09. Juni

Das Blut der Märtyrer ist der Same des Christentums. Dies zeigte sich wieder herrlich bei dem Martertod des heiligen Primus und des heiligen Felizian. Man zählte nämlich die Zuschauer, die sich beim Anblick der Standhaftigkeit der Märtyrer bekehrten, auf mehr als 500.

08. Juni

Der heilige Medardus  übertrug den bischöflichen Sitz nach dem besser gelegenen und befestigten Noyon. Der Ort ist nach Westen und Osten mit Felsenabhängen umgeben, und konnte nach den offenen Seiten durch geringe Mannschaft gegen einen plötzlichen Überfall leicht verteidigt werden. Er musste aber auch (im Jahr 532) das Bistum Tournay annehmen, obwohl er sich nach Kräften hier gegen sträubte.

07. Juni

Der hl. Erzbischof Aldrich von Sens in Frankreich, war der Sohn eines Hofbeamten und wurde im Jahr 775 am Hofe Karls des Großen geboren. Frühzeitig verließ er die Güter und Ehren der Welt und trat als Jüngling in das Kloster Ferrieres in Gatinois, welches damals Bethlehem genannt wurde.

05. Juni

Mein Jesus, in Dein Herz hinein,
da leg ich alle meine Bitten!
Du hast dafür so viele Pein
und gar den bittern Tod erlitten!
Dass Du in Liebe und im Leide
nun würdest meine größte Freude;
drum leg ich in Dein Heilandsherz
all meine Bitten, meinen Schmerz.

(Hier findet man das Gebet.)

04. Juni

Herr Jesus Christus, im wunderbaren Sakrament des Altares hast du uns das Gedächtnis deines Leidens und deiner Auferstehung hinterlassen. Gib uns die Gnade, die heiligen Geheimnisse deines Leibes und Blutes so zu verehren, dass uns die Frucht der Erlösung zuteil wird. Der du in der Einheit des Heiligen Geistes mit Gott dem Vater lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

(Oration an Fronleichnam)

03. Juni

Jubelnder Freude Lied
töne am heil´gen Tag.
Festlicher Lobgesang
steige aus jedem Herz.
Altes sei abgetan,
alles sei heute neu:
Wort und Tat und das ganze Herz.


Denn wir begehn das Mahl,
wie es der Herr gebot,
da er als Lamm sich gab,
Opfer zu unserm Heil.
Was nur im Bild geahnt,
macht er nun sterbend wahr,
schenkt sich selber den Seinen ganz.

Siehe, er reicht im Brot
Schwachen das eigne Fleisch,
gibt den Verzagten Kraft,
labt sie mit seinem Blut.
So gibt er sich selbst hin,
da er zu ihnen sagt:
„Trinket alle aus diesem Kelch.“


Heiland und Herr der Welt,
höre auf unser Flehn:
Bleibe nicht fern von uns,
sei uns im Brote nah,
führ uns auf deinem Weg
hin zu der Hoffnung Ziel,
wo uns selig dein Licht umfängt. Amen.

(Hymnus der 1. Vesper zu Fronleichnam)

31. Mai

»Gepriesen sei der dreieinige Gott: der Vater und sein eingeborener Sohn und der Heilige Geist; denn er hat uns sein Erbarmen geschenkt« (Eröffnungsvers). 

Immer – insbesondere aber am heutigen Dreifaltigkeitssonntag – ist die gesamte Liturgie auf das trinitarische Geheimnis, den Lebensquell jedes Gläubigen, ausgerichtet.

»Ehre sei dem Vater, Ehre sei dem Sohn, Ehre sei dem Heiligen Geist«: Jedes Mal, wenn wir diese Worte, die Zusammenfassung unseres Glaubens, sprechen, beten wir den einzigen und wahren Gott in drei Personen an. Staunend betrachten wir dieses Geheimnis, das uns vollständig umfängt. Geheimnis der Liebe, Geheimnis unaussprechlicher Heiligkeit. 

»Heilig, heilig, heilig, Gott, Herr aller Mächte und Gewalten« werden wir in Kürze singen, wenn wir zum Kern des eucharistischen Hochgebets vordringen. Der Vater hat alles mit Weisheit und liebevoller Vorsehung geschaffen; der Sohn hat uns durch seinen Tod und seine Auferstehung erlöst; der Heilige Geist heiligt uns mit der Fülle seiner Gaben der Gnade und Barmherzigkeit. 

(Predigt von Papst Johannes Paul II. am Dreifaltigkeitssonntag – 10.06.2001)