Gott, unser Vater, du hast uns in der Taufe zu Kindern des Lichtes gemacht. Lass nicht zu, dass die Finsternis des Irrtums über uns Macht gewinnt, sondern hilf uns, im Licht deiner Wahrheit zu bleiben. Darum bitten wir durch Jesus Christus.
GOTT hat alle Wasser gesammelt und hat sie Meer genannt; er hat alle Gnaden gesammelt und hat sie Maria genannt, eine übervolle Schatzkammer ein Schrein, in der er alle Schönheit und Glanz eingeschlossen hat. GOTT hat Maria erwählt, und voll der Gnade schon im Mutterschoß ausgestattet, behütet bis zu letzt. Frei von jeglicher Erbsünde, vorbereitet um den einzigen Sohn Gottes zu gebären, wenn denn Maria zu ihrer Stunde JA sagen würde. Weiterlesen
Zwölf Jahre lang lebte Etheldreda mit Egfrid in ständiger Enthaltsamkeit und übte den heilsamsten Einfluss auf ihn. Endlich aber, da ihre Sehnsucht nach Zurückgezogenheit immer größer wurde, verließ sie doch den Hof auf Anraten des hl. Bischofs Wilfrid von York, der ihr den Schleier gab, und erbaute durch ihre Tugenden das ganze Kloster Coldingham, dem damals die hl. Ebba vorstand.
Thomas Morus war jederzeit wahrhaft fromm gewesen; er widmete auch die Zeit, die zwischen seiner Verurteilung und seinem Tode verstrich, dem Gebete. Am Abend vor seiner Hinrichtung schrieb er an Margareta, seine liebste Tochter, einen Brief, worin er ihr sagt, er brenne vor Verlangen, seinen Gott zu sehen, und es sei für ihn ein großes Glück, am nächsten Tage zu sterben, welcher die Oktave des Apostelfürsten und das Fest der Translation des hl. Thomas von Canterbury, seines Patrons, sei.
Aloysius von Gonzaga war es nicht genug, in der heiligen Kommunion sich mit Jesus auf das Innigste zu vereinigen. So oft er nur konnte, besuchte er in den Kirchen das heiligste Sakrament. Da warf er sich vor dem Tabernakel auf seine Knie und verweilte dort in heiliger Entzückung ganze Stunden; ja er wäre immer kniend geblieben, wenn ihn nicht der Gehorsam abgerufen hätte, und er musstse sich dann mit Gewalt losreißen, so sehr hielt ihn die Liebe zu Jesus gefesselt. Als er einmal in der Kirche in Andacht versunken kniete, meldete man ihm, dass sein Bruder mit einem zahlreichen Gefolge auf ihn warte. Aloysius aber gab keine Antwort, sondern blieb zwei Stunden lang unbeweglich auf seinen Knien liegend.
Du aber, unser Gott, bist gütig und treu, langmütig und das All mit Erbarmen lenkend! Denn dich verstehen ist vollkommene Gerechtigkeit, und deine Macht erkennen ist Wurzel der Unsterblichkeit.
Die hl. Jungfrau Juliana entspross aus der Familie der Falconieri zu Florenz, welche eigentlich aus Fiesole stammte. Ihr Vater Carissimus und ihre Mutter Riguardata waren sehr reich, und da sie lange Zeit keine Kinder hatten, bauten sie die noch heute wegen ihrer Schönheit und ihres Reichtums berühmte Kirche »Mariä Verkündigung« in Florenz. Beide waren schon bejahrt, als endlich Juliana im J. 1270 das Licht der Welt erblickte. Frühzeitig zeigte sie schon eine große Neigung zur Frömmigkeit, die der jüngere Bruder ihres Vaters, der hl. Alexius, einer der sieben Stifter des Ordens der Diener Mariä oder der »Serviten«, zu nähren bemüht war.
Allmächtiger Vater, komm in unser Herz und erleuchte es durch dein Licht, damit wir deine Weisungen erkennen und dir als unserem König folgen auf dem Weg, den du uns führst. Darum bitten wir durch Jesus Christus.
(Oration der Laudes am Freitag der 11. Woche im Jahreskreis)