05. Juni – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung …

In Christi Herz ist das Wirken des Heiligen Geistes lebendig, dem Jesus die Inspiration seiner Sendung zuschreibt (vgl. Lk 4,18; Jes 61,1) und dessen Herabkunft er beim Letzten Abendmahl versprochen hatte. Dieser Geist hilft uns, das vielfältige Zeichen der durchbohrten Seite Christi zu begreifen, aus der die Kirche hervorgegangen ist (vgl. Sacrosanctum Concilium, 5). »Die Kirche – wie Paul VI. schreibt – ist aus dem offenen Herzen des Erlösers entstanden und erhält von diesem Herzen Nahrung, weil Christus ›die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen‹ (Eph 5,25–26)« (vgl. Diserti interpretes). Durch den Heiligen Geist verbreitet sich die Liebe, die das Herz Jesu erfüllt, im Herzen der Menschen (vgl. Röm 5,5) und bewegt sie zur Verehrung seines »unergründlichen Reichtums« (Eph 3,8) und zur kindgleichen und vertrauensvollen Anrufung des Vaters (vgl. Röm 8,15–16) durch den Auferstandenen, »denn er lebt allezeit, um für sie einzutreten« (Hebr 7,25).

Fortsetzung folgt …

(Auszug aus dem Schreiben von Papst Johannes-Paul II. anlässlich des 100. Jahrestages der Weihe der Menschheit an das heiligste Herz Jesu)

04. Juni – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung …

In der Herz-Jesu-Verehrung hat das prophetische, vom Evangelisten Johannes zitierte Wort Form angenommen: »Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben« (Joh 19,37; Sach 12,10). Es ist ein kontemplativer Blick, der sich darum bemüht, in das Innere der Empfindungen Christi, wahrer Gott und wahrer Mensch, einzudringen. In dieser Verehrung bestätigt und vertieft der Glaubende die Aufnahme des Geheimnisses der Menschwerdung, die das Wort mit den Menschen solidarisch und zum Zeugnis dafür macht, daß Gott den Menschen sucht. Diese Suche entspringt dem Innersten Gottes, der den Menschen »von Ewigkeit her in dem Wort liebt und ihn in Christus zur Würde der Sohnschaft erhöhen will« (TMA, 7). Gleichzeitig erforscht die Herz-Jesu-Verehrung das Geheimnis der Erlösung, um darin die Dimension der Liebe zu entdecken, die sein Heilsopfer beseelt hat.

Fortsetzung folgt …

(Auszug aus dem Schreiben von Papst Johannes-Paul II. anlässlich des 100. Jahrestages der Weihe der Menschheit an das heiligste Herz Jesu)

03. Juni – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung … Die Betrachtung des Herzens Jesu in der Eucharistie wird die Gläubigen dazu anspornen, in diesem Herzen nach dem unerschöpflichen Geheimnis des Priestertums Christi und der Kirche zu suchen. In Gemeinschaft mit ihren Brüdern und Schwestern können sie so die spirituelle Sanftheit der Liebe an ihrer Quelle selbst kosten.

Es wird jedem Menschen geholfen, die eigene Taufe neu zu entdecken, damit er sich ihrer apostolischen Dimension, die in der Verbreitung der Liebe und in der Evangelisierunssendung gelebt werden muss, besser bewusst wird. Jeder wird noch eifriger zum Herrn der Ernte beten (vgl. Mt 9,38), damit er der Kirche »Hirten nach seinem Herzen« (vgl. Jer 3,15) gewähre, die Christus, den Guten Hirten, lieben, ihr eigenes Herz nach dem Abbild seines Herzens gestalten und bereit sind, in die Straßen der Welt hinauszugehen, um allen Menschen zu verkünden, dass er der Weg und die Wahrheit und das Leben ist (vgl. Pastores dabo vobis, 82). Dazu wird sich eine tätige Mithilfe ergeben, damit auch viele Jugendliche von heute, die der Stimme des Heiligen Geistes folgsam sind, so ausgebildet werden, dass sie die großen Erwartungen der Kirche und der Menschheit im Innersten ihres Herzens erklingen lassen und der Einladung Christi folgen, um sich mit ihm, voller Enthusiasmus und Freude, »für das Leben der Welt« (Joh 6,51) zu weihen.

Fortsetzung folgt …

(Auszug aus dem Schreiben von Papst Johannes-Paul II. anlässlich des 100. Jahrestages der Weihe der Menschheit an das heiligste Herz Jesu)

02. Juni – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung … Das Herz des Erlösers lädt uns ein, zur Liebe des Vaters zurückzufinden, der die Quelle jeder echten Liebe ist: »Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat« (1 Joh 4,10). Die Liebe, die Jesus den Menschen schenkt, empfängt er unaufhörlich vom Vater, reich an Erbarmen und Mitleid (vgl. Eph 2,4; Jak 5,11).

Ganz besonders offenbart sein Herz die Großzügigkeit Gottes gegenüber dem Sünder. In seiner Reaktion auf die Sünde vermindert Gott seine Liebe nicht, sondern weitet sie aus in einem Akt der Barmherzigkeit, der zur Initiative der Erlösung wird.

Fortsetzung folgt …

(Auszug aus dem Schreiben von Papst Johannes-Paul II. anlässlich des 100. Jahrestages der Weihe der Menschheit an das heiligste Herz Jesu)

01. Juni – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Ich möchte all jenen meine Unterstützung und Ermutigung aussprechen, die – in welcher Position auch immer – die Herz-Jesu-Verehrung in der Kirche weiter pflegen, vertiefen und fördern; sie tun dies in einer Sprach- und Ausdrucksform, die unserer Zeit angemessen ist, damit diese Verehrung den künftigen Generationen in dem Geist, der sie immer beseelt hat, weitergegeben werden kann.

Auch heute geht es darum, die Gläubigen dahin zu führen, ihren Blick in Anbetung auf das Geheimnis Christi, Gott und Mensch, zu richten, um zu Männern und Frauen verinnerlichten Lebens zu werden, zu Menschen also, die eine Berufung zum neuen Leben, zur Heiligkeit, zur Wiedergutmachung, die apostolische Zusammenarbeit zum Heil der Welt ist, empfinden und leben, Menschen, die sich auf die Neuevangelisierung vorbereiten, indem sie Christi Herz als Mittelpunkt der Kirche anerkennen: Die Welt muss unbedingt verstehen, dass das Christentum die Religion der Liebe ist.

Fortsetzung folgt …

(Auszug aus dem Schreiben von Papst Johannes-Paul II. anlässlich des 100. Jahrestages der Weihe der Menschheit an das heiligste Herz Jesu)

28. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

O Maria,
Mutter der Barmherzigkeit,
wache über alle, damit das Kreuz Christi
nicht um seine Kraft gebracht wird,
damit der Mensch
nicht vom Weg des Guten abirrt,
nicht das Bewusstsein für die Sünde verliert,
damit er wächst in der Hoffnung Gottes,
»der voll Erbarmen ist« (Eph 2, 4),
damit er aus freiem Entschluss
die guten Werke tut,
die von Ihm im voraus
bereitet sind (vgl. Eph 2, 10),
und damit er so mit seinem ganzen Leben
»zum Lob seiner Herrlichkeit bestimmt«
(Eph 1, 12) sei.

(Marianisches Gebet von Papst Johannes Paul II.)

27. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Es war billig und recht, dass die Ausgießung des Geistes, die der Jungfrau zum ersten Mal im Hinblick auf die göttliche Mutterschaft zuteil wurde, erneuert und bestärkt würde. Eingedenk der Verheißung Jesu erwartete sie in der Kirche und für die Kirche das Pfingstfest und erflehte für alle eine Vielfalt der Gaben. Der Heilige Geist antwortete auf das Bittgebet der Jungfrau und erfüllte die im Abendmahlssaal versammelte Gemeinschaft mit seinen Gaben. Dadurch wurde ihr Inneres umgewandelt, damit sie der Ausbreitung des Evangeliums dienen konnten.

(Papst Johannes Paul II. am 28.05.1997)

26. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Das II. Vatikanische Konzil zeichnet den Lebensweg der Jungfrau Maria nach und erinnert daran, dass sie zu der Gemeinschaft gehörte, die das Pfingstfest erwartete. In dieser ersten Gemeinschaft wird die Kirche gleichsam vorgebildet.

Das Konzil unterstreicht ausdrücklich, dass Maria in der betenden Versammlung anwesend war: Sie erflehte „mit ihren Gebeten die Gabe des Geistes“ (LG, 59). Dabei setzte sie ihre geistliche Erfahrung ein, um Herz und Geist derer zu bereiten, die mit ihr versammelt waren.

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 28.05.1997)

24. Mai – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Die Lehre des II. Vatikanischen Konzils stellt die Wahrheit von der Mittlerschaft Marias dar als Teilhabe an dieser einzigen Quelle der Mittlerschaft Christi selbst. So lesen wir dort: »Eine solche untergeordnete Aufgabe Marias zu bekennen zögert die Kirche nicht, sie erfährt sie ständig und legt sie den Gläubigen ans Herz, damit sie unter diesem mütterlichen Schutz dem Mittler und Erlöser inniger verbunden seien«.Diese Aufgabe ist zugleich besonders und außerordentlich. Sie entspringt aus ihrer göttlichen Mutterschaft und kann nur dann im Glauben verstanden und gelebt werden, wenn man die volle Wahrheit über diese Mutterschaft zugrundelegt. Indem Maria kraft göttlicher Erwählung die Mutter des dem Vater wesensgleichen Sohnes ist, »ist sie (auch) uns in der Ordnung der Gnade Mutter geworden«.Diese Aufgabe ist eine konkrete Weise ihrer Gegenwart im Heilsgeheimnis Christi und der Kirche.

Auszug aus: Enzyklika Redemptoris Mater von Papst Johannes Paul II.