27. April

»Gelobt sei der Herr, der seine Diener durch den Hass, welchen die Irrgläubigen in Polen, in Böhmen und in Deutschland über sie ausschütten, verherrlichen will! Vorzüglich mühen sie sich ab, durch die gräulichsten Lästerungen, die sie über mich verbreiten, mich meiner Ehre zu berauben, die ich aber wes der zu suchen, noch zu verteidigen gedenke. Dieselbe Ehre erweisen sie überhaupt allen Jesuiten. Vielleicht wird es bald von Worten und Drohungen zu Schlägen und grausamen Tätlichkeiten kommen. Gott gebe, dass wir uns umso mehr befleißen, ihnen Beweise der Liebe zu geben, je mehr sie sich bemühen, uns allenthalben zu verschreien. Wahr ist’s, sie sind unsere Verfolger, aber sie sind auch unsere Brüder, wir müssen sie lieben aus Liebe zu Jesus Christus, der sein Blut für sie vergossen hat, und weil sie vielleicht nur sündigen, weil sie uns nicht kennen.«

(Petrus Canisius)

25. April

Unter jenen vier heiligen Männer, welche uns vom Leben, Leiden und Sterben des göttlichen Heilandes etwas schriftliches hinterlassen haben, befindet sich der heilige Markus. Seiner Geburt nach war er ein Jude. Als Jesus seine heilige Lehre verkündete, ließ er sich in die Zahl seiner Jünger aufnehmen; sein Glaube aber war nicht fest genug.

(Quelle: Georg Ott, Legende von den lieben Heiligen Gottes.
Regensburg 1884)

19. April

Allmächtiger Gott, lass die österliche Freude in uns fortdauern, denn du hast deiner Kirche neue Lebenskraft geschenkt und die Würde unserer Gotteskindschaft in neuem Glanz erstrahlen lassen. Gib, dass wir den Tag der Auferstehung voll Zuversicht erwarten als einen Tag des Jubels und des Dankes. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

(Oration der Laudes)