04. Juli – Ganz Dein…

Maria ist der Anker des Heiles

Das sagt auch der heilige Bernhard ausdrücklich, um uns zur Ganzhingabe zu bewegen: „Wenn sie dich hält, fällst du nicht;

wenn sie dich schützt, fürchtest du nichts;

wenn sie dich leitet, emüdest du nicht;

ist sie dir gnädig, kommst du ans Ziel.“

Fortsetzung folgt….

(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

03. Juli – Ganz Dein…

Job übte sich während der vielen Versuchungen, die ihn bedrängten, vor allem in der Geduld; dadurch wurde er heilig und reich an allen Tugenden.

Gregor von Nazianz sagt, dass manche den Gipfel des Tugendlebens durch die vollendete Übung einer einzigen Tugend erklommen, und er führt Rahab an, die durch Gastfreundschaft zum höchsten Ruhm gelangte (Jos 2,3-21; Jos 6,22-25; Hebr 11,31; Jak 2,25) Das gilt natürlich nur, wenn deise Tugend vorzüglich, mit großem Eifer und mit großer Liebe geübt wird.

(Franz von Sales)

02. Juli – Ganz Dein…

Habe ich unter Angriffe des Hochmutes oder des Zorns zu leiden, dann muss ich meine Aufmerksamkeit besonders auf die Demut und Sanftmut richten und mich in diesem Sinne aller Gebete, der Sakramente, der Tugenden der Klugheit, Beständigkeit und Mäßigkeit bedienen.

Der Eber wetzt seine Hauer  n den anderen Zähnen; diese werden dadurch ebenfalls geschliffen und bleiben scharf. So musss der Mensch eine Tugend, in der er sich vervollkommnen will, weil er sie zu einer Verteidigung besonders notwendig hat, durch die Übung der anderen Tugenden feilen und schleifen; diese werden ihrerseits noch vorzüglicher und besser, während sie zur Vollendung der Haupttugend beitragen.

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)

01. Juli – Ganz Dein…

Haben wir besondere Schwierigkeiten mit einem bestimmten Fehler, dann verlegen wir uns soviel wie möglich auf die dem Fehler entgegengesetzte Tugend und beziehen auch die anderen Tugenden darauf. So werden wir unseren Feind besiegen und dabei in allen Tugenden vorankommen.

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)

30. Juni – Ganz Dein…

So widmen sich von den Dienern Gottes die einen dem Krankendienst, die anderen den Armen, diese der religiösen Unterweisung der Kinder, der Bekehrung der verlorenen und in die Irre gegangenen Seelen, jene dem Schmücken der Kirchen und Altäre, andere der Vermittlung von Frieden und Eintracht zwischen den Menschen. Gleich jenen, die auf der Leinwand mit verschiedenfarbigen Seiden-, Silber- und Goldfäden allerlei Blumen sticken, unternehmen sie ein besonderes Werk der Frömmigkeit, um auf seinem Grund die Vielfalt der anderen Tugenden sichtbar zu machen; durch die Beziehung zu ihrer Hauptübung erhalten alle Handlungen und Affekte ihre Einheit und Ordnung und lassen ihren Geist erkennen.

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)

29. Juni – Ganz Dein…

Kassian erzählt, dass ein frommes Mädchen an den hl. Athanasius herantrat mit dem Wunsch, in der Geduld geübt zu werden; er schickte ihr eine arme, stets mißmutige und zornige, reizbare und unausstehliche Witwe, die das fromme Mädchen ohne Unterlass quälte, so dass es Gelegenheit genug fand, Sanftmut und Nachgiebigkeit zu üben.

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)

28. Juni – Ganz Dein…

Der heilige König Ludwig besuchte die Spitäler und pflegte die Kranken mit eigener Hand, als wäre er dafür angestellt; der hl. Franz von Assisi liebte besonders die Armut, die er seine Braut nannte, der hl. Dominikus das Predigen, wovon sein Orden auch den Namen hat. St. Gregor liebte es, nach dem Vorbild Abrahams die Pilger liebevoll aufzunehmen, und wie jener empfing er den Herrn der Herrlichkeit in der Gestalt eines Pilgers. Tobias übte das Liebeswerk, die Toten zu begraben; die hl. Elisabeth, obwohl eine hohe Fürstin, erachtete die Verdemütigung für das größte; die hl. Katharina von Genua widmete sich, nachdem sie Witwe geworden, der Krankenpflege.

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)

27. Juni – Ganz Dein…

Eulogius von Alexandrien wünschte Gott in besonderer Weise zu dienen; da er weder zum Einsiedler noch zum Mönch kräftig genug war, nahm er einen völlig verkommenen, mit Aussatz bedeckten Armen zu sich, um auf diese Weise Nächstenliebe und Abtötung zu üben. Um seine Übung noch wertvoller zu machen, legte er das Gelübde ab, ihn  zu ehren und ihm zu dienen, wie ein Knecht seinen Herrn und Meister. Als nun sowohl der Kranke als auch Eulogius versucht waren, sich wieder zu trennen, fragten sie den großen Antonius um Rat, der ihnen antwortete: „Davor hütet euch wohl! Ihr seid beide nahe eurem Ziel; findet euch der Engel nicht beisammen, dann lauft ihr Gefahr, eure Krone zu verlieren.“

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)

26. Juni – Ganz Dein…

Es ist von Nutzen, wenn jeder die besondere Übung einer Tugend angelegen sein lässt; nicht um die anderen zu vernachlässigen, sondern um seinen Geist in Tätigkeit und Zucht zu halten. Dem heiligen Bischof Johannes von Alexandrien erschien ein schönes Mädchen, glänzender als die Sonne, königlich geschmückt, mit einem Kranz von Olivenzweigen gekrönt, und sagte: „Ich bin die älteste Tochter des Königs; wähle du mich zur Freundin, dann führe ich dich zu ihm.“ Er verstand, dass es die Barmherzigkeit gegen die Armen war, die Gott ihm empfahl, und gab sich dieser Tugend in einem Maß hin, dass er der „Almosenspender“ genannt wird.

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)

25. Juni – Ganz Dein…

So zieht man meist eine Geldspende einem geistlichen Almosen vor; den Bußgürtel, das Fasten, die Geißel, Kasteiungen des Leibes der Sanftmut, Güte, Bescheidenheit und den Überwindungen des Herzens, die zweifellos wertvoller sind.

Wähle also die wichtigen Tugenden, nicht die beliebten, die vorzüglichen, nicht die auffallenden, die besseren, nicht die glänzenden.

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)