16. Mai

Bevor Johannes von Nepomuk zum Priester geweiht wurde, prüfte er sich zuerst genau, ob er auch zu dieser hohen Würde berufen sei und bereitete sich dann vier Wochen lang in der Einsamkeit durch Gebet und Betrachtung auf die heilige Weihe vor. – Bald nach seiner Weihe übergab ihm sein Bischof die Predigerstelle in der Kirche unserer lieben Frau zu Tein. Als er zum ersten Male das Wort Gottes verkündete, da erstaunten alle Zuhörer über den jungen Mann, der mit größter Begeisterung redete und aller Herzen rührte. So oft er predigte, war die Kirche gedrückt voll Menschen aus allen Ständen.

15. Mai

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes,
Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

13. Mai

O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden!
Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle!
Führe alle Seelen in den Himmel,
besonders jene,
die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.
Amen.

10. Mai

In seinem 50. Lebensjahre wurde der heilige Johannes von Avila mit verschiedenen Gebrechlichkeiten heimgesucht; allein mitten in den größten Schmerzen, die er empfand, hörte man ihn oft dieses Gebet wiederholen: »Herr! vermehre meine Leiden, verleih mir aber zugleich auch die Geduld.« Nachdem er 17 Jahre lang unsägliches gelitten, starb er endlich zu Montilla in Andalusien am 10. Mai 1569.

09. Mai

Nachdem der heilige Pachomius  mehrere Jahre unter der Leitung dieses vortrefflichen Mannes gelebt hatte, gründete er um das Jahr 326 in der Wüste von Tabenna eine eigene klösterliche Niederlassung. Er berichtet, dass er auch hierbei von Palämon beraten und unterstützt worden sei. Das Unternehmen war sichtlich von Gottes Segen begleitet, denn die Zahl seiner Schüler wuchs bald auf hundert.

08. Mai

Sei gegrüßt, o Königin,
Mutter der Barmherzigkeit;
Unser Leben, unsere Wonne
Und unsere Hoffnung, sei gegrüßt!
Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas;

Zu dir seufzen wir
trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen.
Wohlan denn, unsere Fürsprecherin,
wende deine barmherzigen Augen uns zu
und nach diesem Elend zeige uns Jesus,
die gebenedeite Frucht deines Leibes!
O gütige, o milde, o süße Jungfrau!
Maria!

07. Mai

Wenn wir in der Osterzeit das „Regina Caeli“ beten, dann denken wir daran, dass in diesem Jubel sowohl die Freude der Gottesmutter als auch die Freude der ganzen Kirche erklingt, die beide auf die vollkommene Verwirklichung des Ostergeheimnisses bei der Auferstehung der Toten hoffen.

(Papst Johannes Paul II. am 21.05.1997)