„Jesus, du bist so klein, aber ich weiß, dass du mein Schöpfer und mein Herr bist. Jesus entgegnete: Ich bin es, doch gehe ich mit dir als Kind um, weil ich dich Demut und Schlichtheit lehren will.“
(Tagebuch der Sr. Faustyna 184)
„Bewahrt euch in der Liebe Gottes, indes ihr wartet auf das Erbarmen unseres Herrn Jesus Christus, dem eurigen Leben entgegen!“
„Manche sagen: „Ich habe zu viel Böses getan, der liebe Gott kann mir nicht verzeihen.“
Das ist eine grobe Lästerung.
Es bedeutet, der Barmherzigkeit Gottes eine Grenze setzen. Sie hat aber keine, denn sie ist grenzenlos.
Nichts beleidigt den lieben Gott so sehr, als an seiner Barmherzigkeit zu zweifeln.“
(Heiliger Pfarrer von Ars)
„Ich erwog, wieviel Gott gelitten hat und welche große Liebe er uns gezeigt hat; wir aber glauben nicht, dass Gott uns so sehr liebt. O Jesus, wer kann das verstehen? Was für ein Schmerz für unseren Erlöser, und womit soll er uns von seiner Liebe überzeugen, wenn selbst der Tod uns nicht überzeugt?“
(Tagebuch der Sr. Faustyna 319)
„So wie die Sonne zugleich die Zedern und jede kleine Blume bescheint, als wäre nur sie auf der Erde, so befasst sich unser Herr mit jedem einzelnen Menschen, als ob er seinesgleichen nicht hätte. Und wie in der Natur alle Jahreszeiten so geordnet sind, dass an dem ihm bestimmten Tag das bescheidenste Gänseblümchen erblühen kann, so wirkt alles zusammen zum Wohl einer jeden Seele.“
(Theresia von Lisieux)
„Gottes Barmherzigkeit preisen die heiligen Seelen im Himmel, die selber die unendliche Barmherzigkeit erfahren haben. Was diese Seelen im Himmel tun, beginne ich schon hier auf Erden. Ich werde Gott für seine unendliche Güte preisen; und ich werde mich bemühen, dass andere Seelen diese unaussprechliche und unbegreifliche Barmherzigkeit Gottes erkennen und verehren.“
(Tagebuch der Sr. Faustyna 753)
„Gott hat mit Sicherheit alle wünschenswerten Vollkommenheiten. Aber – wenn ich es so sagen darf – er hat zugleich eine große Schwäche: er ist blind! Und es gibt eine Wissenschaft, die er nicht kennt: das ist das Rechnen (…) Würde er genau sehen und könnte er rechnen, glauben Sie, dass er angesichts all unserer Schuld uns nicht ins Nichts zurückfallen ließe? Aber nein, seine Liebe zu uns macht ihn wirklich blind. Beachten Sie auch: würde der größte Sünder der Erde seine Schuld im Angesicht des Todes bereuen und in einem Akt der Liebe sterben, so zählt er nur sein letztes Gebet und empfängt ihn, ohne zu zögern, in den Armen seiner Barmherzigkeit, ohne einerseits die zahlreichen Gnaden zu zählen, die dieser Unglückliche zurückgewiesen hat, und alle seine Vergehen andererseits. Um ihn aber so blind zu machen und ihn daran zu hindern, auch nur die kleinste Rechnung zu schreiben, muss man verstehen, ihn beim Herzen zu nehmen. Dort ist seine schwache Stelle.
(Theresia von Lisieux)