03. Juli

Thomas, im Innersten ergriffen von so viel Güte und Liebe, konnte keine anderen Worte hervorbringen als:

„Mein Herr und mein Gott!“

Er gab aber damit das schöne Zeugnis, dass er Jesus erkenne als das, was er wirklich ist, als unseren Gott und Herrn. Und Jesus antwortete ihm:

„Weil du mich gesehen hast, Thomas, hast Du geglaubt; selig, die nicht sehen und doch glauben!“

In dem Benehmen des heiligen Apostels und in der Antwort Jesu, der er ihm gab, liegt ein großer Trost für uns. Sein Unglaube kräftigt wunderbar unseren Glauben an die Auferstehung Jesu, sagen die heiligen Väter. „Dass Thomas nicht glaubte und Jesus seine Wunden von ihm berühren ließ, geschah, sagt der heilige Gregorius, nicht aus Zufall, sondern aus göttlicher Fügung. Der zweifelnde Jünger berührte die Wunden am Leib seines Meisters und heilte dadurch die Wunden unseres Unglaubens. Der Unglaube des Thomas hat unserem Glauben mehr genützt als der Glaube der übrigen Apostel; denn während jener durch Berührung zum Glauben gebracht wurde, hat er uns jeden Zweifel benommen und unseren Glauben festbegründet.“

02. Juli

Du große Herrin, schönste Frau,
hoch über Sternen steht dein Thron.
Du trugst den Schöpfer, der dich schuf,
und nährtest ihn an deiner Brust.

Was Eva einst verloren sah,
gibst du im Sohne reich zurück.
Der Himmel öffnet sich in dir;
zur Heimkehr steht der Weg uns frei.

Du Pforte für den Königssohn,
des neuen Lebens helles Tor,
in dir grüßt jauchzend alle Welt
das Leben, das du ihr geschenkt.

Herr Jesus, dir sei Ruhm und Preis,
Gott, den die Jungfrau uns gebar,
Lob auch dem Vater und dem Geist
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

(Hymnus der Laudes am Fest Maria Heimsuchung)

01. Juli

Herr, erbarme Dich unser!
Christus, erbarme Dich unser!
Herr, erbarme Dich unser!
Christus, höre uns!
Christus, erhöre uns!
Gott Vater im Himmel,                                 erbarme Dich unser
Gott Sohn, Erlöser der Welt,
Gott heiliger Geist,
Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott,

Blut Christi, des Eingeborenen des ewigen Vaters,               rette uns!
Blut Christi, des menschgewordenen Wortes Gottes,
Blut Christi, des Neuen und Ewigen Bundes,
Blut Christi, in der Todesangst zur Erde geronnen,
Blut Christi, bei der Geißelung vergossen,
Blut Christi, bei der Dornenkrönung verströmt,
Blut Christi, am Kreuze ausgegossen,
Blut Christi, Kaufpreis unseres Heiles,
Blut Christi, einzige Vergebung der Sünden,
Blut Christi, im Altarsakrament Trank und Reinigung der Seelen,
Blut Christi, Strom der Barmherzigkeit,
Blut Christi, Besieger aller bösen Geister,
Blut Christi, Starkmut der Märtyrrer,
Blut Christi, Kraft der Bekenner,
Blut Christi, Lebensquell der Jungrauen,
Blut Christi, Stütze der Gefährdeten,
Blut Christi, Linderung der Leidenden,
Blut Christi, Trost der Weinenden,
Blut Christi, Hoffnung der Büßenden,
Blut Christi, Zuflucht der Sterbenden,
Blut Christi, Friede und Wonne aller Herzen,
Blut Christi, Unterpfand des ewigen Lebens,
Blut Christi, Erlösung aus der Tiefe des Reinigungsortes,
Blut Christi, aller Herrlichkeit und Ehre überaus würdig,
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt:
Verschone uns o Herr!
Lamm Gottes Du nimmst hinweg die Sünden der Welt:
Erhöre uns o Herr!
Lamm Gottes Du nimmst hinweg die Sünden der Welt:
Erbarme Dich unser o Herr!
V. Du hast uns erlöst, o Herr, in Deinem Blute.
R. Und uns zu Deinem Gottesreich gemacht.

Lasset uns beten:
Allmächtiger ewiger Gott, Du hast Deinen eingeborenen Sohn
Zum Erlöser der Welt eingesetzt und wolltest durch sein Blut Dich versöhnen lassen,
so lasse uns denn, wir bitten Dich, den Lösepreis unseres Heiles verehren
und durch seine Kraft vor den Übeln dieses Lebens auf Erden beschirmt werden,
so dass wir uns im Himmel ewig seiner Frucht erfreuen dürfen,
Durch denselben Christus, unseren Herrn .Amen

(Litanei vom kostbaren Blut)

30. Juni

Aus Liebe zu Jesus verließ Erentrudis ihre schöne Heimat und folgte dem Oheim nach Bayern. Hier gab ihr der hl. Rupert die Leitung des Frauenklosters auf dem Nonnenberge zu Salzburg, das vorzüglich der Erziehung armer, verlassener Kinder gewidmet war. Was in diesem Hause ihr ganzes Tagewerk ausmachte, war, dass sie, außer den Stunden des Gebetes, Waisen nährte und kleidete, vor der Sünde bewahrte und zu allem Guten anleitete, so dass Tausende sie als ihre leibliche und geistliche Mutter verehrten.

29. Juni

O Roma felix!
Der Apostelfürsten Tod
hat mit dem Purpur
ihres Blutes dich geschmückt.
Ihr großes Leben,
nicht dein Ruhm und deine Macht,
gibt dir den Vorrang
vor den Städten dieser Welt.

Pförtner des Himmels,
Petrus, der die Schlüssel trägt,
Völkerapostel,
Paulus, der die Heiden ruft:
Leuchten des Weltalls,
habt den Glauben ihr bezeugt –
einer am Kreuze
und der andre unterm Schwert.

Göttliche Dreiheit,
Vater, Sohn und Heil´ger Geist,
höre den Lobpreis,
den wir deiner Größe weihn,
da das Gedächtnis
deiner Zeugen uns erfreut.
Gib uns wie ihnen
einst den Thron der Seligkeit. Amen.

(Hymnus am Hochfest Petrus und Paulus)

27. Juni

Diese heilige Hemma ist die Stifterin des vormaligen Doppelklosters Gurk in Kärnten. Sie war im Erzherzogtum Kärnten im Jahr 983 geboren. Ihre Eltern hießen Engelbert und Tuta von Peilenstein. Von mütterlicher Seite war sie mit dem heiligen Kaiser Heinrich II. nahe verwandt. Schon ihre erste Kindheit verriet die herrlichsten Anlagen und eine große Neigung zum gottseligen Leben.

24. Juni

„Die Kirche feiert die Geburt des Johannes gleichsam wie eine geheiligte Geburt, unter den Vätern ist keiner sonst, dessen Geburtsfest wir feierlich begehen. Wir feiern nur die Geburt des Johannes und die Geburt Christi. Das kann nicht bedeutungslos sein.

Johannes wird geboren von einer unfruchtbaren Greisin. Christus wird von einer Jungfrau im Jugendalter. Der Vater glaubt nicht an die Geburt des Johannes und wird stumm. Maria glaubt an Christus und empfängt ihn im Glauben. Was untersucht und erörtert werden soll, ist damit gesagt.“

(Auszug aus der Lesung der Lesehore zum Fest Geburt des hl. Johannes des Täufers)