ziel, suchet ihn, nach dem ihr strebt. Jesus, wer dich nicht liebt, sei von der Liebe ausgeschlossen; wer dich nicht liebt, den erfülle Bitterkeit… O liebster Jesus, lass jede Regung meines Herzens eine Regung der Liebe zu dir, des Entzückens in dir, der Bewunderung für dich sein. Du Gott meines Herzens und mein Erbe, Christus Jesus, lass mich vergehen und lebe du in mir! Lass das Feuer deiner Liebe in meiner Seele entbrennen und zu einer heiligen Flamme anwachsen. Ewig soll dieser Brand auf dem Altare meines Herzens lodern; lass ihn mein innerstes Wesen durchglühen und die Tiefen meiner Seele verzehren, so dass der Tag meines Endes auch der Tag meiner Vollendung in dir sei… Amen.“

(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

04. Oktober – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Und damit ich durch deine Barmherzigkeit zur wahren Verehrung deiner heiligsten Mutter gelange und die ganze Welt für diese Verehrung begeistere, gib, dass ich dich glühend liebe. In dieser Meinung nimm das feurige Gebet an, das ich mit dem heiligen Augustinus und mit deinen wahren Freunden an dich richte:

Fortsetzung folgt…
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

03. Oktober – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Aber noch viel zu wenig habe ich bisher zur Ehre deiner heiligen Mutter gesagt. Darum verleihe mir die Gnade, sie gebührend zu preisen, allen ihren Feinden zum Trotz, die ja auch die deinen sind. Mit den Heiligen lass mich diesen laut zurufen: „Wer Gottes Mutter beleidigt, der bilde sich ja nicht ein, dass Gott ihm gewogen sei.“

Fortsetzung folgt…
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

02. Oktober – Ganz Dein…

Maria zu lieben wie Jesus sie liebt

Bewahre mich, o Herr, bewahre mich vor der Gesinnung und dem Gebaren solcher Menschen und schenke mir Anteil an den Gefühlen der Dankbarkeit, Hochschätzung, Ehrfurcht und Liebe, die du deiner heiligsten Mutter entgegenbringst. Je besser ich dich darin nachahme, je treuer ich dir darin folge, umso mehr werde ich dich lieben und verherrlichen.

Fortsetzung folgt…
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

01. Oktober – Ganz Dein…

Fortsetzung…
O mein liebster Jesus, haben diese Menschen denn wirklich deinen Geist? Machen sie dir Freude, wenn sie so handeln? Kann man dir denn gefallen, wenn man sich nicht bemüht, deiner Mutter zu gefallen? Steht denn die Verehrung deiner heiligen Mutter deiner eigenen Verehrung im Wege? Beansprucht Maria vielleicht die Ehre, die man ihr zollt, für sich selbst? Sondert sie sich etwa von dir ab? Ist sie etwa eine Fremde, die mit dir gar keine Verbindung hat? Missfällt man dir etwa, wenn man ihr gefallen will? Trennt oder entfernt man sich vielleicht gar von deiner Liebe, wenn man sich ihr hingibt und sie liebt?

Fortsetzung folgt…
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

30. September – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Manchmal kann man diese Herren zwar von der Marienverehrung reden hören, aber nicht, um sie zu verbreiten und zu empfehlen, sondern um die Missbräuche auszurotten, die damit getrieben werden. Dabei sind sie selbst ohne Frömmigkeit und ohne innige Verehrung für dich, eben weil sie keine für Maria haben. Den Marienpsalter, das Skapulier, den Rosenkranz betrachten sie als Altweiberandachten, typisch für die Unwissenden, unnötig zur Erlangung des Heiles; und wenn ihnen ein Marienverehrer in die Hände fällt, der seinen Rosenkranz betet oder irgend eine andere marianische Andacht übt, dann werden sie bald dafür sorgen, dass er seine Einstellung und Neigung ändert. Sie werden ihm raten, statt des Rosenkranzes die sieben Bußpsalmen zu beten, und statt der Marienverehrung werden sie ihm die Verehrung Jesu Christi empfehlen.

Fortsetzung folgt…
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

29. September – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Wenn sie sehen und hören, wie ein Marienverehrer häufig mit Innigkeit, Kraft und Überzeugung von der Verehrung dieser guten Mutter spricht; wenn er darin ein sicheres, untrügliches Mittel erblickt, einen kurzen Weg ohne Gefahr, einen makellosen Pfad ohne Fehl, ein wundervolles Geheimnis, um dich zu finden und dich vollkommen zu lieben, dann protestieren sie sofort aus vollem Halse. Sie führen tausend falsche Gründe an, um ihm zu beweisen, dass er nicht so viel von der heiligen Jungfrau sprechen dürfe; denn in dieser Andachtsübung gebe es große Missbräuche, die man entschieden ausrotten müsse. Daher soll man lieber von dir sprechen und die Völker nicht zur Verehrung der heiligen Jungfrau aneifern, die sie ohnehin schon genug lieben.

Fortsetzung folgt…
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

28. September – Ganz dein…

Fortsetzung…
Ich spreche auch nicht von den Irrgläubigen, die sich nicht um die Verehrung deiner heiligen Mutter kümmern, weil sie sich von dir und von deiner heiligen Kirche getrennt haben. Nein, ich spreche von den katholischen Christen, sogar von den Lehrern unter den Katholiken, deren Aufgabe es ist, andere in die Wahrheit einzuführen, und die doch dich und deine heilige Mutter überhaupt nicht kennen. Sie haben höchstens eine rein verstandesmäßige, trockene und unfruchtbare Vorstellung von ihr, die sich nicht auf ihr Leben auswirkt. Diese Herren sprechen nur selten von deiner heiligen Mutter und von der Verehrung, die man ihr schuldet, weil sie angeblich fürchten, dass es zu Missbräuchen führt und dass man dir Abbruch tut, wenn man diene heiligste Mutter zuviel ehrt.

Fortsetzung folgt…
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)