13. Juli

Im Frühling 1916, als die Kinder wie immer ihre Schafe hüteten und miteinander spielten, geschah etwas Seltsames: Ein starker Wind schüttelte die Bäume. Als die Kinder aufschauten, sahen sie einen Jüngling, weißer als Schnee. Die Sonne machte ihn durchsichtig, als wäre er aus Kristall. Er war von großer Schönheit. Als er den Kindern erschien, sagte er: „Habt keine Angst! Ich bin der Engel des Friedens! Betet mit mir!“

Dann kniete er nieder, beugte seine Stirn bis zur Erde und ließ sie dreimal das Gebet wiederholen:

„Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich und ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die an Dich nicht glauben, Dich nicht anbeten, auf Dich nicht hoffen und Dich nicht lieben.“

(Fatima)

12. Juli

Der hl. Johannes Gualbert (Galbett, Walbert), Stifter der Vallumbrosaner, wurde im Jahr 985 geboren und stammte nach der gewöhnlichen Annahme aus einem florentinischen Adelsgeschlechte. Als Jüngling verlor er sich in die Eitelkeiten der Welt, aus denen ihn die Hand Gottes wieder wunderbar zurückzog. Im Auftrage seines Vaters und getrieben von eigener Rachsucht, wollte er an dem Mörder seines Bruders Hugo Blutrache nehmen. Da traf er seinen Gegner an einem Karfreitage in der Nähe von Florenz an einem Orte, wo er ihm nicht zu entrinnen vermochte, und Johannes Gualbert war schon im Begriffe, den Wehrlosen mit dem Schwerte zu töten.

Dieser aber flehte mit kreuzweise übereinander gelegten Armen zu ihm, dass er um der Liebe Jesu Christi willen seines Lebens schonen möge. Dieser Anblick, dieses Flehen und das Beispiel des Erlösers erweichten die Härte seines Herzens; er warf nach kurzem innerlichen Kampfe das Schwert weg und rief mit tiefbewegtem Herzen:

»Ich kann dir nicht versagen, was du um der Liebe Jesu willen von mir begehrst.«

Hierauf umarmten sie sich und gingen ihre Wege.

11. Juli

Den Tag seines Todes sagte Benedikt von Nursia selbst vorher und bereitete sich durch noch größere Abtötung, eifriges Gebet und andere gute Werke dazu vor. Sechs Tage vor seinem Ende ließ er sich sein Grab zurecht machen. Es ergriff ihn ein Fieber, welches andern nicht gefährlich zu sein schien. Der Heilige ließ sich aber am letzten Tage in die Kirche tragen, wo er nach empfangenem heiligen Biaticum stehend in den Armen der Seinigen, mit zum Himmel erhobenen Händen und Augen im Alter von 63 Jahren am 21. März 543 starb.

Vor seinem Ende sah er seinen heiligen Orden in ganz Neapel, Sizilien, Frankreich, Spanien, Portugal, Deutschland und im Morgenlande ausgebreitet. In der Stunde seines Todes sahen zwei fromme Ordenspriester die Seele dieses Heiligen, wie sie, mit einem kostbaren Mantel umgeben, auf einer glänzenden Lichtbahn zum Himmel schwebte. Sie hörten zugleich folgende Worte:

„Dieses ist der Weg, auf welchem Benedikt, der Geliebte des Herrn, in den Himmel hinaufgefahren.“

08. Juli

Der Heilige Bischof Kilian (Chilian) war der Sohn adeliger und gottesfürchtiger Eltern in Schottland, geboren 644. Die religiöse und wissenschaftliche Bildung erhielt er in einem Kloster und machte in allem Guten so große Fortschritte, dass er zum Priester geweiht wurde. Als er einmal folgende Worte Jesu erwog:

Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach“ [Lk 9, 23],

fasste er den festen Entschluss, für das Heil der Seelen aus allen Kräften zu arbeiten. Bald nach der Priesterweihe verließ daher Kilian mit zwei gleichgesinnten Freunden sein Vaterland und seine reichen Erbgüter, setzte über das Meer, durchzog einige Provinzen und kam endlich nach Würzburg in Franken.

07. Juli

Der heilige Willibald verzichtete gerne auf den irdischen Thron, um das Reich der ewigen Herrlichkeit zu gewinnen. „Glücklich die Seele, die von aller Anhänglichkeit an das Irdische gelöst, nur für Gott zu leben gesucht. Sie fürchtet keinen Feind und keinen Tod, und lebt ruhig und glücklich auch bei Trübsal und Leiden.“

(hl. Augustinus)

05. Juli

Heute gedenkt die Kirche der 7 Freuden Mariens

Dieses Fest wurde schon im Mittelalter gefeiert. Im Jahre 1906 hatte Papst Pius X dieses Fest mit in den römisch-katholischen Kalender aufgenommen. Doch inzwischen wurde das Fest wieder aus dem Festkalender entfernt. Dennoch wird das Fest weiter gefeiert und ist auch im liturgischen Kalender verzeichnet.

•      die Verkündigung
•      die Heimsuchung
•      die Geburt Jesu
•      die Anbetung der Weisen
•      das Wiederauffinden des zwölfjährigen Jesus im Tempel
•      die Auferstehung Jesu
•      die leibliche Aufnahme in den Himmel

04. Juli

Die junge Prinzessin Elisabeth zeigte aber auch schon frühzeitig eine besondere Neigung zu religiösen Übungen, und ergab sich schon vor ihrem achten Jahre kleinen Werken der Abtötung, wodurch es kam, dass sie alle eiteln Weltfreuden verachtete und nur in heil. Psalmensang und in Werken der Barmherzigkeit ihre Freude fand. In ihrem zwölften Jahre vermählte man sie mit dem König Dionysius von Portugal, einem Manne, der vortreffliche Eigenschaften, aber auch seine Fehler hatte, die seiner frommen Gemahlin nicht wenig Herzeleid verursachten. Vor Allem war er ihr nicht treu in der ehelichen Liebe. Elisabeth, viel schmerzlicher berührt durch die Beleidigung Gottes und das entstandene Ärgernis, als durch die ihr zugefügte Schmach, betete unablässig für ihren Gemahl, und ließ Andere beten für seine Bekehrung. Sie sorgte großmütig für die Kinder, die ihren Mann zum Vater hatten, und nahm sich sogar mit großer Selbstverleugnung ihrer Mütter an. Ein so schönes Betragen öffnete dem Könige die Augen und rührte sein Herz. Er entsagte seinem sündhaften Leben, und brach in der Folge nie mehr die eheliche Treue.