
Gott hat noch nie jemanden gezwungen zur Beichte zu gehen – aber eingeladen sind sie alle. Durch die Beichte würden den Menschen die Augen aufgehen.

Gott hat noch nie jemanden gezwungen zur Beichte zu gehen – aber eingeladen sind sie alle. Durch die Beichte würden den Menschen die Augen aufgehen.

»Gepriesen sei der dreieinige Gott: der Vater und sein eingeborener Sohn und der Heilige Geist; denn er hat uns sein Erbarmen geschenkt« (Eröffnungsvers).
Immer – insbesondere aber am heutigen Dreifaltigkeitssonntag – ist die gesamte Liturgie auf das trinitarische Geheimnis, den Lebensquell jedes Gläubigen, ausgerichtet.
»Ehre sei dem Vater, Ehre sei dem Sohn, Ehre sei dem Heiligen Geist«: Jedes Mal, wenn wir diese Worte, die Zusammenfassung unseres Glaubens, sprechen, beten wir den einzigen und wahren Gott in drei Personen an. Staunend betrachten wir dieses Geheimnis, das uns vollständig umfängt. Geheimnis der Liebe, Geheimnis unaussprechlicher Heiligkeit.
»Heilig, heilig, heilig, Gott, Herr aller Mächte und Gewalten« werden wir in Kürze singen, wenn wir zum Kern des eucharistischen Hochgebets vordringen. Der Vater hat alles mit Weisheit und liebevoller Vorsehung geschaffen; der Sohn hat uns durch seinen Tod und seine Auferstehung erlöst; der Heilige Geist heiligt uns mit der Fülle seiner Gaben der Gnade und Barmherzigkeit.
(Predigt von Papst Johannes Paul II. am Dreifaltigkeitssonntag – 10.06.2001)

Die selige Mechthildis wurde auf dem Schloss zu Andechs im J. 1125 geboren. Bald darauf stifteten ihre Eltern ein Männer- und ein Frauenkloster zu Diessen am Ammersee, indem sie ihr Schloss zu diesem Zwecke bestimmten. (Dritte Stiftung.) Von ihrem fünften Lebensjahre an weilte die Selige an diesem Orte. So berühmt und edel ihre Abstammung war, so schätzte sie doch ihre Geburt aus Gott noch viel höher. Ihre Andacht war innerlich tief begründet. Was ihr Äußeres zu erkennen gab, fühlte noch weit mehr ihr Herz. Wenn sie den Leib des Herrn empfing, schien sie für die Sinnenwelt nicht mehr zu leben. Alles was sie im geistlichen Fortschritt fördern, in der Erkenntnis und Liebe Jesu weiter führen konnte, umfing und behielt sie mit Lust und Freude.

Fortsetzung …
Von der Kenntnis der Gebote schritten sie voran zum Ertragen von Leiden. Unter keinem Sturm ängstigten sie sich mehr, sondern mit alles übersteigendem Glauben traten sie die Fluten und Wogen der Welt mit Füßen, verachteten den Tod und brachten allen Völkern das Evangelium der Wahrheit. Wir aber, die wir durch die „Erneuerung im Heiligen Geist“ (6) an Kindes Statt angenommen wurden zur seligen Ewigkeit von Seele und Leib, wollen das hochheilige Fest dieses Tages „in rechtem Gottesdienst“ (7) begehen, indem wir mit dem seligen Apostel Paulus bekennen: der Herr Jesus „stieg hinauf zur Höhe und erbeutete Gefangene, er gab den Menschen Geschenke“ (8), damit jede Zunge bekenne: „Herr ist Jesus Christus, zur Ehre Gottes, des Vaters.“ (9)
6. Vgl. Tit.3,5. 7. Vgl. Röm.12,1. 8. Eph.4,8. 9. Phil.2,11.
(Leo der Große (+ 461)
Aus einer Predigt zum Pfingstfest.)

Die Werke des Heiligen Geistes
Alle, die an den Herrn Jesus glaubten, besaßen den ihnen eingegossenen Heiligen Geist. Die Apostel hatten schon damals die Vollmacht empfangen, Sünden zu vergeben, als der Herr sie nach seiner Auferstehung anhauchte und sagte:
„Empfangt den Heiligen Geist. Allen, denen ihr die Sünden erlasst, sind sie erlassen; allen, denen ihr sie nicht erlasst, sind sie nicht erlassen.“ (1) Aber eine größere Gnade und reichere Einhauchung war jener Vollendung vorbehalten, die den Jüngern noch verliehen werden sollte. Durch sie sollten sie auch das empfangen, was sie noch nicht erhalten hatten, und das, was sie schon empfangen hatten, sollten sie auf eine hervorragende Weise besitzen. Wie ist es also zu verstehen, dass der Herr, der ihnen schon gesagt hatte: „Alles, was ich von meinem Vater gehört habe, habe ich euch geoffenbart“ (2), ihnen den Heiligen Geist verspricht mit den Worten: „Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die volle Wahrheit führen.“ (3) Wollte der Herr etwa sagen, er habe ein geringeres Wissen oder er habe vom Vater weniger gelernt als der Heilige Geist? Aber er selbst ist doch die Wahrheit, und der Vater kann nichts sagen, der Geist nichts lehren ohne das Wort. Darum ist geschrieben: „Von dem, was mein ist, wird er nehmen“ (4), denn der Sohn gibt das, was der Geist vom Vater empfängt. Es handelte sich also nicht darum, eine andere Wahrheit zu lehren oder eine andere Lehre zu verkünden. Aber die Fassungskraft jener, die belehrt wurden, musste vermehrt werden; die Beständigkeit jener Liebe, die alle Furcht vertreibt (5), musste verstärkt werden, damit sie die Wut der Verfolger nicht fürchtete. Das begannen die Apostel wirklich brennender zu wollen und wirksamer zu können, nachdem sie mit einer neuen Gnadenfülle des Heiligen Geistes erfüllt waren.
(Leo der Große (+ 461)
Aus einer Predigt zum Pfingstfest.)
Fortsetzung folgt …
1. Joh.20,22f. 2. Joh.15,15. 3. Joh.16,12f. 4. Joh.16,14. 5. Vgl. Joh.4,18. 6.

Die hl. Agostina Livia Pietrantoni hütete eifersüchtig ein Bild der Madonna im Hospital: An sie wandte sie sich mit Glauben, und ihr vertraute sie die schwierigsten und schwersten Fälle unter ihren Kranken an. »Liebt und liebt und liebt Maria«, gebot der hl. Giovanni Calabria seinen Jüngern und hielt sie dazu an, Maria zu »leben« und zu »atmen«.
(Papst Johannes Paul II. am 18.04.1999)

Die Freiheit ist nur dann ein großes Geschenk, wenn wir es verstehen, sie bewusst für all das einzusetzen, was das wahre Gute ist. Christus lehrt uns, dass der beste Gebrauch der Freiheit die Liebe ist, die sich in der Hingabe und im Dienst verwirklicht. Zu solcher „Freiheit hat Christus uns befreit“ und befreit er uns ständig.
(Papst Johannes Paul II. – Enzyklika „Redemptor hominis“)

Am Pfingstmontag begeht die Weltkirche den Gedenktag Marias, Mutter der Kirche. Papst Franziskus hatte 2018 verfügt, dass der Montag nach dem Pfingstsonntag zukünftig der Gottesmutter in ihrer Eigenschaft als Mutter der Kirche gewidmet sein sollte.
Q.: Vatican

Wir wünschen allen ein gesegnetes und gnadenreiches Pfingstfest!

O Gott wir bitten Dich, Du wollest vom hohen Himmel Deinen göttlichen Segen über uns,
unsere Häuser, Äcker, Wiesen, Gärten und Bäume wider allen Blitz, Hagel und Sturmwind
herab senden; halte ein, und vernichte alle höllische Macht, und lass uns unter Deinem
Schutze und Schirme durch die Fürbitten der Heiligen Ulrich und Afra, und aller Heiligen
als deine lieben Kinder von aller Gefahr befreit in gewünschter Ruhe und Sicherheit leben,
das wir deine Güte ewig loben und preisen mögen.
Amen
Alter Wettersegen (1836)