
Herr, sei mir gnädig,
denn mir ist angst.
Entreiß mich der Hand
meiner Feinde und Verfolger.
Herr, lass mich nicht scheitern,
denn ich rufe zu dir.
(Eröffnungsvers am Freitag der 5. Woche in der Fastenzeit)

Herr, sei mir gnädig,
denn mir ist angst.
Entreiß mich der Hand
meiner Feinde und Verfolger.
Herr, lass mich nicht scheitern,
denn ich rufe zu dir.
(Eröffnungsvers am Freitag der 5. Woche in der Fastenzeit)

Eines Tags soll Petrus von Verona vor dem Bildnisse des Gekreuzigten gesprochen haben:
»Warum, o Herr, verteidigst du meine Unschuld nicht?« Die Antwort war: »Und ich, o Petrus, was hatte ich gesündigt, dass man mich ans Kreuz geschlagen?«

Die hl. Crescentia bekannte einmal:
«Mein Leben ist lieben, mein Lieben ist leiden; denn die Liebe ist keine wahre Liebe, wenn sie nicht gekreuzigt ist.»

Wenn Lucia Francisco fragte: „Francisco, warum rufst du nicht mich und Jacinta, dass wir mit dir beten?“, antwortete er: „Ich bete lieber allein, um nachzudenken und unseren Herrn zu trösten, der so traurig ist!“

Täglich wohnte Luitbirga in der Kirche dem ganzen Gottesdienst (der Messe und den Tagzeiten) bei. Weilte sie an einem Orte, wo sich keine Kirche befand, so stand sie schon vor Tags auf, um zur nächstgelegenen Kirche noch zu rechter Zeit zu kommen.
Jedes Mal pflegte sie auch die hl. Kommunion zu empfangen, worauf sie wieder den Weg nach Hause antrat. Zu besonderen Zeiten tat sie dies mit bloßen Füßen, um sich noch mehr abzutöten.

In seinem 91. Lebensjahre befiel Franz von Paola ein Fieber und frohlockend erkannte er darin das Nahen des Todes. Nun widmete er sich gänzlich der Vorbereitung auf den Tag, der ihn mit seinem Erlöser, für den er sein Tagwerk vollbracht, vereinigen sollte.
Während der drei letzten Monate seines Lebens schloß er sich in seine Zelle ein, und wollte keinen Umgang mehr mit Menschen haben; sein ganzes Sinnen und Trachten war auf die Ewigkeit gerichtet.

Öfters traf Hugo von Grenoble die Herzen seiner Zuhörer so mächtig, dass große Sünder ein öffentliches Bekenntnis ihrer bösen Taten ablegten. In allen seelsorglichen Arbeiten war er der Erste an der Stelle. Es kam sogar vor, dass er solchen, die in Feindschaft lebten, zu Füßen fiel, um sie zur Versöhnung zu bewegen.