16. April

Allmächtiger Gott, Du hast uns durch die Auferstehung Christi neu geschaffen für das ewige Leben. Erfülle uns mit der Kraft dieser heilbringenden Speise, damit das österliche Geheimnis in uns reiche Frucht bringt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

(Schlussgebet der hl. Messe)

15. April

Allmächtiger Gott, in den österlichen Geheimnissen, die wir jedes Jahr feiern, hast du dem Menschen seine ursprüngliche Würde wiedergeschenkt und uns die sichere Hoffnung gegeben, dass wir auferstehen werden. Gib, dass die Erlösung, die wir gläubig feiern, in täglichen Werken der Liebe an uns sichtbar wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

(Oration der Laudes)

14. April

Allmächtiger Gott, du hast uns in den österlichen Sakramenten das Unterpfand der kommenden Herrlichkeit gegeben. Hilf uns, den Sieg des Auferstandenen zu verkünden, und laß die Fülle seiner Herrlichkeit an uns offenbar werden, wenn er wiederkommt. Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

(Oration der Laudes)

13. April

Allmächtiger, ewiger Gott, wir dürfen dich Vater nennen, denn du hast uns an Kindes Statt angenommen. Gib, dass wir mehr und mehr aus dem Geist der Kindschaft leben, damit wir die wahre Freiheit finden und das unvergängliche Erbe erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

(Oration der Laudes)

11. April

Erscheinung des Auferstandenen

Als er in der Frühe am ersten Wochentag auferstanden war, erschien er zuerst Maria Magdalena, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Diese ging hin und verkündete es seinen trauernden und weinenden Gefährten. Doch als diese hörten, dass er lebe und von ihr gesehen worden sei, glaubten sie es nicht.

Danach erschien er in fremder Gestalt zweien von ihnen auf dem Weg, als sie über Land gingen. Und diese gingen hin und verkündeten es den übrigen; doch auch ihnen glaubten sie nicht.

Später erschien er den Elfen, als sie bei Tische waren, und tadelte ihren Unglauben und ihre Herzenshärte, weil sie denen, die ihn als von den Toten Auferweckten sahen, nicht geglaubt hatten. Und er sprach zu ihnen: »Geht hin in alle Welt und verkündet das Evangelium aller Kreatur!

(Lukas 16,9-15)

10. April

Erscheinung am See Tiberias

Darauf zeigte sich Jesus abermals den Jüngern am See von Tiberias; er zeigte sich in folgender Weise: Simon Petrus und Thomas, genannt Didymus, und Nathanael von Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren beisammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: »Ich gehe fischen.« Sie sagten zu ihm: »Auch wir gehen mit dir.« 

Sie gingen also hinaus und stiegen in das Schiff; doch in dieser Nacht fingen sie nichts.
Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer; die Jünger erkannten jedoch nicht, dass es Jesus war. Jesus sprach zu ihnen: »Kinder, habt ihr nichts zu essen?« Sie antworteten ihm: »Nein.« Er sprach zu ihnen: »Werft das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus, und ihr werdet finden.« Sie warfen es aus und vermochten es nicht mehr einzuziehen wegen der Menge der Fische. Da sagte jener Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: »Es ist der Herr!« Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, legte er sich das Überhemd um – er war nämlich ohne Kleid – und warf sich in den See. Die anderen Jünger kamen im Schiff; denn sie waren nicht weiter als etwa dreihundert Ellen vom Lande weg und schleppten das Netz mit den Fischen nach.
Da sie nun ans Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer angelegt und einen Fisch darauf liegen und Brot. Jesus sprach zu ihnen: »Bringt von den Fischen, die ihr eben gefangen habt!« Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz, das mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen angefüllt war, ans Land: und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sprach zu ihnen: »Kommt und haltet Mahlzeit!« Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: »Wer bist du?« Wussten sie doch, dass es der Herr war. Da ging Jesus hinzu, nahm das Brot und gab es ihnen und ebenso auch den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass sich Jesus seinen Jüngern zeigte, nachdem er von den Toten auferweckt war.

(Johannes 21,1-14)

09. April

Da erzählten auch sie (die beiden Jünger, die von Emmaus zurückgekehrt waren), was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hätten beim Brechen des Brotes. Während sie noch darüber redeten, stand er selbst in ihrer Mitte und sprach zu ihnen: »Friede sei euch! « Sie aber erschraken und fürchteten sich und glaubten, einen Geist zu sehen.

Und er sprach zu ihnen: »Warum seid ihr verwirrt, und warum steigen Zweifel auf in euren Herzen? Seht an meinen Händen und Füßen, dass ich selbst es bin; rührt mich an und seht, ein Geist hat doch nicht Fleisch und Gebein, wie ihr mich es haben seht.« Mit diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Da sie aber vor Freude nicht glauben wollten und staunten, sprach er zu ihnen: »Habt ihr etwas zu essen hier?« Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch [und eine Honigwabe], und er nahm und aß vor ihren Augen. Er sprach zu ihnen: »Dies sind meine Worte, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war: Alles muss erfüllt werden, was im Gesetz des Moses, in den Propheten und Psalmen geschrieben steht über mich.« Dann erschloss er ihnen den Sinn zum Verstehen der Schriften und sprach zu ihnen: »So steht geschrieben: Der Messias wird leiden und von den Toten auferstehen am dritten Tag, und in seinem Namen wird Bekehrung und Vergebung der Sünden verkündet an alle Völker, angefangen von Jerusalem. Ihr seid Zeugen dafür.

(Lukas 24,35-48)

08. April

Jesus erscheint Maria Magdalena

Maria aber stand draußen vor dem Grabe und weinte. Und während sie weinte, beugte sie sich hinein ins Grab und sah zwei Engel dasitzen, in weißen Gewändern, einen zu Häupten und einen zu den Füßen, wo der Leib Jesu gelegen hatte. Sie sagten zu ihr: »Frau, was weinst du?« Sie sagte zu ihnen: »Weil sie meinen Herrn weggenommen haben und ich nicht weiß, wo man ihn hingelegt hat.« 

Nach diesen Worten wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, aber ohne zu wissen, dass es Jesus war. Jesus sprach zu ihr: »Frau, was weinst du? Wen suchst du?« Da sie meinte, er sei der Gärtner, sagte sie zu ihm: »Herr, wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich will ihn holen.« Jesus sprach zu ihr: »Maria!« Sie wandte sich um und sagte auf hebräisch zu ihm: »Rabbuni«, das heißt: »Mein Herr!« Jesus sprach zu ihr: »Rühre mich nicht an; denn noch bin ich nicht aufgefahren zum Vater; geh aber zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.« Maria Magdalena ging und verkündete den Jüngern: »Ich habe den Herrn gesehen«, und dies habe er ihr gesagt.

(Johannes 20,11-18)