Es täte im Streit oft gut zu schweigen und so Gott Raum zum
Reden zu lassen.
Selbst Jesus zieht sich im Streit mit dem Pharisäer zurück. Er geht auf den
Berg, um zu beten. Und wir wollen oft alles bis ins Kleinste zerreden.
Anschließend wundern wir uns, wenn keine Brücke des Friedens entstehen kann.
Jesus hat mit seinem schweigen und beten Brücken gebaut.
Jesaja sagt: euer Fasten ist nichts wert, weil es nicht rein
ist. Euer Fasten taugt nichts, das heißt all eure Opfer sind wertlos.
Warum? Weil oft zwar viel gebetet wird, aber gleichzeitig oft negativ über den
Nächsten gesprochen wird. Wir wickeln sozusagen unsere Geschenke in dreckiges
Geschenkpapier ein. So entsteht oft Feindschaft unter den besten Freunden und
die Herzen sind für die Wahrheit verschlossen.
Nehmen Neid und Eifersucht nicht oft den Vorrang vor dem
Wort Gottes- und Nächstenliebe? Bekämpfen wir nicht oft unseren Nächsten, vor
allem in Gedanken?
Aber auch in Worten, indem wir über den Nächsten sprechen oder sogar in der
Tat, indem wir richten und urteilen?
Jetzt geht es um den geistigen Schmutz. Gott hat uns etwas
aufgezeigt, doch der geistige Schmutz macht uns für die Wahrheit taub und
blind.
Wie gehen wir in der Welt und in der Kirche miteinander um?
Herr, unser Gott, dein Sohn hat sich aus Liebe zur Welt dem
Tod überliefert. Laß uns in seiner Liebe bleiben und mit deiner Gnade aus ihr
leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Das Wasser ist Sinnbild für den Heiligen Geist. Dass der Baum 12 Monate Früchte trägt ist ungewöhnlich. Bei Gott ist die Fülle zu erkennen. Jeden Monat sollst du reife Früchte haben, so dass du satt wirst. Die Gaben, die er uns gibt = die Sakramente, die er uns gibt. Die Blätter = das Wort, das er uns gibt. Das ist es, was wir aus dem Text herausnehmen sollen.