Gehen wir auf den Weg, den Jesus uns weist. Bevor sein öffentliches Wirken begann, wurde er in der Wüste in Versuchung geführt. Die Kräfte des Feindes werden uns immer feindlich gegenüberstehen. Sie kennen die Macht, die wir als Kanäle für die Gottesmacht werden können. Hüten wir uns also immer vor dem lächelnden Gesicht des Bösen und seiner liebenswürdig ausgestreckten Hand.
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26. Dezember – Gott ruft uns
Ruhen wir in Gottes Liebe aus. Betten wir uns in seiner Liebe wie ein glücklich müdes Kind. Lassen wir uns von seiner Liebe umhegen. Diese Liebe ist unermüdlich und unbegrenzt. Diese Liebe sorgt für den Erschöpften, erquickt den Ermatteten und gewährt eine lange Erholung. Dadurch gewinnen wir neue Kraft. Ruhen wir also in Gottes Liebe. Nur in ihr gibt es vollständige Erholung für Körper, Geist und Seele.
25. Dezember – Gott ruft uns
„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir schauten seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“ (Johannes 1,14)
Verweilen wir bei diesem Wunder aller Zeiten. Ja lassen wir uns auf das Geheimnis ein: den menschgewordenen Gott.
Jesus kam, um dem Menschen seine verlorengegangene Würde wiederzugeben.
Gott kam, um mit dem Menschen zusammenzuleben, um dem Menschen zu zeigen, wie er mit Gott leben soll.
24. Dezember – Gott ruft uns
„Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären und seinen Namen ›Immanuel‹ nennen.“ (Jesaja 7,14)
„Denn ein Kind wird uns geboren, ein Sohn wird uns geschenkt, auf dessen Schulter die Herrschaft ruht. Man nennt ihn: Wunderrat, Gottheld, Ewigvater, Friedensfürst.“(Jesaja 9,5)
„Der Engel sprach zu ihr: »Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade gefunden bei Gott!“ Siehe, du wirst empfangen und einen Sohn gebären und seinen Namen Jesus nennen.« (Lukas 1,30-31)
„Der Engel antwortete ihr: »Heiliger Geist wird über dich kommen, und Kraft des Allerhöchsten wird dich überschatten; darum wird auch das, was geboren wird, ›heilig, Sohn Gottes‹ genannt werden.“ (Lukas 1,35)
Wir wünschen allen ein gesegnetes und gnadenreiches Weihnachtsfest! Möge Jesus in unseren Herzen neu geboren werden!
23. Dezember – Gott ruft uns
Jesus ging hin, um für uns einen Platz vorzubereiten. Doch er braucht immer noch Räume wie den für das letzte Abendmahl oder in Bethanien. Wenn wir unser Haus eingerichtet haben, müssen wir jeden empfangen wollen, den Jesus uns sendet. Wie die heilige Theresia von Lisieux es so schön sagt, müssen wir immer für Störungen bereit sein.
„Darum wachet, denn ihr wißt nicht an welchem Tag euer Herr kommt.“ (Matthäus 24,42)
Wir wissen nicht in welcher Gestalt Jesus zu uns kommt, als kleines Kind, Bettler oder gar als König. Sehen wir in jedem Gast Jesus, nach dem wir so sehr verlangen.
22. Dezember – Gott ruft uns
Bei Jesu erstem Kommen fiel ein Schweigen über die Erde. Jesus kam in den ruhigen Stunden der Nacht. Diese Stille wurde nur durch den Lobgesang der Engel unterbrochen.
Lassen wir uns in der Hetze des Alltags auch immer wieder auf die Stille ein. In diesem vollständigen Schweigen, in dem Jesus mit seinem leisen Tritt nicht ungehört an uns vorbeischreiten könnte.
Vergessen wir die Schläge des Lebens, um stets für die leichte Berührung unserer Stirn durch seine Hand feinfühlend genug zu sein.
Stärken wir uns immer wieder im stillen Verweilen bei Gott.
21. Dezember – Gott ruft uns
Unser Leben müsste sich in Ruhe und Frieden abspielen. Das sind die äußeren Zeichen dafür, dass wir Gott verehren.
In der Anbetung quillt das ganze Sein in der Liebe himmlischen Lobgesanges auf Gott.
Wenn wir wahrhaft anbeten wollen, dann befindet sich unser ganzes Leben im Einklang mit der Verehrung und drückt die Schönheit des Herrn, den wir anbeten, in all ihren vielfältigen Offenbarungen aus.
20. Dezember – Gott ruft uns
„Eines Rufenden Stimme: »In der Wüste bahnt einen Weg für den Herrn, ebnet in der Steppe einen Pfad für unseren Gott!“ (Jesaja 40,3)
Müssen wir das nicht tun, bevor wir ihn kommen sehen? Müssen wir nicht damit zufrieden sein, ihm einen Weg zu bahnen? Müssen wir ihm nicht die Freiheit lassen, den Weg dann zu nutzen, wenn er es für richtig hält?
Unser Weg und unser Werk liegt in der Stille, ohne Aufsehen zu erregen und ohne Beifall erhaschen zu wollen.
Die Vorbereitung muss zunächst in unseren Herzen geschehen. Wenn dort Unruhe herrscht, kann Jesus nicht durch uns wirken.
Zum Jahr der Barmherzigkeit
Ab dem ersten Januar wird es auf dieser Seite um das Thema Barmherzigkeit gehen. Wir freuen uns darüber, dass Papst Franziskus uns dieses besondere Heilige Jahr der Barmherzigkeit schenkt. Öffnen wir unsere Herzen, damit auch wir die Barmherzigkeit Gottes weitertragen zu unseren Mitmenschen.
19. Dezember – Gott ruft uns
„Freut euch allezeit! Betet ohne Unterlaß! “ (1 Thess 5,16-17)
Beten wir ohne Unterlass, bis jeder Atemzug und jeder Gedanke ein Gebet ist. Das können wir nur erreichen, wenn wir das Pensum der besinnlichen Sammlung befolgen, das Gott uns aufgestellt hat.
Die geistige Übung ist genauso wichtig wie jede fleißige Übung, die man für seine Arbeit aufbringt.
Nur durch die langweilige, anstrengende und regelmäßige Bemühung für die kleinen Stufen werden wir imstande sein, zu höheren Errungenschaften aufzusteigen.

