03. Mai

Eines Tages traf der heilige Philippus den göttlichen Heiland am Ufer des Sees und ließ auch Ihn den Ruf hören:

„Folge mir nach.“

Philippus besann sich nicht lange; er verließ sogleich alles und folgte dem Heiland nach.

02. Mai

Das Mart. Rom., wo der glorreicher Name des heiligen Athanasius auch am 2. Mai steht, sagt, alles Bisherige zusammenfassend:

»Gegen Athanasius, der durch Heiligkeit und Wissenschaft ausgezeichnet war, hatte sich beinahe der ganze Erdkreis verschworen; er aber verteidigte den katholischen Glauben von der Zeit Constantins bis zu Valens (318-371, also etwas mehr als ein halbes Jahrhundert)

gegen Kaiser, Statthalter und eine unzählige Schaar arianischer Bischöfe mutvoll trotz all der vielen Nachstellungen, bei welchen er, auf dem ganzen Erdkreis flüchtig, kaum einen Ort fand, wo er sich hätte verbergen können; endlich war es ihm nach langen Kämpfen und vielen Kronen einer unerschöpflichen Geduld vergönnt, zu seiner geliebten Herde zurückzukehren, wo er dann zum Herrn heimkehrte im 46. Jahre seines Hohenpriestertums unter den Kaisern Valentinianus und Valens.«

01. Mai

  1. Milde Königin, gedenke, wie’s auf Erden unerhört,
    dass zu dir ein Pilger lenke, der verlassen wiederkehrt.

KV:        
Nein, o Mutter, weit und breit
schallt’s durch deiner Kinder Mitte,
dass Maria eine Bitte nicht gewährt ist unerhört, unerhört in Ewigkeit

Hast du, Mutter, deinen Kindern deine Hilfe je verneint,
hat man jemals seine Tränen, Mutter dir umsonst geweint?

KV:        

Nein, o Mutter …Mutter, Jungfrau der Jungrauen, sieh, ich fliehe hin zu dir, sieh ich komme voll Vertrauen, hilf, o Mutter, hilf auch mir!

 KV:       
Nein, o Mutter …

T: aus dem Gebetbuch von Pfr. Schwab M: unbekannt

30. April

»Die Liebe zu den Kindern ist die beste Lehrmeisterin der Erziehung; nur jemandem, der die Kinder liebt, darf man sie anvertrauen: Liebe im Herzen, Liebe im Ton, Liebe im Betragen gegen die Kinder – das zieht mit unwiderstehlicher Gewalt an, das zieht auch Gottes Segen auf sie und uns herab.«

(Pauline von Mallinckrodt)

29. April

Nach einer Anfechtung erschien der heiligen Katharina von Siena Jesus am Kreuze in himmlischen Glanze und sprach zu ihr:

„Meine Tochter, siehst du, wie viel ich für dich gelitten habe? Soll es dich also schwer ankommen, für mich zu leiden?

Da vergoß Katharina einen Strom von Tränen und sprach:

„O süsser Jesus, wo warst du denn, als meine Seele von so vielen Abscheulichkeiten geplagt wurde?“

Der Herr antwortete:

„Mitten in deinem Herzen!“

28. April

Im Jahr 1700 wurde Ludwig-Maria Grignion de Montfort zum Priester geweiht und machte eine Reise nach Nantes. Nach seiner Rückkehr begab er sich nach Poitiers. Als er im dortigen Spitale die Messe las, erbauten sich die Armen so sehr an seiner Frömmigkeit und Sammlung, dass sie um ihn als Spitalpriester einkamen und Gewährung erhielten. Anfangs erfuhr er viel Bitteres in dieser Stelle, bis man ihn zuletzt hochschätzte und ihm Gerechtigkeit widerfahren ließ. In dieser Stadt unternahm er es, die »Schwestern der Klugheit«, eine religiöse Genossenschaft, zu stiften, bestimmt zur Sorge für die Kranken in den Krankenspitälern. Nachher widmete er sich den Missionen, ein Werk, zu dem er immer eine ganz besondere Neigung gehabt hatte.

27. April

»Gelobt sei der Herr, der seine Diener durch den Hass, welchen die Irrgläubigen in Polen, in Böhmen und in Deutschland über sie ausschütten, verherrlichen will! Vorzüglich mühen sie sich ab, durch die gräulichsten Lästerungen, die sie über mich verbreiten, mich meiner Ehre zu berauben, die ich aber wes der zu suchen, noch zu verteidigen gedenke. Dieselbe Ehre erweisen sie überhaupt allen Jesuiten. Vielleicht wird es bald von Worten und Drohungen zu Schlägen und grausamen Tätlichkeiten kommen. Gott gebe, dass wir uns umso mehr befleißen, ihnen Beweise der Liebe zu geben, je mehr sie sich bemühen, uns allenthalben zu verschreien. Wahr ist’s, sie sind unsere Verfolger, aber sie sind auch unsere Brüder, wir müssen sie lieben aus Liebe zu Jesus Christus, der sein Blut für sie vergossen hat, und weil sie vielleicht nur sündigen, weil sie uns nicht kennen.«

(Petrus Canisius)

25. April

Unter jenen vier heiligen Männer, welche uns vom Leben, Leiden und Sterben des göttlichen Heilandes etwas schriftliches hinterlassen haben, befindet sich der heilige Markus. Seiner Geburt nach war er ein Jude. Als Jesus seine heilige Lehre verkündete, ließ er sich in die Zahl seiner Jünger aufnehmen; sein Glaube aber war nicht fest genug.

(Quelle: Georg Ott, Legende von den lieben Heiligen Gottes.
Regensburg 1884)