Pater Pio sagte einmal zu einem Blinden: Wenn Gott dir die
Blindheit nimmt, dann sage ich dir, was du tun wirst. Als Pater Pio ihm das
alles aufgezählt hatte, sagte der Blinde: Dann möchte ich lieber blind bleiben.
Gesundheit kann uns zum Schaden werden. Krankheit kann uns
den Himmel öffnen, wenn wir damit umzugehen wissen. Indem wir es aufopfern.
In dem Film „die Passion Christi“ sieht man, wie verwundet
Jesus ist. Das sind unsere Leiden. Das sind unsere Gebrechen und die Gebrechen
aller Menschen.
Und Jesus fragt: Bist Du bereit, dafür etwas zu tun?
Was würde es nützen, wenn Jesus der Heilung des kleinen
Fingers nachkommen würde, wenn der ganze Arm abstirbt.
Was ist mit dem Leib? Der stirbt.
Die Kirche stirbt und wir tun nichts dagegen. Wir sind der
Leib Christi. Das steht schon im Katechismus. Jeder, der zur Eucharistie geht,
ist ein Leib Christi. Ein Teil dieses Leibes. Er ist krank. Er ist verwundet.
In den Evangelien hören wir von der Heilung der Schwiegermutter des Petrus und der Heilung der Kranken, die man Jesus gebracht hat. Jesus heilt, wenn wir ihn darum bitten. Er heilt manchmal ganz anders, wie wir denken.
Ganz deutlich wird dieser Sinn, wenn wir an die Bibelstelle vom Reichen und dem armen Lazarus denken:
„Es war ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und feinstes Linnen und erfreute sich Tag für Tag eines prunkvollen Lebens. Ein Armer namens Lazarus lag vor seiner Türe, von Geschwüren bedeckt, und hätte gern den Hunger gestillt mit dem, was vom Tische des Reichen fiel [,doch niemand gab ihm davon]. Ja, sogar die Hunde kamen und leckten an seinen Geschwüren. Da geschah es, dass der Arme starb und von den Engeln in den Schoß Abrahams getragen wurde. Es starb auch der Reiche und wurde begraben. Als er in der Unterwelt in der Qual seiner Schmerzen seine Augen erhob, sah er Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. Da rief er: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende den Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge erfrische; denn ich leide große Pein in dieser Glut. Abraham sprach zu ihm: Mein Sohn, denk daran, du hast dein Gutes empfangen in deinem Leben wie Lazarus ebenso das Schlechte; nun wird er hier getröstet, und du leidest Pein. Und zu alldem ist zwischen uns und euch eine große Kluft gesetzt, damit jene, die von hier zu euch hinüberkommen möchten, es nicht können, und ebensowenig können die drüben herübergelangen zu uns. Da sagte er: So bitte ich dich, Vater, du mögest ihn in das Haus meines Vaters senden; denn ich habe fünf Brüder; er möge vor sie als Zeuge treten, damit nicht auch sie an diesen Ort der Peinigung kommen. Abraham entgegnete: Sie haben Moses und die Propheten, auf die sollen sie hören. Er aber sagte: Nein, Vater Abraham; doch wenn von den Toten einer zu ihnen kommt, werden sie sich bekehren. Da erwiderte er ihm: Wenn sie auf Moses und die Propheten nicht hören, dann werden sie, auch wenn von den Toten einer aufsteht, sich nicht überzeugen lassen. «
Lassen wir uns also nicht täuschen nach dem Motto: Sind alles kleine Sünderlein, kommen alle in den Himmel rein. April, April, der schickt die Jecken, wohin er will.
Weil Du an die Arme Seele gedacht hast, ist dann nach Deinem
Tod auch an Dich gedacht. Es ist immer ein Geben und ein Nehmen. Man macht nie
etwas nutzlos. Selbst wenn Du auf Erden darin keinen Sinn siehst, in der
Ewigkeit wirst Du darin einen großen Sinn sehen.
Die Armen Seelen werden es demjenigen, der es tut, garantiert in der Ewigkeit nicht ohne Folgen sein lassen. Sollte die Person, die das getan hat, einmal im Fegefeuer sein, wird ihr von der Armen Seele Weihwasser gebracht werden.
Es gibt Seelen, die zu Lebzeiten die heilige Messe nicht
geliebt haben und nicht hingegangen sind. Sie dürfen, wenn sie verstorben sind,
die Kirche nicht betreten. Sie müssen vor der Kirche betteln.
Aber wer sie nicht hört und nicht sieht, warum sollte er
Weihwasser mitnehmen?