03-Januar

In einem Brief der heiligen Theresia vom Kinde Jesu an ihre Schwester Marie du Sacre-Coeur lesen wir:

„Ich erkannte, dass die Liebe allein die Glieder der Kirche in Tätigkeit setzt, und würde die Liebe erlöschen, so würden die Apostel das Evangelium nicht mehr verkünden, die Märtyrer sich weigern, ihr Blut zu vergießen. Ich begriff, dass die Liebe alle Berufungen in sich schließt, dass die Liebe alles ist, dass sie alle Zeiten und Orte umspannt. Mit einem Wort, dass sie ewig ist!“

(Mehr gibt es hier.)

02-Januar

„Die Jungfrau aus dem Königsgeschlecht des David wird erwählt, das gottmenschliche Kind zu empfangen: zuerst im gläubigen Geist, dann auch in ihrem Leib.
Damit sie nicht aus Unkenntnis des Außerordentlichen, das Gott mit ihr plant, erschrecke, erscheint ihr der Engel, und sie erfährt, was durch den Heiligen Geist in ihr geschehen wird, dass sie zur Würde der Gottesmutter erhoben wird. Für ihre Unversehrtheit braucht sie nicht zu fürchten. Warum sollte sie misstrauisch sein?“
(aus dem Lektionar zum Stundenbuch; mehr gibt es hier)

 

2018

Barmherziger Gott, durch die Geburt deines Sohnes aus der Jungfrau Maria hast du der Menschheit das ewige Heil geschenkt. Lass uns (auch im neuen Jahr) immer und überall die Fürbitte der gnadenvollen Mutter erfahren, die uns den Urheber des Lebens geboren hat, Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

(Oration aus der Lesehore)

 

31. Dezember

 

„Das Haus von Nazaret ist eine Schule, in der man beginnt, Christi Leben zu verstehen. Es ist die Schule des Evangeliums. Hier nämlich lernen wir vor allem sehen, hören, betrachten und verstehen, welch große und geheime Kraft in dieser schlichten, demütigen und köstlichen Offenbarung des Sohnes Gottes steckt.“
(Aus dem Lektionar zum Fest der Heiligen Familie.)

30. Dezember

 

„Gottes liebender Heilsplan geht vom ersten Augenblick der Gnadengeschichte, ohne je sich durch Sünde und Untreue ablenken zu lassen, auf das Eine und Einzige: die Menschwerdung seines Wortes und darin auf die Vergöttlichung des Menschengeschlechtes, also auf Christus und die Kirche.“ (Aus dem Lektionar vom heutigen Tag.)

29. Dezember

Was für eine wunderbare Erklärung zu den Texten aus dem Hohenlied:
„Also werden in diesem Buch, das den Titel das „Hohelied“ trägt, Worte einer leiblichen Liebe gebraucht, damit die Seele durch Worte, die ihr vertraut sind, aus der Erstarrung gelöst, wieder warm wird und durch die Worte über die irdische Liebe zur höheren Liebe gelangt. Um unser Herz in heiliger Liebe zu entzünden, gebraucht Gott sogar Worte, die von unserer irdischen Liebe sprechen. Aber wenn er sich in seiner Sprache so zu uns herabläßt, will er uns auf die höhere Ebene des Verstehens führen. Denn aus den Worten der irdischen Liebe lernen wir, zu welcher Glut göttlicher Liebe wir entbrennen sollen.“  (Aus dem Lektionar zum heutigen Tag.)

28. Dezember

Ein kleines Kind wird geboren, es ist der große König. Aus der Ferne werden die Weisen herbeigeführt; sie kommen, das Kind anzubeten, das in der Krippe liegt, aber schon über Himmel und Erde herrscht. Als die Weisen die Geburt des Königs verkündeten, erschrak Herodes und suchte das Kind zu töten, um seine Herrschaft nicht zu verlieren. Hätte er an das Kind geglaubt, hätte er hier in Sicherheit herrschen können und ohne Ende im ewigen Leben. Warum fürchtest du dich, Herodes, bei der Kunde von der Geburt des Königs ?

(Aus dem Lektionar vom heutigen Tag.)

27. Dezember

Gott ist Licht, und Finsternis ist nicht in ihm. Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft haben mit ihm, und in der Finsternis wandeln, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir aber im Lichte wandeln, wie auch er im Lichte ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu [Christi], seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.
(Aus dem Lektionar vom heutigen Tag.)

26. Dezember

Stephanus aber, erfüllt von Heiligem Geiste, blickte zum Himmel, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: „Seht, ich sehe die Himmel offen und den Menschensohn stehen zur Rechten Gottes.“