08. April – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Verharre dann friedlich in der Demütigung. Gott weiß alles; das genügt. So schrieb der heilge Paulus an die Korinther: „Ich halte es für unbedeutend, von euch oder irgendeinem menschlichen Gericht beurteilt zu werden; beurteile ich aber auch selber nicht. Der Herr wird mich beurteilen. Richtet also nicht vor der Zeit, bevor der Herr kommt. Er wird erhellen, was im Finstern liegt; wird die Herzensregungen offenbar machen; und dann wird jeder von Gott nach Gebühr gelobt werden.“

(Thomas von Kempen – Nachfolge Christi)

 

07. April – Ganz Dein…

Der schmachbedeckte Jesus hat uns ein anderes Beispiel gegeben: er hat geschwiegen und den Mund nicht aufgetan. Alle Heiligen wurden gleich ihm verfolgt und verleumdet. Haben wir getan, was von uns abhing, um unsern Mitbrüdern keinen Anstoss zu geben, soll unser Gewissen ruhig bleiben.“

Fortsetzung folgt…

(Thomas von Kempen – Nachfolge Christi)

06. April – Ganz Dein…

Fortsetzung…

“ Überhebe dich aber auch nicht, wenn sie dich loben. Wirf dich vielmehr vor Gott auf die Knie und sprich zu ihm: „Herr, wenn du unsern Irrungen nachgehen willst, wer vermag dann deinen Blick auszuhalten?“

Einige legen auf das, was sie ihren „Ruf“ nennen, zuviel Gewicht. Gewaltsam wollen sie ihn schützen. Das zeugt oft von mehr Eigenliebe als von wirklichem Eifer.“

Fortsetzung folgt…

(Thomas von Kempen – Nachfolge Christi)

05. April – Ganz Dein…

Fortsetzung…

„Warum mich beunruhigen über das Urteil der Menschen? Was kann mir ihre Einschätzung antun? Sie gewahren höchstens das Äußere. Nie dringt ihr Auge bis ins Innere der Seele vor, dorthin, wo Gutes und Böses verborgen liegen. Betrübe dich also nicht, wenn andere dich verurteilen.“

Fortsetzung folgt…

(Thomas von Kempen – Nachfolge Christi)

04. April – Ganz Dein…

Fortsetzung…

„Halte stets Gott vor Augen und meide Wortgezänk. Unterliegst du scheinbar im Augenblick, und wirst du unverdienterweise abgewiesen, rege dich darüber nicht auf. Verkleinere nicht durch Ungeduld deine Krone.

Wende vielmehr den Blick zu mir, zum Himmel empor: ich vermag dich aus alller Schmach und Unbill zu befreien und vergelte jedem nach seinen Werken.“

Fortsetzung folgt…

(Thomas von Kempen – Nachfolge Christi)

03. April – Ganz Dein…

Fortsetzung…

„Wer bist du, um einen sterblichen Menschen zu fürchten, der heute lebt und morgen verschwunden sein wird? Fürchte Gott, und menschliche Drohungen werden dich nicht schrecken.

Was erreicht jemand mit Worten und Schmähungen gegen dich? Er schadet mehr sich selber und wird dem Gericht Gottes nicht entfliehen, mag er sein wer immer.“

Fortsetzung folgt…

(Thomas von Kempen – Nachfolge Christi)

02. April – Ganz Dein…

Fortsetzung…

„Er bemühte sich, andere möglichst zu erbauen und zu retten; sah sich jedoch außerstande, ihre Ablehnung und Verachtung stets zu vermeiden. So überließ er alles Gott, dem Allwissenden, und verteidigte sich geduldig und demütig gegen solche, die ihn schmähten, verdächtigten und willkürlich anklagten. Zuweilen setzte er sich allerdings zur Wehr, sonst hätten die Schwachen an seinem Schweigen Anstoss genommen.“

Fortsetzung folgt…

(Thomas von Kempen – Nachfolge Christi)

01. April – Ganz Dein…

Fortsetzung…

„Manche reden viel und verdienen deshalb nur wenig Glauben. Aber jedem zu gefallen, ist gar nicht möglich.

Obschon Paulus allen im Herzen zu gefallen suchte, und allen alles wurde, legte er doch äußerst wenig Gewicht auf menschliches Gericht..“

Fortsetzung folgt…

(Thomas von Kempen – Nachfolge Christi)

31. März – Ganz Dein…

„Mein Sohn, richte dein Herz fest auf den Herrn und fürchte kein menschliches Urteil, solange dir dein Gewissen Zeugnis gibt von einem untadeligen Verhalten.

Glücklich, wer solches durchmacht. Übrigens fällt das einem demütigen Menschen nicht schwer, der mehr auf Gott vertraut als auf sich selber.“

Fortsetzung folgt…

(Thomas von Kempen – Nachfolge Christi)

30. März – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Fragt alle Heiligen, sie werden euch bestätigen, dass sie niemals einen so köstlichen Genuß empfanden, als wenn sie die größten Qualen erlitten.

Wenn man freudig für Gott leidet, wird das Kreuz zu einer Freudenquelle für alle. Die Freude am Kreuz ist größer als die Freude eines Armen, den man mit allen möglichen Reichtümern überhäuft; größer als die Freude eines Bauern, den man auf einen Thron erhebt; größer als die Freude eines Feldherrn, der einen Sieg erringt; größer als die Freude der Gefangenen, die man von ihren Ketten befreit. Ja, man male sich die größten irdischen Freuden aus: die Freude eines gekreuzigten Menschen, der richtig zu leiden weiß, schließt sie ein und überragt sie alle.

(Ludwig Maria Grignion von Montfort)