02. Juni – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung … Das Herz des Erlösers lädt uns ein, zur Liebe des Vaters zurückzufinden, der die Quelle jeder echten Liebe ist: »Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat« (1 Joh 4,10). Die Liebe, die Jesus den Menschen schenkt, empfängt er unaufhörlich vom Vater, reich an Erbarmen und Mitleid (vgl. Eph 2,4; Jak 5,11).

Ganz besonders offenbart sein Herz die Großzügigkeit Gottes gegenüber dem Sünder. In seiner Reaktion auf die Sünde vermindert Gott seine Liebe nicht, sondern weitet sie aus in einem Akt der Barmherzigkeit, der zur Initiative der Erlösung wird.

Fortsetzung folgt …

(Auszug aus dem Schreiben von Papst Johannes-Paul II. anlässlich des 100. Jahrestages der Weihe der Menschheit an das heiligste Herz Jesu)

01. Juni – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Ich möchte all jenen meine Unterstützung und Ermutigung aussprechen, die – in welcher Position auch immer – die Herz-Jesu-Verehrung in der Kirche weiter pflegen, vertiefen und fördern; sie tun dies in einer Sprach- und Ausdrucksform, die unserer Zeit angemessen ist, damit diese Verehrung den künftigen Generationen in dem Geist, der sie immer beseelt hat, weitergegeben werden kann.

Auch heute geht es darum, die Gläubigen dahin zu führen, ihren Blick in Anbetung auf das Geheimnis Christi, Gott und Mensch, zu richten, um zu Männern und Frauen verinnerlichten Lebens zu werden, zu Menschen also, die eine Berufung zum neuen Leben, zur Heiligkeit, zur Wiedergutmachung, die apostolische Zusammenarbeit zum Heil der Welt ist, empfinden und leben, Menschen, die sich auf die Neuevangelisierung vorbereiten, indem sie Christi Herz als Mittelpunkt der Kirche anerkennen: Die Welt muss unbedingt verstehen, dass das Christentum die Religion der Liebe ist.

Fortsetzung folgt …

(Auszug aus dem Schreiben von Papst Johannes-Paul II. anlässlich des 100. Jahrestages der Weihe der Menschheit an das heiligste Herz Jesu)

28. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

O Maria,
Mutter der Barmherzigkeit,
wache über alle, damit das Kreuz Christi
nicht um seine Kraft gebracht wird,
damit der Mensch
nicht vom Weg des Guten abirrt,
nicht das Bewusstsein für die Sünde verliert,
damit er wächst in der Hoffnung Gottes,
»der voll Erbarmen ist« (Eph 2, 4),
damit er aus freiem Entschluss
die guten Werke tut,
die von Ihm im voraus
bereitet sind (vgl. Eph 2, 10),
und damit er so mit seinem ganzen Leben
»zum Lob seiner Herrlichkeit bestimmt«
(Eph 1, 12) sei.

(Marianisches Gebet von Papst Johannes Paul II.)

27. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Es war billig und recht, dass die Ausgießung des Geistes, die der Jungfrau zum ersten Mal im Hinblick auf die göttliche Mutterschaft zuteil wurde, erneuert und bestärkt würde. Eingedenk der Verheißung Jesu erwartete sie in der Kirche und für die Kirche das Pfingstfest und erflehte für alle eine Vielfalt der Gaben. Der Heilige Geist antwortete auf das Bittgebet der Jungfrau und erfüllte die im Abendmahlssaal versammelte Gemeinschaft mit seinen Gaben. Dadurch wurde ihr Inneres umgewandelt, damit sie der Ausbreitung des Evangeliums dienen konnten.

(Papst Johannes Paul II. am 28.05.1997)

26. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Das II. Vatikanische Konzil zeichnet den Lebensweg der Jungfrau Maria nach und erinnert daran, dass sie zu der Gemeinschaft gehörte, die das Pfingstfest erwartete. In dieser ersten Gemeinschaft wird die Kirche gleichsam vorgebildet.

Das Konzil unterstreicht ausdrücklich, dass Maria in der betenden Versammlung anwesend war: Sie erflehte „mit ihren Gebeten die Gabe des Geistes“ (LG, 59). Dabei setzte sie ihre geistliche Erfahrung ein, um Herz und Geist derer zu bereiten, die mit ihr versammelt waren.

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 28.05.1997)

24. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Die Lehre des II. Vatikanischen Konzils stellt die Wahrheit von der Mittlerschaft Marias dar als Teilhabe an dieser einzigen Quelle der Mittlerschaft Christi selbst. So lesen wir dort: »Eine solche untergeordnete Aufgabe Marias zu bekennen zögert die Kirche nicht, sie erfährt sie ständig und legt sie den Gläubigen ans Herz, damit sie unter diesem mütterlichen Schutz dem Mittler und Erlöser inniger verbunden seien«.Diese Aufgabe ist zugleich besonders und außerordentlich. Sie entspringt aus ihrer göttlichen Mutterschaft und kann nur dann im Glauben verstanden und gelebt werden, wenn man die volle Wahrheit über diese Mutterschaft zugrundelegt. Indem Maria kraft göttlicher Erwählung die Mutter des dem Vater wesensgleichen Sohnes ist, »ist sie (auch) uns in der Ordnung der Gnade Mutter geworden«.Diese Aufgabe ist eine konkrete Weise ihrer Gegenwart im Heilsgeheimnis Christi und der Kirche.

Auszug aus: Enzyklika Redemptoris Mater von Papst Johannes Paul II.

23. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Überall in der Kirche erhebt sich am Pfingstfest einstimmig dieser Gesang: »Veni, creator Spiritus!« Der mystische Leib Christi, der die ganze Erde umfaßt, bittet um den Geist, aus dem er Leben schöpft, und um den Lebenshauch, der sein Wesen und sein Handeln beseelt.

Die Antiphonen der Psalmen haben uns soeben an die Erfahrung der Jünger im Abendmahlssaal erinnert: »Als die fünfzig Tage sich erfüllten, waren alle versammelt am gleichen Ort« (1. Antiphon); »Es erschienen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten, und der Heilige Geist ließ sich auf jeden nieder« (2. Antiphon).

Auch wir, die wir auf diesem Platz versammelt sind, der dadurch gleichsam zu einem großen Abendmahlssaal wird, machen aufs neue die gleiche spirituelle Erfahrung. Und ebenso wie wir erheben unzählige weitere Diözesangemeinschaften, Pfarrgemeinden, Verbände, Bewegungen und Gruppen überall auf der Welt diese gemeinsame Anrufung zum Himmel: Komm, Heiliger Geist!

(Auszug aus der Predigt von Papst Johannes Paul II am 29. Mai 2004)

22. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Die Mittlerschaft Marias ist ja eng mit ihrer Mutterschaft verbunden und besitzt einen ausgeprägt mütterlichen Charakter, der sie von der Mittlerschaft der anderen Geschöpfe unterscheidet, die auf verschiedene, stets untergeordnete Weise an der einzigen Mittlerschaft Christi teilhaben, obgleich auch Marias Mittlerschaft eine teilhabende ist.96 Wenn »nämlich keine Kreatur mit dem menschgewordenen Wort und Erlöser jemals verglichen werden kann«, »so schließt (doch) die Einzigkeit der Mittlerschaft des Erlösers im geschöpflichen Bereich ein verschiedenartiges Zusammenwirken durch Teilhabe an der einzigen Quelle nicht aus, sondern regt es sogar an«. So »wird die Güte Gottes in verschiedener Weise wahrhaft auf die Geschöpfe ausgegossen«.97

Fortsetzung folgt …

Auszug aus: Enzyklika Redemptoris Mater von Papst Johannes Paul II.

21. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Die Kirche weiß und lehrt, dass »jeglicher heilsame Einfluss der seligen Jungfrau auf die Menschen… aus dem Wohlgefallen Gottes kommt und aus dem Überfluss der Verdienste Christi hervorgeht, sich auf seine Mittlerschaft stützt, von ihr vollständig abhängt und aus ihr seine ganze Wirkkraft schöpft; in keiner Weise behindert er die unmittelbare Verbundenheit der Gläubigen mit Christus, sondern fördert sie sogar«. Dieser heilsame Einfluss ist vom Heiligen Geist getragen, der ebenso, wie er die Jungfrau Maria mit seiner Kraft überschattete und in ihr die göttliche Mutterschaft beginnen ließ, sie fortwährend in ihrer Sorge für die Brüder ihres Sohnes bestärkt.

Fortsetzung folgt …

Auszug aus: Enzyklika Redemptoris Mater von Papst Johannes Paul II.