17. März

Wenn einem die Gnade einer starken Gotteserfahrung geschenkt wird, dann ist es so, als würde man etwas Ähnliches wie die Jünger bei der Verklärung erleben: Einen Augenblick lang hat man einen Vorgeschmack auf das, was die Seligkeit des Paradieses sein wird. Normalerweise handelt es sich um kurze Erfahrungen, die Gott manchmal gewährt, vor allem im Hinblick auf harte Prüfungen.

Niemandem ist es jedoch gegeben, »auf dem Tabor« zu leben, solange man auf Erden weilt, denn das menschliche Dasein ist ein Weg des Glaubens und verläuft als solcher eher im Halbschatten als im vollen Licht, nicht ohne Zeiten der Dunkelheit und sogar vollkommener Finsternis. Solange wir auf Erden sind, wird unsere Beziehung zu Gott eher im Hören als im Schauen gelebt; und selbst die Betrachtung erfolgt sozusagen mit geschlossenen Augen durch das innere Licht, das das Wort Gottes in uns entzündet.

(Papst Benedikt beim Angelus am 12.03.2006)

16. März

Das heutige Evangelium von der Verklärung des Herrn erlaubt uns schon jetzt in der Fastenzeit einen Vorausblick auf die Herrlichkeit Jesu Christi. Diese frohe Botschaft schenke uns Kraft und Zuversicht auf dem Weg des Gebetes und der Buße in Vorbereitung auf das Osterfest. 

(Papst Benedikt XVI. beim Angelus am 12.03.2006)

15. März

Jeder von uns kann und soll zum Aufbau echter Gemeinschaft unter den Menschen beitragen. Tragt den Geist der Versöhnung und der Hilfsbereitschaft in eure Lebenswelt hinein und erleuchtet eure Umgebung mit dem Licht der Hoffnung und der Liebe! Der allmächtige Gott erhalte und führe euch auf seinen Wegen.

(Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am 15.03.2006)

14. März

Es ist nicht möglich, Christus zu begegnen, und ihn nicht den anderen bekanntzumachen. Bewahrt also Christus nicht für euch selbst! Teilt eure Glaubensfreude den anderen mit! Die Welt braucht das Zeugnis eures Glaubens, sie hat Gott gewiss nötig.

(Papst Benedikt XVI.)

13. März

Wir sind gerufen, immer wieder Menschen, wie Gott es will, ein Stück weit auf den staubigen Straßen dieser Welt zu begleiten. Und wir sind gerufen, sie dann in unser Gedenken vor Gott hineinzunehmen und so ihren und unseren Weg zu einem Weg Gottes zu machen.

(Papst Benedikt XVI.)

12. März

Im Schauen auf Jesus Christus, der in seinem Kreuzestod alles Leid der Welt auf sich genommen hat, finden wir Halt und Trost. Er führt uns zum wahren Heil, und Ihm wollen wir unser Leben anvertrauen. Der Herr schenke euch allen seine Gnade und einen gesegneten Weg zum Osterfest.

(Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am 12.03.2008)

11. März

Maria wird uns von Lukas vor allem als die große Betende dargestellt. Durch das Hören auf den Herrn und das Beten war sie bereit, Mutter Gottes und Mutter der Kirche zu werden. Ihre Mutterschaft übt sie bis ans Ende der Zeiten aus, und ihr dürfen wir unser Leben anvertrauen. Von Maria können wir das Beten lernen, können wir neu lernen, aus der inneren Verbindung mit Gott zu leben. Der Heilige Geist mache euch alle froh und stark im Glauben.

(Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am 14.03.2012)

10. März

Die österliche Bußzeit lädt uns zu einem Blickwechsel ein. Sie will uns helfen, uns innerlich von all den Dingen zu lösen, die uns in Beschlag nehmen: unser Ehrgeiz und Eigenwillen, aber auch die Sorgen und der Zweifel.

Statt dessen wollen wir auf Christus schauen, uns von ihm führen lassen wie ein Kind, das an den Händen der Mutter oder des Vaters die ersten Schritte in die Welt unternimmt. Christus nahe sein bedeutet auch, daß wir unsere Sünden erkennen und bekennen, um Verzeihung bitten und uns vor allem vom lebendigen Wort Gottes nähren. Das ist der Sinn der Fastenzeit. Der Heilige Geist geleite euch auf dieser Wanderschaft des Herzens.

(Papst Benedikt XVI. beim Angelus am 13.03.2011)

09. März

An diesem ersten Fastensonntag grüße ich herzlich alle Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache. Fasten heißt verzichten und frei werden für das Gute. Es geht darum zu erkennen, was wichtig und wesentlich ist, was den Menschen wirklich ausmacht, und danach zu leben. Dieses neue Leben sehen wir in Jesus Christus. Er, der mit unserer menschlichen Schwachheit mitfühlen kann, da er wie wir in Versuchung geführt wurde, zeigt uns: Der Mensch lebt von Gott. Bitten wir in diesen Tagen der Vorbereitung auf Ostern den Herrn um die Gnade echter Erneuerung, damit wir nach seinem Willen und in seiner Liebe leben. Der Heilige Geist stärke euch mit seiner Gnade.

(Papst Benedikt XVI. beim Angelus am 21.02.2010)

08. März

Das heutige Datum – der 8. März – lädt uns dazu ein, über die Situation der Frau nachzudenken und uns erneut dafür zu engagieren, dass jede Frau immer und überall die ihr eigenen Fähigkeiten leben und voll umsetzen kann und dabei volle Achtung in ihrer Würde erfährt.

In diesem Sinn haben sich das II. Vatikanische Konzil und das Lehramt der Päpste ausgesprochen, insbesondere das Apostolische Schreiben Mulieris dignitatem des Dieners Gottes Johannes Paul II. (15. August 1988). Bedeutender als die Dokumente sind jedoch die Zeugnisse der Heiligen. In unserem Zeitalter etwa gab es jenes von Mutter Teresa von Kalkutta: eine demütige Tochter Albaniens, die durch Gottes Gnade für die ganze Welt zum Vorbild in der tätigen Nächstenliebe und im Dienst an der Förderung des Menschen geworden ist. Wie viele andere Frauen arbeiten im Verborgenen Tag für Tag für das Wohl der Menschheit und für das Reich Gottes! Ich versichere heute alle Frauen meines Gebetes, daß sie immer mehr in ihrer Würde geachtet und in ihren positiven Fähigkeiten geschätzt seien.

(Papst Benedikt XVI. beim Angelus am 08.03.2009)