24. April – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Glaubt nicht an die Gewalt; unterstützt die Gewalt nicht! Dies ist nicht der christliche Weg. Es ist nicht der Weg der katholischen Kirche. Glaubt an den Frieden und an die Vergebung und Liebe, denn diese gehören zu Christus.

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes-Paul II. am 01.07.1980 an die Jugend in Belo Horizonte (Brasilien) – dem Buch: Seid ohne Furcht entnommen)

23. April – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Mit seiner Lehre und mit seinem Vorbild lädt Pater Pio uns ein zum Gebet, zum Schöpfen aus dem göttlichen Erbarmen durch das Sakrament der Beichte sowie zur Nächstenliebe. Insbesondere lädt er uns ein, die Jungfrau Maria zu lieben und zu verehren. Seine Hinwendung zur Gottesmutter kommt in allen Zeugnissen seines Lebens zum Ausdruck: in seinen Worten und Schriften, in seiner Lehre und in den Empfehlungen, die er seinen zahlreichen geistlichen Söhnen und Töchtern gab.

Als wahrer Sohn des Franz von Assisi, von dem er gelernt hatte, sich mit wunderbaren Ausdrücken des Lobes und der Liebe an Maria zu wenden (vgl. Saluto alla Vergine in: Fonti Francescane, 59), wurde der neue Selige nicht müde, den Gläubigen eine zärtliche, tiefe und in der echten Tradition der Kirche wurzelnde Verehrung der Gottesmutter einzuprägen. In der Vertraulichkeit des Beichtstuhls wie in seinen Predigten ermahnte er immer wieder: Liebt die Muttergottes! Am Ende seines irdischen Daseins im Augenblick der Bekundung seines letzten Willens richtete er, wie er es sein ganzes Leben lang getan hatte, seine Gedanken auf die Heiligste Maria: »Liebt die Muttergottes und macht, daß man sie liebt. Betet allezeit den Rosenkranz!«

(Papst Johannes Paul II. am 02.05.1999)

21. April – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Den eigenen Sohn leiden und sterben sehen ist für jede Mutter schwer. Deshalb spricht die Begegnung des gekreuzigten Jesus mit seiner Mutter Maria und dem Jünger, den Jesus liebte, besonders an: „Frau, siehe dein Sohn“ (Joh 19, 26). Wenn Jesus am Kreuz seine Mutter und den Lieblingsjünger einander anvertraut, dann möchte er damit nicht in erster Linie ein familiäres Loch schließen, das sich mit seinem Tod öffnet. Denn Maria war spätestens seit dem öffentlichen Auftreten ihres Sohnes daran gewöhnt, allein zu leben und gleichzeitig in die Gemeinschaft ihrer Verwandten eingebunden zu sein.

Deshalb gehen die Worte Jesu nicht nur Maria und den Lieblingsjünger an. Sie sind an diejenigen gerichtet, die das Geschenk der Gnade Gottes empfangen sollen. Johannes steht für alle, die der „neuen Generation“ angehören, die aus dem Opfer am Kreuz hervorgegangen ist. Dazu gehören auch wir. Maria ist unser aller Mutter. Deshalb darf jeder von uns sich ihrer mütterlichen Liebe anvertrauen.

(Papst Johannes Paul II. am 23.04.1997)

20. April – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Die religiöse Orientierung des Menschen leitet sich von seiner Geschöpflichkeit ab: Der Mensch ist Bild und Gleichnis Gottes.

Dennoch gibt es das Phänomen des Atheismus. Unsere Zeit kennt Formen des “theoretischen” und des “praktischen” Atheismus. Der Säkularismus zum Beispiel manifestiert sich insbesondere in den wirtschaftlich und technisch hochentwickelten Ländern. Durch seine Gleichgültigkeit gegenüber dem Glauben versucht er die Menschen von Gott abzubringen. Daneben wirkt auch der systematische Atheismus, der bisweilen zu einer intoleranten Ideologie werden kann. Er verspricht dem Menschen eine Freiheit ohne Gott.

Die Kirche verurteilt nicht das ernsthafte Studium der psychologischen und soziologischen Elemente der Religiosität. Aber sie weist entschieden jene Auffassung zurück, wonach Religion als Projektion der menschlichen Seele oder als Ergebnis gesellschaftlicher Bedingungen interpretiert wird.

(Papst Johannes Paul II. am 14.04.1999)  

19. April – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Das Konzil hat erkannt, dass zur Entstehung des Atheismus die Gläubigen beigetragen haben können, insofern als sie das Antlitz Gottes nicht immer in angemessener Weise offenbart haben (vgl. GS, 19; KKK, 2125). 

Aus dieser Sicht zeigt sich gerade im Zeugnis für das wahre Antlitz Gottvaters die überzeugendste Antwort auf den Atheismus. Das schließt natürlich nicht aus, sondern erfordert auch, dass man die Gründe rationaler Ordnung, die zur Erkenntnis Gottes führen, richtig darlegt. Leider werden diese Gründe oft verdunkelt durch Konditionierungen, verursacht von der Sünde, sowie vielfältige kulturelle Gegebenheiten. Daher ist die Verkündigung des Evangeliums, bekräftigt durch das Zeugnis einer verständigen Nächstenliebe (vgl. GS, 21), der wirksamste Weg, damit die Menschen die Güte Gottes zu erahnen vermögen und nach und nach sein barmherziges Antlitz erkennen können. 

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 14.04.1999)  

18. April – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Welches ist die Haltung der Kirche gegenüber den Formen des Atheismus und ihren ideologischen Begründungen? Die Kirche verachtet keineswegs ein ernsthaftes Studium der psychologischen und soziologischen Komponenten des religiösen Phänomens, weist jedoch die Interpretation der Religiosität als Projektion der menschlichen Psyche oder als Ergebnis soziologischer Bedingungen entschieden zurück.

Die echte religiöse Erfahrung ist in der Tat kein Ausdruck von Infantilismus, sondern eine reife und würdige Haltung der Annahme Gottes, die dem Bedürfnis nach einem umfassenden Sinn des Lebens entspricht und zur Verantwortung für eine bessere Gesellschaft verpflichtet. 

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 14.04.1999)  

17. April – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Der Atheismus kann sogar zu einer Form von intoleranter Ideologie werden, wie die Geschichte beweist. Die letzten beiden Jahrhunderte haben Strömungen eines theoretischem Atheismus gekannt, die im Namen einer beanspruchten absoluten Autonomie des Menschen, der Natur oder der Wissenschaft Gott leugneten . Hierzu betont der Katechismus der Katholischen Kirche: »Oft basiert der Atheismus auf einer falschen Auffassung von der menschlichen Autonomie, die so weit geht, daß sie jegliche Abhängigkeit von Gott leugnet« (Nr. 2126). 

Dieser systematische Atheismus hat sich jahrzehntelang behauptet und die Illusion geliefert, dass wenn man Gott eliminierte, der Mensch sowohl in psychologischer als auch in sozialer Hinsicht freier wäre. Die wichtigsten Einwände, die vor allem gegen Gottvater vorgebracht wurden, gehen von der Auffassung aus, dass die Religion für den Menschen einen Wert kompensativer Art darstelle. Der erwachsene Mensch, der das Bild des irdischen Vaters beseitigt hat, würde in Gott das Bedürfnis nach einem vergrößerten Vater projizieren und müsse sich davon wiederum befreien, weil es den Reifeprozess des Menschen behindere. 

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 14.04.1999)  

16. April – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Überhaupt spricht die Bibel nicht von Atheismus, sondern vielmehr von Gottlosigkeit und Götzendienst. Gottlos und ein Götzendiener ist derjenige, der dem wahren Gott eine Reihe von menschlichen Produkten vorzieht, die fälschlicherweise als göttlich, lebendig und wirktätig angesehen werden. Der Hilflosigkeit der Götzenbilder – und parallel dazu derer, die sie anfertigen – sind lange prophetische Anklagereden gewidmet. Mit dialektischer Eindringlichkeit stellen sie der Leere und dem Unvermögen der vom Menschen angefertigten Götzenbilder die Macht des wundertätigen Schöpfergottes entgegen (vgl. Jes 44,9-20; Jer 10,1-16). 

Diese Lehre erreicht ihre größte Entfaltung im Buch der Weisheit (vgl. Weish 13-15), wo sich der Weg der Gotteserkenntnis über die Werke der Schöpfung abzeichnet, auf den später der Apostel Paulus (vgl. Röm 1,18-23) wieder zurückkommt. »Atheist« zu sein bedeutet also: nicht die wahre Natur der geschaffenen Wirklichkeit zu erkennen, diese vielmehr zu verabsolutisieren und genau deshalb zu »vergöttern«, anstatt sie als Abglanz des Schöpfers und Weg, der zu ihm führt, zu betrachten. 

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 14.04.1999)  

15. April – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Es ist nötig, sich vom Wort Gottes leiten zu lassen, um diese Situation der heutigen Welt verstehen und auf die schwerwiegenden Fragen, die sich stellen, antworten zu können.  Von der Heiligen Schrift ausgehend, wird man sogleich bemerken, dass sich darin kein Hinweis auf »theoretischen« Atheismus findet, während das Interesse darauf gerichtet ist, »praktischen« Atheismus anzuprangern.

Der Torheit bezichtigt der Psalmist diejenigen, die denken: »Es gibt keinen Gott« (Ps 14,1), und sich danach verhalten: »Sie handeln verwerflich und schnöde; da ist keiner, der Gutes tut« (ebd.). In einem anderen Psalm wird der überhebliche Frevler getadelt, der den Herrn verachtet und sagt: »Gott straft nicht, es gibt keinen Gott« (Ps 10,4). 

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 14.04.1999)