22. Januar

Das Gebet, das Franz von Sales unter Thronen betete, während sein Herz von unaussprechlichen Schmerzen wie zermalmt war, lautete:

„Gedenke, o huldreichste Jungfrau Maria, dass es noch nie ist gehört worden, dass jemand, der unter deinen Schutz geflohen, und um deine Fürbitte dich angerufen, von dir sei verlassen worden. Von solchem Vertrauen beseelt, eile ich zu dir, Jungfrau der Jungfrauen, komme ich zu dir, o Mutter! Stehe ich Sünder seufzend vor dir! Wolle doch nicht meine Worte verachten, Mutter des ewigen Wortes, sondern höre und erhöre mich gnädig. Amen.“

21. Januar

Als der Sohn des Statthalters Simphronius Agnes begehrte, sagte sie:

„Weiche von mir, ich habe schon einen anderen Bräutigam, der meine Liebe erworben hat. Er ist weit edler und reicher als du; diesem bleibe ich getreu und übergebe mich ihm vom ganzen Herzen.“

20. Januar

Der heilige Fabian war ein geborener Römer. Er wurde zum Papst erwählt, weil man bei der Wahl eine schneeweiße Taube von der Höhe niederschweben und sich auf das Haupt des Fabian herablassen sah. Nachdem er ruhmreich die heilige Kirche 14 Jahre regiert hatte, erlitt er durch das Schwert den Martertod unter Kaiser Decius am 20. Januar im Jahre 250.

(Q.: Leben der lieben Heiligen Gottes)

17. Januar

„Vom Mitmenschen her kommen uns Leben und Tod. Gewinnen wir einen Bruder, so gewinnen wir Gott. Geben wir einem Bruder Ärgernis, so sündigen wir gegen Christus.“

(hl. Antonius, Mönchsvater)

16. Januar

Unser Herr Jesus Christus hat gesagt:
„Nicht Gesunde brauchen den Arzt,
sondern Kranke.
Nicht Gerechte zu rufen bin ich gekommen,
sondern die Sünder.“
Darum beten wir:
Barmherziger Gott.
Zu Unrecht halten wir uns oft für gut
und glauben, gerecht vor dir zu sein.
Wecke uns aus unserer falschen Sicherheit,
befreie uns von unserer Selbstgerechtigkeit und heile uns durch Jesus Christus, den Arzt der Kranken, den Heiland der Sünder, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.“

(Tagesgebet von heute)