05. November – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Diese Ganzhingabe unterscheidet sich wesentlich von einem bloßen Dienstverhältnis:

1. Ein Diener schenkt seinem Herrn nicht alles, was er ist und hat oder was er durch fremde oder eigene Kraft erwirbt; durch den Akt der Ganzhingabe aber schenkt man seinem Herrn sich selbst und alles, was man besitzt und noch erwerben kann, rückhaltos und ausnahmslos.

Fortsetzung folgt…

(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

04. November – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Von Natur aus hat Gott das Eigentums- und Verfügungsrecht über alle Dinge: „Dem Herrn gehört die Welt und ihre ganze Fülle, der Erde Rund und alle, die dort wohnen.“

Alle müssen sich ihm beugen, ob sie wollen oder nicht. Die Dämonen und die Verdammten tun es zähneknirschend nur aus Zwang, die Gerechten aber und die Heiligen aus Liebe. Diese liebende Hingabe ist vor Gott am vollkommensten und verherrlicht ihn am meisten; denn Gott sieht das Herz, will nur das Herz und nennt sich Gott des Herzens, d.h. des liebenden Willens. Durch die Ganzhingabe erwählt man nämlich Gott und seinen Dienst vor allen Dingen, selbst wenn man von Natur aus nicht dazu verpflichtet wäre.

 

Fortsetzung folgt…

(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

02. November – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Der heilige Ludwig sah es nicht gern, wenn man in Gesellschaft, vor allem bei Tisch miteinander flüsterte und leise beriet, denn das ließe den Verdacht aufkommen, dass man über Andere Schlechtes sagte. Er sagte: „Wer in guter Gesellschaft bei Tisch etwas Fröhliches und Aufheiterndes zu sagen weiß, soll es vor allen sagen; über wichtige Dinge aber soll man in diesem Fall nicht sprechen und lieber schweigen.“

(Franz von Sales)

01. November – Ganz Dein…

  1. Fortsetzung…
    Vor zwei Übertreibungen soll man sich in acht nehmen:
    1. Den verschlossenen Strengen zu spielen, so dass man in Gesellschaft nicht an der Unterhaltung teilnehmen will; das sieht nach Misstrauen oder Verachtung aus;
    2. Unaufhörlich zu schwätzen und zu plaudern, so dass die anderen überhaupt nicht zu Worte kommen; dann wir man zu Recht für seicht und oberflächlich gehalten.

Fortsetzung folgt…
(Franz von Sales)

30. Oktober – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Der heilige Ludwig gibt den Rat, niemand zu widersprechen, außer jener hat gesündigt oder ist in Gefahr, es zu tun. Damit wollte er jeden Streit vermeiden. Sind wir gezwungen, zu widersprechen und unsere Ansicht der eines anderen entgegenzustellen, so soll es ruhig, taktvoll und ohne Heftigkeit geschehen. Mit Grobheit gewinnt man nichts.

Fortsetzung folgt…
(Franz von Sales)

28. Oktober – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Der heilige Augustinus schreibt im 4. Buch seiner Bekenntnisse, dass er mit seinem Freund ein Herz und eine Seele war, so dass ihm nach dem Tod seines Freundes vor dem Leben bangte, weil es ihm nur ein halbes Leben schien; dennoch fürchtete er wiederum sein eigenes Sterben, damit sein Freund nicht auch mitsterbe. Diese Ausdrücke schienen ihm später zu gekünstelt und gemacht; er nahm sie deshalb auch im „Buch der Widerrufe“ zurück und nannte sie einen Unsinn. Siehst du, wie empfindlich dieser Heilige gegen affektierte Worte war? Denn ohne Zweifel ist eine gerade, klare und offene Sprache die Zierde des christlichen Lebens.

Fortsetzung folgt…
(Franz von Sales)