Fortsetzung … Teilen wir diesen Frieden Gottes mit anderen, so wie es der selige Priester und Märtyrer Wincenty Frelichowsky tat. Auf diese Weise werden wir zu einem Keim des Friedens in der Welt, in der Gesellschaft, in unserem Lebens- und Arbeitsumfeld.
Ich richte diesen Aufruf an alle ohne Ausnahme und besonders an euch, liebe Priester. Seid Zeugen der barmherzigen Liebe Gottes. Verkündet das Evangelium Christi mit Freude, und spendet die Vergebung Gottes im Sakrament der Versöhnung. Versucht, durch euren Dienst alle Menschen näher zu Christus, dem Friedensspender, zu bringen.
Fortsetzung folgt …
(Auszug der Ansprache von Papst Johannes Paul II. bei der Herz-Jesu-Andacht und Seligsprechung von P. Stefan Wincenty Frelichowsky am 7.6.1999)
Fortsetzung … Liebe Brüder und Schwestern! Ohne innerliche Erneuerung und ohne Anstrengungen zur Überwindung des Bösen und der Sünde im eigenen Herzen – und vor allem ohne Liebe – kann der Mensch keinen inneren Frieden finden. Der Frieden kann nur dann überleben, wenn er in den höchsten Werten wurzelt, wenn er auf sittlichen Normen fußt und offen ist für Gott.
Er kann hingegen nicht bestehen, wenn er auf dem sumpfigen Boden der religiösen Gleichgültigkeit und eines nüchternen Pragmatismus aufgebaut wurde. Der innere Frieden entsteht im Herzen des Menschen und im Leben der Gesellschaft aus der sittlichen und ethischen Ordnung und aus der Befolgung der Gebote Gottes.
Fortsetzung folgt …
(Auszug der Ansprache von Papst Johannes Paul II. bei der Herz-Jesu-Andacht und Seligsprechung von P. Stefan Wincenty Frelichowsky am 7.6.1999)
3. »Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden« (Mt 5,9).
So sagt Christus zu uns in der Bergpredigt. Aus der Tiefe seines liebenden Herzens äußert er den Wunsch, dass wir glücklich sein sollen. Christus weiß, dass das höchste Glück die Vereinigung mit Gott ist, die aus dem Menschen ein Kind Gottes macht. Unter den verschiedenen Wegen, die zur Fülle des Glücks führen, nennt er auch jenen, der durch die Bemühungen zugunsten des Friedens und durch das Teilen dieses Friedens mit anderen geht. Die friedliebenden Menschen sind des Namens als Kinder Gottes würdig. Jesus nennt solche Menschen »glücklich«.
Fortsetzung folgt …
(Auszug der Ansprache von Papst Johannes Paul II. bei der Herz-Jesu-Andacht und Seligsprechung von P. Stefan Wincenty Frelichowsky am 7.6.1999)
Heute loben wir den Frieden unseres Herrn Jesus Christus; den Frieden, den er all jenen gewährte, die ihm im Laufe seines Erdenlebens begegneten; den Frieden, mit dem er seine Jünger nach der Auferstehung freudig begrüßte. Durch die Vereinigung mit Gott die Fülle des Glücks erlangen.
Fortsetzung folgt …
(Auszug der Ansprache von Papst Johannes Paul II. bei der Herz-Jesu-Andacht und Seligsprechung von P. Stefan Wincenty Frelichowsky am 7.6.1999)
Die Kirche lebt unablässig vom Evangelium des Friedens. Sie verkündet ihn allen Völkern und Nationen. Unermüdlich verweist sie auf die Wege des Friedens und der Versöhnung. Sie schafft Frieden, indem sie die Mauern des Vorurteils und der Feindseligkeit zwischen den Menschen niederreißt. Das tut sie vor allem durch das Sakrament der Buße und der Versöhnung:
Sie bringt die Gnade der göttlichen Barmherzigkeit und der Versöhnung und dringt so zu den eigentlichen Wurzeln der menschlichen Ängste vor, sie heilt die von der Sünde verletzten Gewissen, damit der Mensch innerlichen Trost empfindet und zum Friedensboten wird. Die Kirche teilt auch den Frieden, den sie selbst jeden Tag in der Eucharistie erfährt. Die Eucharistie ist der Höhepunkt unseres Friedens. Darin vollzieht sich das Opfer der Versöhnung mit Gott und den Brüdern und Schwestern, darin erklingt das Wort Gottes, das den Frieden verkündet, und darin erhebt sich unaufhörlich das Gebet: »Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erbarme dich unser.« In der Eucharistie erhalten wir Christus selbst geschenkt: Er gibt sich hin und wird unser Frieden. Dann erleben wir in aller Deutlichkeit, dass die Welt diesen Frieden nicht geben kann, weil sie ihn nicht kennt (vgl. Joh 14,27).
Fortsetzung folgt …
(Auszug der Ansprache von Papst Johannes Paul II. bei der Herz-Jesu-Andacht und Seligsprechung von P. Stefan Wincenty Frelichowsky am 7.6.1999)
Deshalb unterscheidet sich der Friede Christi von dem, den die Welt sich vorstellt. Im Abendmahlssaal, vor seinem Tod, sagte Christus es den Aposteln ganz eindeutig: »Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch« (Joh 14,27). Während die Menschen den Frieden in erster Linie in weltlicher und äußerlicher Hinsicht verstanden, sagt Christus, dass er sich aus der übernatürlichen Ordnung ergibt, dass er das Ergebnis der Vereinigung mit Gott in der Liebe ist.
Fortsetzung folgt …
(Auszug der Ansprache von Papst Johannes Paul II. bei der Herz-Jesu-Andacht und Seligsprechung von P. Stefan Wincenty Frelichowsky am 7.6.1999)
2. »Herz Jesu, unser Friede und unsere Versöhnung.«
Seht, das Herz des Erlösers – verständliches Zeichen seiner unbezwingbaren Liebe und unerschöpfliche Quelle eines wahren Friedens. In ihm »wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes« (Kol 2,9). Der Frieden, den Christus auf die Erde gebracht hat, kommt eben von dieser Fülle und dieser Liebe. Es ist das Geschenk eines liebenden Gottes, der den Menschen im Herzen des eingeborenen Sohnes geliebt hat. »Er ist unser Frieden« (vgl. Phil 2,14) – ruft der hl. Paulus. Ja, Jesus ist der Frieden, er ist unsere Versöhnung.
Er hat die Feindschaft vernichtet, die nach der Sünde des Menschen entstanden war, und durch seinen Tod am Kreuz alle Menschen mit dem Vater versöhnt. Auf Golgota wurde das Herz Christi von einer Lanze durchbohrt, als Zeichen vollkommener Selbsthingabe und jener selbstlosen und heilsbringenden Liebe, mit der er uns »bis zur Vollendung« liebte (vgl. Joh 13,1) und so das Fundament der Freundschaft Gottes mit den Menschen legte.
Fortsetzung folgt …
(Auszug der Ansprache von Papst Johannes Paul II. bei der Herz-Jesu-Andacht und Seligsprechung von P. Stefan Wincenty Frelichowsky am 7.6.1999)
Wir danken Gott, unserem Vater, der uns seine Liebe im Herzen Christi offenbart und uns durch die Salbung des Heiligen Geistes geweiht hat (vgl. LG, 10), damit wir, mit Christus vereint, ihn überall anbeten, einen heiligmäßigen Lebenswandel führen und dadurch die Welt selbst (vgl. ebd., 34) und das neue Jahrtausend Gott weihen.
Fortsetzung folgt …
(Auszug aus dem Schreiben von Papst Johannes-Paul II. anlässlich des 100. Jahrestages der Weihe der Menschheit an das heiligste Herz Jesu)
Fortsetzung … Die Verehrung des Herzens Christi, »der universale Sitz der Gemeinschaft mit Gott Vater, der Sitz des Heiligen Geistes« (Ansprache bei der Generalaudienz am 8. Juni 1994, 1; O.R. dt., Nr. 24, 17.6.1994, S. 2), neigt zu einer Festigung unserer Bande mit der Heiligen Dreifaltigkeit. Deshalb bereitet die Hundertjahrfeier der Weihe des Menschengeschlechts an das Heiligste Herz die Gläubigen auf das Jubeljahr vor, sowohl im Hinblick auf das Ziel der »Verherrlichung der Dreifaltigkeit [. . .], von der alles kommt und der sich alles zuwendet in Welt und Geschichte« (TMA, 55), als auch bezüglich seiner Hinwendung auf die Eucharistie (vgl. ebd.), worin das Leben, das Christus in Fülle geben möchte (vgl. Joh 10,10), all jenen vermittelt wird, die von ihm essen, um von ihm zu leben (vgl. Joh 6,57).
Die ganze Herz-Jesu- Verehrung ist in allen ihren Ausdrucksformen tief eucharistisch geprägt: Sie äußert sich in frommen Übungen, die die Gläubigen zu einem Leben im Einklang mit dem »gütigen und von Herzen demütigen« (vgl. Mt 11,29) Christus anregen, und wird in der Anbetung vertieft. Sie wurzelt und findet ihren Höhepunkt in der Teilnahme an der hl. Messe, vor allem am Sonntag, wo die Herzen der Gläubigen, brüderlich in der Freude versammelt, das Wort Gottes hören, mit Christus das Opfer ihrer selbst und ihres ganzen Lebens darbringen lernen (vgl. SC, 48), sich vom österlichen Mahl des Leibes und Blutes des Erlösers nähren und sich bemühen, immer mehr zu Evangelisierern und Zeugen der Solidarität und Hoffnung zu werden, indem sie die in Christi Herzen pulsierende Liebe vollkommen teilen.
Fortsetzung folgt …
(Auszug aus dem Schreiben von Papst Johannes-Paul II. anlässlich des 100. Jahrestages der Weihe der Menschheit an das heiligste Herz Jesu)