06. Februar – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Haben wir oft unter unseren Mitmenschen zu leiden, so übersehen wir nicht, dass auch sie unter uns leiden. Deshalb sprach der Apostel: „Einer trage des andern Last; so erfüllt ihr das Gesetz Jesu Christi.“

Ein Prophet erklät: „Er schwieg wie ein Lamm schweigt vor dem, der es scheren will.“ Wer wagt alsdann noch zu murren, sich aufzulehnen, mit Beleidigungen zu antworten? Jesus, diene du uns zum Vorbild. Du hast uns zu Gott beten gelehrt: „Vergib uns unsre Schulden, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.“ So beten wir täglich; das geloben wir täglich. – Wehe dem, dessen Gebet sich selber Lügen straft.

(Thomas von Kempen)

05. Februar – Ganz Dein…

Fortsetzung…

„Herr, die Gnade muss mir ermöglichen, was mir natürlicherweise unausführbar vorkommt. Wie du weißt, kann ich nur wenig ertragen und verliere rasch den Mut, sobald sich ein Hindernis einstellt. Möge mir fortan jede Prüfung, um deines Namens willen, teuer und wünschbar werden; denn für dich leiden und geplagt sein, ist meiner Seele überaus heilsam.“

Fortsetzung folgt…

(Thomas von Kempen)

03. Februar – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Wer nur leiden will was und von wem es ihm beliebt, der weiß nicht, was Geduld bedeutet.

Der wahrhaft geduldige Mensch fragt nicht, von wem die Prüfung ausgeht.

Er empfängt alles dankbar aus Gottes Hand wie einen großen Gewinn.

Denn bei Gott bleibt nichts unbelohnt, nicht einmal das Geringste, solange es für Gott ertragen wird.

Fortsetzung folgt…

(Thomas von Kempen)

02. Februar – Ganz Dein…

Fortsetzung vom 01. Februar

Sage nicht: Von dem nehme ich das nicht an; das habe ich nicht verdient; er hat mich schwer geschädigt; ich hätte solches von ihm nie erwartet. Dagegen würde ich es von andern hinnehmen und könnte es vermutlich ertragen.

Törichte Einstellung das! Ein solcher Mensch kennt weder die Tugend der Geduld, noch denjenigen, der die Geduld krönt, sondern bloß den Beleidiger und die Beleidigung.

Fortsetzung folgt…

(Thomas von Kempen)

30. Januar – Ganz Dein…

Fortsetzung vom 29. Januar…

Es gibt noch unendlich viele Gedanken, die der Heilige Geist eingibt und die auch dir eingeben wird, wenn du eine wahrhaft innerliche Seele bist, abgetötet und treu der großen und erhabenen Hingabe, die ich dich gelehrt habe. Aber denke daran, dass Jesus um so mehr geehrt wird, je mehr du in deiner Kommunion Maria wirken lässt. Und du lässt Maria um so mehr für Jesus und Jesus in Maria wirken, je tiefer du dich demütigst, je besser du in Frieden und Schweigen auf ihn horchst, ohne sehen, verkosten oder fühlen zu wollen. Denn überall lebt der Gerechte aus dem Glauben und besonders in der heiligen Komunion, die ja ein Werk des Glaubens ist.

(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

29. Januar – Ganz Dein…

Fortsetzung vom 28. Januar…

Du kannst auch selbst, in Vereinigung mit Maria, Jesus bitten, dass durch seine heilige Mutter sein Reich auf Erden komme. Du kannst ihn bitten um die göttliche Weisheit oder Liebe, um Verzeihung für deine Sünden oder um irgend eine andere Gnade, aber stets durch Maria und in Maria. Sage ihm: „Jesus, du musst wachsen in meiner Seele, ich aber muss abnehmen. Maria, auch du musst wachsen in mir, und ich muss kleiner werden. O Jesus und Maria wachset in mir und auch in den Seelen.“

Fortsetzung folgt…

(Ludwig Maria Grignion von Montfort)