Und das Wort ist Fleisch geworden
und hat unter uns gewohnt…
Geben auch wir unser JA wie Maria zu Gottes Willen!
Sobald du die Versuchung fühlst, mache es wie die kleinen Kinder, die sofort zu Vater oder Mutter laufen oder um Hilfe schreien, sobald sie einen Wolf oder Bär erblicken. So nimm auch du deine Zuflucht zu Gott, bitte ihn, das er sich deiner erbarme und dir helfe. Der Heiland selbst lehrt uns: „Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet.“
(Franz von Sales)
In diesem stündlich neuen Kampf vervollkommnet sich der Christ; beharrlicher Widerstand erlaubt ihm, mit dem Apostel zu sprechen: „Ich glaube, noch nicht dort angekommen zu sein, wohin ich strebe; aber indem ich vergesse, was hinter mir liegt, und das ersehne, was vor mir liegt, laufe ich dem Ziel meines Daseins entgegen, um den Preis zu erringen, den Gott gestiftet hat,“ nämlich die himmlische Seligkeit, „zu der er uns durch Jesus Christus berief.“
(Thomas von Kempen)
Der Glaube beseitigt die krankhafte Unruhe des Geistes und versetzt ihn in die Wahrheit zurück. Eine völlige Unterwerfung gegenüber dem Willen Gottes erzeugt den Herzensfrieden, indem sie die eitlen, nur scheinbar frommen, aber in Wirklichkeit irreführenden Wünsche erstickt. Endlich triumphieren wir über die Sinne durch Gebet, Demut und Buße, indem wir den aufrührerischen Leib züchtigen und bändigen. (Fortsetzung am 22. Dezember)
(Thomas von Kempen)
Wir haben einen harten Kampf zu kämpfen: gegen unsern Geist, der uns verführt,
weil er selber durch mancherlei Irrlichter und eine falsche Neugier verführt wird; gegen unsre Wünsche, die uns verwirren; gegen unsre Sinne, deren Gelüste die Seele beflecken und erdwärts beugen. Trauriges Los des gefallenen Menschen. Aber Gott lässt ihn nicht im Stich. Er kann siegen, wenn er will. (Fortsetzung am 21. Dezember)
(Thomas von Kempen)
Lasst uns darum kräftig kämpfen, lasst uns hurtig laufen,
damit wir ans Ziel kommen, damit wir die Krone erringen.
(Ludwig Maria Grignon von Montfort)
Nur wer mutig ist und Gewalt anwendet, reißt das Himmelrech an sich.
Nur der wird dort gekrönt, der den guten Kampf gekämpft hat
im Geiste des Evangeliums, und nicht, weil es die Mode so wollte.
(Ludwig Maria Grignon von Montfort)
Lasst uns leiden, weinen, fasten und beten,
uns verbergen, verdemütigen, entäußern und abtöten;
denn wer nicht den Geist Jesu Christi, den Geist des Kreuzes besitzt,
der gehört dem Heiland nicht an.
(Ludwig Maria Grignon von Montfort)
Die ganze christliche Vollkommenheit besteht aus vier Dingen:
1. Im festen Willen, heilig zu werden (Wer mein Jünger sein will)
2. in der Entsagung (der verleugne sich selbst)
3. im Leiden (er nehme sein Kreuz)
4. im Handeln (und folge mir)
(nach dem hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort)
Wenn der böse Feind merkt,
dass Versuchungen uns nur zur Gottesliebe aneifern,
wird er davon ablassen.
(Franz von Sales)