30. November – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

„Deshalb ist Advent ein Synonym für Hoffnung: nicht vergebliches Warten auf einen Gott ohne Gesicht, sondern konkretes und sicheres Vertrauen auf die Rückkehr dessen, der uns schon besucht hat, des »Bräutigams«, der durch sein Blut einen ewigen Bund mit der Menschheit besiegelt hat.

Es ist eine Hoffnung, die zur Wachsamkeit, jenem besonderen Kennzeichen dieser besonderen liturgischen Zeit, anregt: Wachsamkeit im Gebet, von liebevoller Erwartung beseelt; Wachsamkeit in der Dynamik einer konkreten Nächstenliebe und in dem Bewußtsein, daß das Reich Gottes dort nahe ist, wo die Menschen lernen, als Brüder zu leben.“

Papst Johannes Paul II. am 1. Adventssonntag, 1. Dezember 2002

29. November – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Mit dem heutigen ersten Adventssonntag beginnt ein neues Kirchenjahr. Die Kirche setzt ihren Weg fort und lädt uns ein, noch eingehender über das Geheimnis Christi nachzudenken; es ist ein immer neues Geheimnis, das die Zeit nicht erfassen kann. Christus ist Alpha und Omega, Anfang und Ende. Durch ihn geht die Geschichte der Menschheit wie eine Wallfahrt auf die Erfüllung des Reiches zu, das Er selbst mit seiner Menschwerdung und seinem Sieg über Sünde und Tod eröffnet hat.

(Aus einer Ansprache am 1. Dezember 2002)


28. November – Deine Zeit ist nahe

Gott, heil´ger Schöpfer aller Stern´,
erleucht uns, die wir sind so fern,
dass wir erkennen Jesus Christ,
der für uns Mensch geworden ist.


Denn es ging dir zu Herzen sehr,
da wir gefangen waren schwer
und sollten gar des Todes sein;
drum nahmst du auf dich Schuld und Pein.

Da sich die Welt zum Abend wandt´,
der Bräut´gam Christus ward gesandt.
Aus seiner Mutter Kämmerlein
ging er hervor als klarer Schein.


Gezeigt hat er sein groß´ Gewalt,
dass es in aller Welt erschallt,
sich beugen müssen alle Knie
im Himmel und auf Erden hie.


Wir bitten dich, o heil´ger Christ,
der du zukünftig Richter bist,
lehr uns zuvor dein´ Willen tun
und an dem Glauben nehmen zu.


Lob, Preis sei, Vater, deiner Kraft
und deinem Sohn, der all´ Ding´ schafft,
dem heil´gen Tröster auch zugleich
so hier wie dort im Himmelreich. Amen.

(Hymnus der 1. Vesper zum 1. Advent)

27. November – Deine Zeit ist nahe

Rosenkranz für die Armen Seelen

1) Jesus, durch deine Todesangst tröste die armen Seelen
2) Jesus, durch deine Geißelung mildere die Leiden der Armen Seelen
3) Jesus, durch deine Dornenkrönung stille die Sehnsucht der Armen Seelen
4) Jesus, durch deinen ^Kreuzweg führe die Armen Seelen ins ewige Licht
5) Jesus, durch deinen Tod öffne den Armen Seelen den Himmel

(Quelle: Aus dem Buch: Perlen und Rosen  Rosenkränze – Betrachtungen – Alltagsgebete –  aus dem Miriam Verlag)

26. November – Deine Zeit ist nahe

Heilige Maria, du große Fürbitterin, deine mütterliche Liebe umfasst in gleicher Weise alle Seelen, die erlöst sind durch das Blut deines Sohnes Jesus. Trauer erfüllt unser Herz, wenn wir an unsre Toten denken. Doch wir haben ein unbegrenztes Vertrauen auf deine Fürbitte. So kommen wir denn zu dir, hohe Königin. Der Tod hat die irdischen Bande zerrissen, doch er hat die Liebe nicht ausgelöscht, die uns mit denen verbindet, die in demselben Glauben lebten wie wir. Maria, unzählige Seelen im Reinigungsorte warten mit brennender Ungeduld, daß wir ihnen durch unser Gebet, durch verdienstvolle Werke Hilfe bringen. In der Liebe Jesu Christi erheben wir in ihrem Namen bittend Augen und Herzen zu dir, liebevolle Mutter aller Gläubigen. Schenke unsrem Gebet den gewünschten Erfolg! Durch deine mütterliche Fürsprache gib ihm die Kraft, das Herz Jesu, unsres Heilands, zu rühren! Deine unerreichbar hohe Heiligkeit ersetze unsre Armseligkeit, deine Liebe unsre Gefühllosigkeit, deine Macht unsre Schwäche!

Königin des Himmels, gib, dass das heiße Sehnen der dahingeschiedenen Seelen, zur seligen Anschauung Gottes zugelassen zu werden, bald in Erfüllung gehe! Gute Mutter, wir bitten dich ganz besonders für die Seelen unserer Verwandten, der Priester, aller, die deine Verehrung förderten, die anderen Gutes taten und mit ihnen Mitleid fühlten, und schließlich für die Armen Seelen, die vergessen sind. Gib, dass wir alle eines Tages im Himmel beisammen sind und in deiner beglückenden Gegenwart gemeinsam mit den Heiligen uns des Besitzes Gottes freuen dürfen. Dann werden wir dir ohne Ende Dank sagen, gute Mutter, unermüdliche Trösterin, für alle Gnaden, die du uns erwirkt hast. Amen.
Papst Pius XI